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Handbuch des Völkerrechts Erster Band. (1)

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Bibliographic data

fullscreen: Handbuch des Völkerrechts Erster Band. (1)

Multivolume work

Persistent identifier:
handbuch_voelkerrecht
Title:
Handbuch des Völkerrechts.
Document type:
Multivolume work
DDC Group:
Recht
Copyright:
Ewiger Bund

Volume

Persistent identifier:
handbuch_voelkerrecht_band_1
Title:
Handbuch des Völkerrechts Erster Band.
Editor:
von Holtzendorff, Franz
Volume count:
1
Place of publication:
Berlin
Publisher:
Carl Gabel
Document type:
Volume
Collection:
deutschesreich
Publication year:
1885
Scope:
537
DDC Group:
Recht
Copyright:
Ewiger Bund
Language:
German

Contents

Table of contents

  • Handbuch des Völkerrechts.
  • Handbuch des Völkerrechts Erster Band. (1)

Full text

230 Geschichtl. Entwickelung d. internat. Rechts= u. Staatsbeziehungen rc. 
im Bezirke königlicher Machtgebote, wo es darauf ankam, die Fülle der Allein- 
herrschaft in Prachtbauten zu feiern. 
Diesen engeren Bannkreis durchbrach die Hellenische Kunst, ohne darum 
ihren ursprünglich in den religiösen Volksüberlieferungen gelegenen Boden je- 
mals völlig zu verlassen. Die Mannigfaltigkeit ihrer Hervorbringungen verhält 
sich zu der großartigen Massenhaftigkeit und zur Einförmigkeit Orientalischer 
Bildungen wie die unerschöpfliche Fülle Griechischer Staatsformen zu der in 
die Höhe oder Breite strebenden Aufthürmung Orientalischer Monarchien. Nach 
der Empfindung des Okientalen stand die Heiligkeit der Götter und Fürsten 
höher als die ihnen gegebenen Sinnbilder der plastischen Kunst, der die letzten 
und tiefsten Geheimnisse der Gottheit unerreichbar blieben, woraus sich ergab, 
daß man entweder, wie die Israeliten und nachmals die Araber, in der Errichtung 
wirklicher Bilder des einheitlich vorgestellten Wesens einen ihren Begriff ver- 
kleinernden Act erblickte oder, wie Assyrer, Phönicier und Aegupter, zu den 
Mißgestaltungen phantastischer Schöpfungen verleitet ward, in denen thier- 
köpfige Ungeheuer, Mischungen und Mißgestaltungen verschiedener Organismen 
in Sphinggen und Minotauren der menschlichen Furcht vor den geheimniß- 
vollen Mächten der Zerstörung zur sichtbaren Darstellung verhalfen. 
Anders der Hellene. Ihm stand der Tempel und das in Erz oder 
Marmor geschaffene Abbild des Gottes wenn nicht höher, so doch innerlich 
weitaus näher als die Ergründung oder Symbolisirung unfaßbarer Vorstel- 
lungen. Seine Kunst bewegte sich ebenso frei auf den Bahnen menschlicher 
Einbildungskraft, wie seine Politik in der Richtung freier Zweckmäßigkeits- 
verhältnisse. So wurde ihm das Göttliche zur übermenschlichen Schönheit, 
deren Maßstab jedoch die Gesetze der künstlerischen Wahrheit niemals verletzen 
durfte. Die den Nationalgeist in seinen Tiefen bewegende Dichtung des Homer 
war diesen Kunstschöpfungen vorbereitend als Herold vorausgeeilt und hatte 
Göttliches und Mencchliches einander angenähert. Indem die uralte Sage 
Menschen und Götter in der Ueberlieferung des Tantalus und Pelops zu einer 
wirklichen Verkehrsgemeinschaft verwoben und jenen Vorstellungskreis scheuer 
Gottesfurcht verlassen hatte, der nach der Denkweise der Israeliten den An- 
blick und das finnliche Schauen Gottes tödtend wirken ließ, war jenes künst- 
lerisch einzigartige Geschlecht der Heroen entstanden, in welchem auch die sichtbar 
gedachten Vorbilder derjenigen Gestalten entdeckt wurden, in welche die Gott- 
heit sich gehüllt haben sollte, als sie noch unter solchen Menschen weilte, die 
ihres Umganges würdig gewesen waren. 
Architectur und Sculptur der Griechen entsprangen indessen keineswegs 
der Alleinherrschaft rein religiöser Vorstellungen. Wäre das religiöse Gefühl 
so mächtig gewesen, so hätten sie sich mit der Gottesverehrung in Hainen und 
auf den Bergeshöhen, an Quellen oder an Meeresufern begnügen können. 
Tempelbauten hatten schon deswegen eine weitere, Über den Cultus hinaus- 
reichende Bedeutung, weil sie gleichzeitig an großen Festen zur Vereinigung 
des Volkes dienten. Die gleichzeitige nationale und politische Bedeutung reli-
	        

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