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Handbuch der Politik.Dritter Band. (3)

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Bibliographic data

fullscreen: Handbuch der Politik.Dritter Band. (3)

Multivolume work

Persistent identifier:
handbuch_politik
Title:
Handbuch der Politik.
Place of publication:
Berlin
Document type:
Multivolume work
Collection:
deutschesreich
Publication year:
1914
DDC Group:
Politik
Copyright:
Ewiger Bund

Volume

Persistent identifier:
handbuch_politik_3
Title:
Handbuch der Politik.Dritter Band.
Editor:
Laband
Volume count:
3
Place of publication:
Berlin, Leipzig
Publisher:
Dr. Walther Rothschild
Document type:
Volume
Collection:
deutschesreich
Publication year:
1914
DDC Group:
Politik
Copyright:
Ewiger Bund
Language:
German

Contents

Table of contents

  • Handbuch der Politik.
  • Handbuch der Politik.Dritter Band. (3)

Full text

«0. Abschnitt. 
Die Wohnungsfrage. 
Von 
Dr. Ludwig Pohle, 
Professor der Staatswissenschaften an der Akademie zu Frankfurta. M. 
Literatur: 
Andreas Voigt und Paul Geldner, Kleinhaus und Mietkaserne, Berlin 1905. — K. von 
Mangoldt, Die städtische Bodenfrage, Göttingen 1907. — C. J. Fuchs, Zur Wohnungsfrage, Leipzig 1904. 
— W. Gemünd, Bodenfrage und Bodenpolitik, Berlin 1911. — K. Eberstadt, Handbuch des Wohnungs- 
wesens, 2. Aufl., Jena 1910. — J. Stübben, Der Städtebau, 2. Aufl., Stuttgart 1907. — Adolf Weber, 
Boden und Wohnung, Leipzig 1908. — H. Chr. Nussbaum, Die Hygiene des Wohnungswesens, Leipzig 1907. 
— D. Pesl, Das Erbbaurecht, Leipzig 1910. — L. Pohle, Die Wohnungsfrage, Leipzig 1910 (Sammlung 
Göschen, 2 Bändchen), 
Die Wohnungsfrage verdankt den hervorragenden Platz, den sie gegenwärtig in der öffent- 
lichen Erörterung einnimmt, dem raschen Aufblühen des Städtewesens und den tiefgehenden Wand- 
lungen der Wohnweise der grossstädtischen Bevölkerung während des letzten Jahrhunderts, ins- 
besondere in seiner zweiten Hälfte. Sie ıst ın erster Linie eine grossstädtische Angelegenheit. 
Damit soll indessen nicht etwa gesagt sein, dass die Wohnungsverhältnisse auf dem Lande und 
in Kleinstädten besser seien als ın der modernen Grossstadt. Vielmehr ist gerade das Gegenteil 
richtig, wie schon verschiedentlich nachgewiesen worden ist.!) Es ist auch nicht der Umstand, dass 
die Wohnungszustände eines grossen Teils der grossstädtischen Bevölkerung ın hygienischer und sitt- 
licher Beziehung überall noch sehr mangelhaft erscheinen, was der Wohnungsfrage in der Gegenwart 
ihre besondere Stellung verleiht. Dass in einer grossen Stadt immer ein Bruchteil der Bevölkerung 
In hygienisch und sittlich bedenklichen Wohnungsverhältnissen sich befindet, das erscheint, wie 
jetzt wohl auf allen Seiten?) anerkannt wird, als ein nicht zu vermeidendes Übel, so lange es über- 
haupt noch menschliche Not und menschliche Verwahrlosung gibt. Denn diese werden äusserlich 
stets in der Form von Wohnungselend am meisten sichtbar werden. Was die Wohnungsfrage in 
neuester Zeit in den Mittelpunkt der Diskussion gerückt, auch zur Veranstaltung von nationalen 
und internationalen Wohnungskongressen®) den Anlass gegeben hat, das ıst vielmehr folgendes: 
In weiten Kreisen ist man gegen das Wohnungswesen in der modernen Grossstadt und alles, was damit 
zusammenhängt, das jetzige Verfahren der Stadterweiterung, die private Bautätigkeit usw., kri- 
tisch gestimmt worden; man glaubt an der Art und Weise, wie die Befriedigung des Wohnbedürf- 
nisses in den Grossstädten sich vollzieht, schwerwiegende Mängel allgemeiner Art feststellen zu 
können, insbesondere erhebt man den Vorwurf, dass die Wohnungen bei dem jetzigen System un- 
nötig teuer sind. Man ist schliesslich dahin gekommen, die Frage aufzuwerfen, ob dıe Entwicklung 
der Wohnweise in den Städten überhaupt eine zweckmässige gewesen ist und ob die städtischen 
Wohnungszustände sich notwendig so gestalten mussten, wie sie geworden sınd. Am weitesten 
ın dieser Richtung geht die Bodenreformbewegung, deren Anhänger für die jetzigen Zustände ım 
1) S. z. B. die Angaben in meiner „Wohnungsfrage“, Bd. II, S. 28 ff. 
2) Vgl. hierzu das charakteristische Zugeständnis von Eberstadt im „Handbuch der Hygiene‘. 
4. Supplementband, S. 343, sowie die Äusserungen von Gem vünd (Bodenfrage und Bodenpolitik, S. 280/81), 
Obwohl beide Autoren sonst auf ganz entgegengesetztem Standpunkt stehen, kommen sie hier doch zum 
gleichen Resultat. 
*) Der IX. Internationale Wohnungskongress fand 1910 in Wien statt, der erste allg. deutsche 1904 ın 
Frankfurt a. M., der zweite Pfingsten 1911 in Leipzig.
	        

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