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Wilhelm Heinzes Quellen-Lesebuch zur vaterländischen Geschichte für Lehrerbildungsanstalten und höhere Schulen. Erster Teil. Deutsche Geschichte bis 1648. (1)

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Bibliographic data

fullscreen: Wilhelm Heinzes Quellen-Lesebuch zur vaterländischen Geschichte für Lehrerbildungsanstalten und höhere Schulen. Erster Teil. Deutsche Geschichte bis 1648. (1)

Periodical

Persistent identifier:
gvbl_sachsen
Title:
Gesetz- und Verordnungsblatt für das Königreich Sachsen.
Place of publication:
Dresden
Document type:
Periodical
Collection:
sachsen
Publication year:
1835
1918
DDC Group:
Gesetzgebung
Copyright:
Ewiger Bund
Language:
German

Periodical volume

Persistent identifier:
gvbl_sachsen_1908
Title:
Gesetz- und Verordnungsblatt für das Königreich Sachsen vom Jahre 1908.
Volume count:
74
Publisher:
Meinhold & Söhne
Document type:
Periodical volume
Collection:
sachsen
Publication year:
1908
DDC Group:
Gesetzgebung
Copyright:
Ewiger Bund
Language:
German

law_gazette

Title:
17. Stück
Volume count:
17
Document type:
Periodical
Structure type:
law_gazette

law

Title:
No. 103.) Gesetz, Pensionserhöhungen für frühere Geistliche, Lehrer und ihre Hinterlassenen betreffend.
Volume count:
103
Document type:
Periodical
Structure type:
law

Contents

Table of contents

  • Wilhelm Heinzes Quellen-Lesebuch zur vaterländischen Geschichte für Lehrerbildungsanstalten und höhere Schulen.
  • Wilhelm Heinzes Quellen-Lesebuch zur vaterländischen Geschichte für Lehrerbildungsanstalten und höhere Schulen. Erster Teil. Deutsche Geschichte bis 1648. (1)
  • Title page
  • Meinem Vater.
  • Vorwort zur ersten Auflage.
  • Vorwort zur vierzehnten Auflage.
  • Inhaltsverzeichnis.
  • I. Aus der Urzeit unseres Volkes.
  • II. Aus der Zeit der großen Völkerwanderung.
  • III. Aus der Zeit der Merowinger und Karolinger.
  • IV. Aus der Zeit der drei großen deutschen Kaiserhäuser.
  • V. Aus den Jahrhunderten des ausgehenden Mittelalters.
  • VI. Aus der Reformationszeit.
  • VII. Aus der Zeit des großen Krieges.
  • 116. Die Jesuiten.
  • 117. Rudolfs II. Majestätsbrief.
  • 118. Der Prager Fenstersturz.
  • 119. Die Tillysche Soldateska in Braunschweig-Wolfenbüttel.
  • 120. Disziplin im Heere Wallensteins.
  • 121. Wallenstein vor Stralsund.
  • 122. Die deutschen Fürsten gegen Wallenstein.
  • 123. Beschluß der deutschen Expedition in der schwedischen Reichsratsitzung vom 3. November 1629.
  • 124. Eroberung und Zerstörung Magdeburgs.
  • 125. Die Schlacht bei Lützen.
  • 126. Eine schwedische Stimme zu Wallensteins Fall.
  • 127. Erlebnisse des Pfarrers Martin Bötzinger im 30jährigen Kriege.
  • 128. Eine Äußerung deutschvölkischen Empfindens während der Friedensunterhandlungen.
  • 129. Die Bestimmungen des Westfälischen Friedens.
  • 130. In Deutschland nach dem 30 jährigen Kriege.
  • 131. Hexenverfolgungen.

