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Handbuch des Völkerrechts Erster Band. (1)

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Bibliographic data

fullscreen: Handbuch des Völkerrechts Erster Band. (1)

Multivolume work

Persistent identifier:
handbuch_voelkerrecht
Title:
Handbuch des Völkerrechts.
Document type:
Multivolume work
DDC Group:
Recht
Copyright:
Ewiger Bund

Volume

Persistent identifier:
handbuch_voelkerrecht_band_1
Title:
Handbuch des Völkerrechts Erster Band.
Editor:
von Holtzendorff, Franz
Volume count:
1
Place of publication:
Berlin
Publisher:
Carl Gabel
Document type:
Volume
Collection:
deutschesreich
Publication year:
1885
Scope:
537
DDC Group:
Recht
Copyright:
Ewiger Bund
Language:
German

Contents

Table of contents

  • Handbuch des Völkerrechts.
  • Handbuch des Völkerrechts Erster Band. (1)

Full text

Die ethnographische Grundlage des Voͤllerrechts. 11 
8 3. 
Die ethnographische Grundlage des Völkerrechts. 
Das als positiv anwendbar vorausgesetzte und späterhin im weiteren Ver- 
laufe unserer Darstellung in dieser Eigenschaft wissenschaftlich noch nachzu- 
weisende Völkerrecht regelt nur die Beziehungen derjenigen Staaten, deren 
auswärtige Verkehrsverhältnisse auf der Grundlage eines gemeinsamen Rechts- 
bewußtseins der Völker denselben Normen unterstellt werden können. Wie 
das Recht jedes einzelnen Staates sich im Zusammenhange mit den allge- 
meinen Erscheinungen des geschichtlichen Culturprozesses entwickelt, so ist auch 
das Völkerrecht nach seiner Entstehung und Entwickelung nothwendiger Weise 
an eine über die Gränzen des in seiner Mitgliedschaft fungirenden, einzelnen 
Staates hinausreichende Culturgemeinschaft gebunden. Die Völker, als staat- 
liche Organisationen genommen, müssen ihres Zusammenlebens in be- 
stimmten Zeiträumen der Weltgeschichte inne geworden sein, bevor die Wir- 
kungen der Rechtsidee über nationale Gebietsgränzen hinaus getragen werden 
können. Das internationale Recht bedeutet daher die letzte und späteste Ge- 
staltung der Rechtsverhältnisse, welcher die Ausbildung haltbarer Fundamente 
des Privat-, Straf= und Staatsrechts vorangegangen sein muß. Lange Zeit 
hindurch ward dies verkannt. Grotius selbst hatte das praktische Völkerrecht 
Gus gentium voluntarium) bestimmt als dasjenige, quod gentium omnium 
aut multarum voluntate vim obligandi accepit, also bei allen Völkern ein 
gewisses Maß von Rechtscultur fingirt, im Verhältniß wozu es richtiger er- 
schien, wenn die Griechen zu ihrer Zeit eine Kluft zwischen Cultur und Bar- 
barei annahmen. 1) 
In Wirklichkeit ergiebt sich, daß der Bestand irgend einer Art des Völker- 
rechts unter barbarischen Stämmen in ihren wechselseitigen Berührungen eben- 
so wenig möglich ist, wie zwischen ihnen und den Verkehr pflegenden Cultur- 
staaten der Erde. Cultur und Barbarei negiren die rechtliche Bedeutung ihres 
Bestandes wechselseitig. 
An der Möglichkeit völkerrechtlicher Verkehrsnormen gebricht es auch da, 
wo gewisse Staaten, ohne von den Vorschriften eines sittlich rechtlichen Be- 
wußtseins geleitet zu werden, nur den Thatsachen und dem Zwange überlegener 
Kräfte auf Seiten fremder Regierungen nachgebend, sich auswärtigen Verkehr 
widerwillig gefallen lassen (sog. halbcivilisirte Staaten). Das Völker- 
recht ist somit das frei gewollte und anerkannte Genossenschaftsrecht solcher 
Staaten, die den Verkehr mit anderen Staaten nicht blos als zwingende 
Nothwendigkeit einer ihnen überlegenen Macht widerwillig dulden, sondern 
aus fittlich rechtlichem Interesse üben und als eine Forderung ihrer Culturbe- 
dürfnisse begreifen, somit als Bestandtheil einer allgemeinen, sie verpflichten- 
der Ordnung anerkennen (civilisirte Staaten). Daß der Bildungsgrad 
dieser in rechtlicher Verkehrsgemeinschaft stehenden Völker überall ein völlig
	        

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