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Deutsches Wörterbuch. Erster Band A-G. (1)

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Bibliographic data

Contents: Deutsches Wörterbuch. Erster Band A-G. (1)

Periodical

Persistent identifier:
gvbl_sachsen
Title:
Gesetz- und Verordnungsblatt für das Königreich Sachsen.
Place of publication:
Dresden
Document type:
Periodical
Collection:
sachsen
Publication year:
1835
1918
DDC Group:
Gesetzgebung
Copyright:
Ewiger Bund
Language:
German

Periodical volume

Persistent identifier:
gvbl_sachsen_1912
Title:
Gesetz- und Verordnungsblatt für das Königreich Sachsen vom Jahre 1912.
Volume count:
78
Publisher:
Meinhold & Söhne
Document type:
Periodical volume
Collection:
sachsen
Publication year:
1912
DDC Group:
Gesetzgebung
Copyright:
Ewiger Bund
Language:
German

law_gazette

Title:
13. Stück
Volume count:
13
Document type:
Periodical
Structure type:
law_gazette

law

Title:
No. 68.) Gesetz zur Abänderung der Gesetze vom 16. Juli 1902 und 20. Dezember 1907 über die Wohnungsgeldzuschüsse.
Volume count:
68
Document type:
Periodical
Structure type:
law

Appendix

Title:
B. Ortsverzeichnis.
Document type:
Periodical
Structure type:
Appendix

Contents

Table of contents

  • Deutsches Wörterbuch.
  • Deutsches Wörterbuch. Erster Band A-G. (1)

