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Deutsches Wörterbuch. Erster Band A-G. (1)

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Bibliographic data

fullscreen: Deutsches Wörterbuch. Erster Band A-G. (1)

Multivolume work

Persistent identifier:
heyne_deutsches_woerterbuch
Title:
Deutsches Wörterbuch.
Document type:
Multivolume work
Collection:
deutschesreich
DDC Group:
Sprache
Copyright:
Ewiger Bund

Volume

Persistent identifier:
heyne_deutsches_woerterbuch_1_1890
Title:
Deutsches Wörterbuch. Erster Band A-G.
Author:
Heyne, Moriz
Volume count:
1
Place of publication:
Leipzig
Publisher:
S. Hirzel
Document type:
Volume
Collection:
deutschesreich
Publication year:
1890
DDC Group:
Sprache
Copyright:
Ewiger Bund
Language:
German

Contents

Table of contents

  • Deutsches Wörterbuch.
  • Deutsches Wörterbuch. Erster Band A-G. (1)

Full text

43 abstehlen — abstopsen. 
standen? Lessing 4, 263. 4) von da in neuerer Spr. 
trans. etwas abstehen, abtreten: der landphysikus, der 
ihm den balben palast abstand JPaul uns. Loge. 
5) intrans. früher mit dem töde abesten, sterben; jetzt 
noch eingehen, von Fischen, Pflanzen, schal werden von 
Getränken; abgestandenes wasser, bier, schales. 6) stehend 
vollbringen: so batten sie ihre postenstunden abge- 
standen Immermann Münchh. 1, 22. 7) stehend be- 
schädigen, vernichten, sich die beine. — abstehlen, steh- 
lend entfremden, einem etwas, vorzüglich in der Redens- 
art dem lieben gott die zeit, die tage abstehlen; früher 
auch sich abstehlen, heimlich entsernen: allda sich meine 
zween diener abstohlen Simpl. 3, 67. 
Absteigen, hernieder steigen, vom pforde, vom wagen; 
steig ab ins loch! Schiller Räub. 4, 5; bei jemand 
absteigen, als Reisender, er ist im gasthause zum hirsch 
abgestiegen. Unsinnlich: Richtung niederwärts nehmen, 
eine absteigende linie, auch bildlich in Bezug auf Ver- 
sall, seine verhältnisse bewegen sich in absteigender 
linie. — obstellen, 1) stellend wegthun, eine schussel; 
stellend sondern, den tisch von der wand; stellend auf- 
hören lassen, wasser, muhle; miszbrünche; das jagen 
obstellen (Goethe Egm. 1, 2), bestellen daß es unter- 
bleibe. 2) oberdeutsch, jetzt allgemeiner werdend, intranf., 
als Ziel; Entscheidung stellen, auf etwas: es soll auf 
eine untersuchung abgestellt werden. — Abstellung, k. 
Abstellen, Aufhörenlassen, einer muhle; auf abstellung 
einer verhultnismäszig kostspieligen institution binzu- 
wirken Bismarck Reden 4, 313. — absteppen, mit 
Steppnaht abnähen, einen rock, ein kleid. — absterben, 
1) sterbend scheiden, versterben, mhd. abe sterben; der 
schmerz uber das zeitige absterben des braven mannes 
Goethe W. Meister 5, 1; einem oder etwas absterben 
für etwas wie gestorben sein: der welt ganz abzusterben 
Zesen Rosam. 37. 2) sterbend verschwinden, mit dem 
Begriffe der Allmählichkeit, vom Aussterben eines Ge- 
schlechts: ihm starben brüder, freund und weib und 
kinder ab Gotter; von Freundschaften: man schlieszt 
in unsern jabren keine neuen verbindungen mehr die 
uns die absterbenden ersctren könnten Bismarck Bries 
1861; von Körpern und Körperteilen: wie ein gewal- 
tiger körper von auszen gegen das herz abstirbt Goethe 
6, 237; absterbende pflanzen; unsre östlichen provin- 
zen als ein absterbendes glied zu betrachten Bis marck 
Reden 3, 78; im Part. abgestorben: vom abgestorbnen 
baum das rothe laub Geibel 8, 4; du abgestorbener 
weltmann Goethe W. Meister 3, 11; das abgestorbene 
zu beleben und das stockende in umtrieb zu versetzen 
Wanderj. 2, 4; einc abgestorbene sprache, tote. 
Abstich, m. das Abstechen, namentlich nach 1: abstich 
des räbens, torfes; nach 5: abstich eines gemäaldes; 
nach 6: die abstiche sind durch den allgemeinen schatten 
zur genuge gedimpft Möser verm. Schr. 1, 105; einen 
abstich machen gegen etwas (Schiller, Tiech, mit 
etwas (Wieland, JPaul)z; in grellem abstich Lenan 
318. — Abstieben, wie Staub wegfliegen: weit stohen 
schild und helm von ihr ab Bürger 277b5. — abstim- 
men, 1) stimmend vergleichen oder mit anderm passend 
machen, abgestimmte glocken. 2) abweichend stimmen, 
Meinung haben, er stimmct in viclen dingen von ihm 
ab Stieler; ein beistimmendes oder abstimmendes 
gesprüch Goethe. 3) in neuerer Spr., alle Stimmen 