Full text

— 213 — 
Hättest du das gewußt, so wärest du draußen geblieben. Weil ich nun niemand 
verraten wollte, hieb mir einer mit einem Hirschfänger über den Kopf, daß das 
Blut zu den Ohren hereinlief. Zweimal in einer Stunde, nämlich in der 
Schneiderin Wittich Hof, zum andernmal in des Wildmeisters Stadel haben sie 
mir den schwedischen Trunk mit Jauche gegeben, wodurch meine Zähne fast alle 
wackelnd geworden. Denn ich wehrte mich, als man mir einen großen Stecken 
in den Mund steckte, so gut ich Gefangener konnte. Endlich führten sie mich 
mit Stricken fort und sagten, sie wollten mich aufhängen, brachten mich zum 
Mühltore hinaus auf die Brücke. Da nahm einer von ihnen den Strick, womit 
meine Füße zusammengezogen waren, der andere den Strick am linken Arme, 
stießen mich ins Wasser und hielten die Stricke, womit sie mich regierten, auf und 
nieder zogen. Da erhaschte ich die Rechenstecken, welche aber auf mich zu wichen, 
und konnte daran keinen Anhalt finden, nur daß durch Gottes Schickung mir ein 
Loch gemacht wurde, daß ich konnte unter die Brücke schlupfen. So oft ich mich 
wollte anhalten, schlugen sie mich mit gedachten Rechenstecken, daß dieselben ent- 
zwei sprangen wie ein Schulbakel. Als sie sich nun nicht allein müde gearbeitet 
hatten, sondern auch dachten, ich hätte meinen Rest, ich würde im Wasser er- 
trinken, ließen sie beide Stricke fahren. Da wischte ich unter die Brücke, und 
konnte mir keiner beikommen. Da suche ich in der Tasche und finde ein Messer- 
lein, so sich zusammenlegen ließ, das sie nicht hatten haben wollen, ob sie mich 
schon oft durchsucht. Damit schnitt ich die Stricke an beiden Füßen los und 
sprang hinunter, wo die Mühlräder liegen. Es ging mir das Wasser über den 
halben Leib. Da warfen die Schelme Stöcke, Ziegelsteine und Prügel hinter mir 
her, um mir den Rest vollends zu geben. Ich war auch willens, mich ganz 
hinauszuarbeiten gegen des Müllers hintere Tür, konnte aber nicht, entweder 
weil die Kleider voll Wassers mich zurückzogen, oder vielmehr weil Gott solches 
nicht haben wollte, daß ich da sterben sollte. Denn wie ein trunkener Mann hin 
und her taumelt, also auch ich, und komme auf die andere Seite gegen den 
hinteren Brauhof. Da sie nun merkten, ich würde im Zwinger aussteigen, laufen 
sie in die Stadt und nehmen mehr Gesellen zu sich, passen unten bei den Gerber- 
häusern auf, ob ich ihnen kommen würde. Aber als ich dieses merkte, daß ich 
jetzo allein war, blieb ich im Wasser stecken und steckte meinen Kopf unter einen 
dichten Weidenbusch und ruhte im Wasser vier oder fünf Stunden, bis es Nacht 
und in der Nacht stille wurde. Dann kroch ich halbtot heraus, konnte der Kälte 
wegen fast keinen Atem holen. Ging dann über die Brunnenröhren, den Wasser- 
fluß immer hinab und kletterte über einen Weidenstamm, daß ich die andere 
Seite erreichte. 
Acht Tage vor Pfingsten kam ich mit vielen Bürgern nach Koburg. Es war 
schon die Sage hergekommen, ich wäre totgemacht. Als ich nun selber kam, ver- 
wunderten sich Bürger und alte Bekannte. Da ich (nach langen Irrfahrten) er- 
fuhr, daß mein Weib und Kinder wieder zu Poppenhausen eingezogen waren, 
zog ich heim und war weder zu schleißen noch zu beißen um sie. Die Kinder 
waren schier vor Hunger verdorben. Sie hatten die Zeit über nicht Kleie genug 
kaufen können zu Brot.½) 
1) 1647 wurde Bötzinger Pfarrer zu Heubach, wo er 1673 im 74. Lebensjahre starb.
	        

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