Full text

851 Fahrgelegenheit — fahrlässig. 
guten mann was udern weg gefahren Droste 167; 
von Gedanken, Schrecken, Zittern u. a.: cs fuhr ihm 
plötzlich ein gedanke durch den kopf; ein stich scheint 
ihr durchs herz zu fahren Wieland Klelia 1, 133; 
so fährts ihm ubern rücken eiskalt hinab 6, 18; dem 
hauptmann fuhr das durch die seele Goethe Wahl- 
verw. 1, 7. 3) die Formel einen, etwas fabren lassen, 
an die Bed. 1 und 2 anknüpfend, in sinnlicher Bed. 
loslassen, gehen lassen: gebiut mir, 14 mich varn 
Walther 89, 32; er liesz das seil fahren; liesz er so 
Plötzlich ihren arm fabren Wildenbruch Nov. 100; 
in übertragener Bed. —= aufgeben, schwinden lassen: 
min dienest läz ich allez varn Walther 103, 20; lasset 
Sie faren, sie sind blind Matth. 15, 14; er aber lies den 
linwand faren und flohe blos von juen Marc. 14, 51; 
les die feindschaft faren Sir. 28, 6; dasz sie ihre an- 
sprüche haben fahren lassen Lessing Minna 4,6; 
friesen . in welchem er Wurtemberg fabren lics: 
Ranke Päßpste 1, 123; der den gedanken . biemals 
fahren liesz 2, 85; ohne Obj.: las faren dabin Luther 
8, 3645; lasz fahren dahin, lasz fahren Schiller 
Wallenst. Lager 11. 4) fahren in verengtem Sinne, sich 
mittels Fahrzeuges fortbewegen: die mit schiffen aut 
dem meer furen Ps. 107, 23; feret auf einem wagen 
Jes. 21, 9; zu schiffe, zu wagen, vom lande, uber meer 
faren Stieler; er fährt mit der eisenbahn, kürzer bei 
Bezeichnung von etwas Anhaltendem oder oft Geübtem: 
er fahrt cisenbahn; ich . fuhr auch wohl schlittschuh 
Goethe Du W. 15; ferner: der zug fährt um vier uhr; 
der wagen fuhr auf gutes gluck Hölty 23; zur Be- 
zeichnung einer technischen Geschicklichkeit: der kutscher 
tührt gut; der schiffer, der zug bat beute schlecht. 
gelahren; dagegen bei Bezichnung des bloßen Fort- 
kommens: wir sind gut, langsam, schlecht gefahren; 
übertragen: dei dieser sache sabrt er nicht schlecht; 
es ist auch wohl gewisz, dasz ich so am besten fahre 
Leffing Brief 1776; du bist heute schlecht gefahren 
Goethe Wahlverw. 1, 5; — tranf. einen wagen, einen 
reisenden fahren: wer wil uns uber das meer faren 
5. Mos. 30, 13; fischerknabe fährt sich in einem kahn 
Schiller Tell 1, 1; sie baben heute morgen steine 
gefahren, zum Bauplatz; er fübrt guter, liefert sie zu 
Wagen an die Empfänger ab; bildlich: den karren im 
den dreck fahren, etwas verpfuschen; mit Angabe der 
Wirkung: ein kind ist tot gefahren worden; an leuten 
eurer art (spricht Charon) bab ich mich schon bald 
lahm gelahren Gellert Fab. 2, 51; er hatte sich sest 
gelahren (mit dem Kahne) Goethe Wahlverw. 1, 12; 
auch bildlich: sich fest gefahren haben, mit einer Aus- 
führüng nicht weiter können. 5) fahren, in übertragenem 
Sinne, auf gewisse Art erscheinen, leben, handeln, in 
der älteren Spr. ungemein häufig: daz ein man minne 
ein wip vor allen wiben gar unt daz si danne geliche 
var Minnes. 2, 1642; warumb wiltu wit deinen knechten 
also faren?7 2. Mos. 5, 15; kluglich faren in allem handel 
Sir. 19, 18; faren wir schon (schön) mit den leuten 
2. Cor. 5, 11; far sitiglich Garg. 68; er hat böszlich 
an mir gefahren B. d. Liebe 3515; fahret sinnig und 
bedenkt kurz, was ihr thut Simpl. 4, 38; boch fabren, 
übermütig sich gebaren: faret nicht hoch her Luc. 
12, 29; jetzt noch hochfabrendes wecsen, es sind hoch- 
fahrende leute; sonst ist fahren in diesem Sinne in 
neuerer Spr. durch verfahren erfetzt, soweit es nicht in 
fahrlässig und in fortfahren (f. d.) noch lebt. — Zu- 
fammensetzungen: Fahrgelegenheit, t. Gelegenheit, zu 
Wagen weiterzukommen. — Fahrgleis (geleis), u. 
Wagenfspur. — Fahrkarte, f. bei Eisenbahnen, Karte 
die das Recht zum Fahren gewährt, neue Verdeutschung 
für Billet. — lässig im Verfahren, Handeln: 
negligens varlessiger Dief.; fahrlässige leute, fahr- 
lässig handeln; im Recht: fahrlässige hrandstiftung; 
dazu: fahrlässigkeit im thun Goethe DuW. 14. — 
Fahrplan — Fahrt. 852 
Fahrplan, m. Plan für Abfahrt und Ankunft von Eisen- 
bahnen, Schiffen, Stellwagen. — Fahrschein, m. bei 
gohten und Eifenbahnen, Schein der das Recht zum 
Fahren gewährt. — Fahrstraße, k. Straße, auf der 
Wagen fahren dürfen. — Fahrstuhl, m. Stuhl der auf 
Rädern gcht: der kranke wurde in einem fahrstuhl ge- 
labren; stuhlartige Vorrichtung in großen Gebäuden, 
die anstatt der Treppen aus einem Stockwerk ins andere 
befördert: Schwebesitz eines Dachdeckers. — Fahrwasser, n. 
der Strich Wassers, in welchem ein Schiff zu fahren hat: 
wo zwei inseln das fluszbette verengten und . ein ge- 
fäbrliches fahrwasser zubereiteten Goethe Wahlverw. 
2, 10; bildlich: uns allmäblich ein breiteres fahrwasser 
zu bilchen Bismarck Reden 5, 11; — in bedeutendem 
Sinne Wasser, worin ein Schiff gut fährt; bildlich: in 
seinem fahrwasser sein, ins gehörige f. kommen. — 
Fahrweg, m. Weg für Wagen, Gegensatz zu Fuß= und 
Reitweg; in freierem Sinne, bildlich: den allgemeinen 
lahrwcg der gedanken betrete deine zeitung nicht 
Schiller Karl. 2, 1. — Fahrzeit, k. Zeit zu fahren, 
bei Eisenbahnen, Schiffen. — Fahrzeug, n. Werkzeug 
um damit auf dem Wasser zu fahren, Schiff, Boot, 
Kahn: fahrzeug navigium Frisch; daute kühne, bri- 
gantinen, und andre kleine fahrzeuge Schiller 4, 133; 
als er aber in dem oflenen fahrzeug sasz Hebel 2, 274; 
selten — Gerät für Fahrten zu Lande, Wagen, Karren: 
auf dieser (Heerstraße) sah er ein wundersames fahrzeug 
sich langsam heranbewegen Immermann Münchh. 
3, 102. 
Fahrig, hin und her fahrend, unruhig, neueres, von 
Goethe vielleicht aus dem Düringischen (wo es lebendig) 
aufgenommenes und öfter verwendetes Wort: mit mei- 
nem lehhalten, fahrigen und immer regsamen wesen 
Du W. 7; fahrig in seinen äuszerungen ebd. — Fahrt, i. 
Handlung des Fahrens, nach den verschiedenen Bed. des 
Verbums; ahd. fart, mhd. vart, mit dem Plur. ahd. 
lerti, mhd. verte, wofür im Nhd. fahrten eingetreten 
ist. 1) zumal in älterer Spr. — Reise, Zug, Wande- 
rung: er ist auch verordnet .. zum geterten unser fart 
2. Cor. 8, 19; ein fart thun Maaler; geht mein glucke 
in der allerbesten fahrt Logau 2, 238, 172; auch 
als Pilger: wolt reisen gen s. Jacob, ein fart dahin zu 
volbringen Wickram Rollw. 138; vom Sterben: die 
letst reisz oder fart thön Maalerz; in diefer Bed. zu 
Adelungs Zeiten als einfaches Wort veraltet, nachher 
dichterisch wieder auskommend: von eurer (des Gemsen- 
jägers) fahrt kehrt sichs nicht immer wieder Schiller 
Tell 1, 1; ober fels und baumstumpf ging die sabrt 
durch ungebabnte wildnis Platen Abbass. 1, 205; vgl. 
hin-, pilger - turn-, wallfahrt u. a. 2) jetzt in ver- 
engtem Sinne Reise zu Wagen oder Schiff: eine fabrt 
durch das land, mit der eisenbabn, zu wagen u. f. w.; 
fahrten wachen, unternchmen; frei und bildlich: dér 
macht schöne fahrten, wie fonst streiche. 3) bei Jägern 
Weg und Spur der jagdbaren Tiere: fand er wider dic 
rechten fart des hirschen Teuerd. 33, 79; die fahrt der 
wilden thiere, meatus vel neseiico serarum Stein- 
bach; jetzt durch fährte ((. d.) verdrängt; sonst Gang 
und Höhle des Manlwurfs, auch Röhre eines Fuchs- 
baus. 4) kahrt, Gerät zum Fahren; bergmännisch find 
fahrten die Leitern, auf denen man auf und ab steigt: 
fahrt, scadue, stiege, leiter Schottel 1312; bei Fischern 
Kahn zum lberfetzen: ein fscher führet seinen kahn, 
oder fahre, an das ufer Happel ac. Rom. 663; — auch 
so viel auf einmal gefahren oder geholt werden kann, 
im Haus= und Landwirtschaftswesen eine fahrt heu, 
holz, wasser Adelung. 5) in verblaßter Bed., zeitlich 
gewendet, nur in älterer Spr.: man sicht uns lachen 
zu keinr jart (niemals) Schade Sat. 1, 100; hart und 
vest zu steter fart (immer) 125; der edel held in zu 
der fart (damals) begrcif, als in dem fall er was Teuerd. 
69, 61; denn ich gehört hab auf ein fart (einmal)
	        

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