über ctwas sammeln, zu Ende stimmen, uber etwas. — 
Abstimmung, k., nach 1: der glocken; nach 2: abstim- 
mung dissenss Stieler; ich werde meinc beistim- 
mung zu dem was schon gesagt ist, geben 
15, 38; nach 3: dasz ich mich der abstimmung ent- 
halte Preußen i. B. 1, 12. 
Abstopien, in der Heerspr., das Feuer der Mehr- 
loder einstellen: (er) beobachtet die wirkung des feuers 
und stopft es bach erfordern ab Schießvorschr. 106. — 
meinc, 
abstimmung aber kurz und positiv ausdrucken Goethe; 
44 
abstoßen, stoßend entsernen, nach verschiedenen Bedeu- 
tungen von stoszen; den kalk von der wand; eine 
kante vom brett (mit dem Hobel); das schiff vom lande:; 
die hörner (anch bildlich: er musz sich erst die hörner 
abstoszen, sein wildes Treiben aufgeben); läümmer ab- 
stoszen, vom Euter des Mutterschafs; einem den hals, 
das herz, früher vom Henker beim Hängen und Rädern; 
auch: wer nicht alt will werden, stosz den hals jung 
am galgen ab Fischart Garg.; uncigentlich: das stöszt 
mir das herz ab, macht tödlichen Kummer; die thrünen 
stoszen dir das herz ab Iffland Herbsttag 4,2; der 
baum stöszrt die welken blätter ab; bildlich: schul- 
den, verbindlichkeiten abstoszen; meuschen ziehen sich 
an oder stoszen sich ab; ohne kälte und abstoszende 
strenge Goethe 17, 130; sein benchmen ist wenigstens 
nicht abstoszend Freytag Soll 1, 28; abstoszendes 
gesicht 182; in der Musik noten abstoszen, kurz und 
nicht gehalten abspielen. Ohne Obj.: von dannen stieszen 
wir ab Ap. Gesch. 27, 4, zu Schiffe fahrend. Bei Bienen- 
züchtern abstoszen, einen Bienenschwarm vernichten. — 
abstrafen, völlig, abschließend strafen: den frevler abzu- 
strafen Wieland Ob. 1, 50; ein mord ist, eh drei 
stunden hingeronnen, Lgerichtet, abgestraft Uhland 
Fortun. — Abstreich, m. Mindergebot: und kams im 
abstreich herab auf drei bazen Schiller Räub. 1, 2.— 
abstreichen, 1) intranf. streichend nieder= oder davon- 
gelen, Jägerausdruck vom Federwild. 2) tranf. in An- 
lehnung daran das feld abstreichen, beim Lerchensang, 
auch vom beutesuchenden Raubvogel. 3) streichend ent- 
fernen, korn vom scheffel, schaum vom bier. 4) bildlich 
(vgl. abstreich): entfernen, mindern, zunächst als Weg- 
streichen mit der Feder gedacht, einem ctwas von der 
forderung; in dem tranerspiele, was eben nicht gehen 
wolle noch könne, abzustreichen Goethe W. Meister 
5, 4. — abstreifen, 1) streifend entfernen, schon ahd. von 
einer Schlange, streifet die hüd abo; dem baum das 
laub (Dan. 4, 11), dem fuchs den balg; handschuhe, 
strümpfe; abgestreifter haber Steinbach; wenn die 
bluten abgestreift, ist nicht gleich die frucht gereift 
an dem baum im garten Geibel 2, 127; bildlich: nach- 
dem von ihrem reiz genusz und zeit die bluthe ub- 
gestreift Wieland Hann u. Gulpenheh; spaziergang . 
auf dem ich den aktenstaub des tages abgestreitt habe 
Bismarck Brief 1851; ausgaben und einnahmen mus- 
sen stimmen . durch das allerrucksichtsloseste ab- 
streifen aller derjenigen ausgaben, welche die einnahmen 
überschreiten Reden 4,281. 2) intrans. seitwärts streifen, 
erst in neuerer Spr. (noch nicht bei Adelung), die kugel 
streitte seit wärts ab; ein theil der bande streifte von den 
übrigen, vom wege ab Campe. — abstreiten, 1) strei- 
tend ableugnen, einem ctwas; dem schauspieler seinen 
anspruch darauf abzustreiten Schiller 10, 84. 2) strei- 
tend abgewinnen, schon md., daz si dĩ vestin in dem zil 
abstrittin den Nattangin Jeroschin 13287; ein kind 
sucht kindern oft den apfel abzustreiten Hagedorn. — 
Absteich, m. was man abstreicht; was beim Silberabtrei- 
ben oben schwimmt und mit einem Holze als unnütz 
entfernt wird; Mindergebot, wie abstreich (s. d.); beim 
Schreiben, Strich herunterwärts, Gegenfatz zu aufstrich. 
Abstufen, in Stufen abhauen oder sondern, im Berg- 
bau Erz stusenweife gewinnen; thal, dessen wenige 
flüchen . . in terrassen abgestuft sind Goetbe 30, 148; 
bildlich: seine gunstbezengungen abstufen; wohlabge- 
stuftes hell und dunkel Goethe 48, 172; refl. der 
garten stuft sich nach dem flusse hin ab. — Abstusung, t. 
Sonderung nach Stufen, vielsach bildlich: die sämmt- 
liche burgerschaft nach ihren verschiedenen graden, 
abstufungen und quartieren Goethe 24, 299. — ab- 
stumpsen, völlig stumpf machen, tranf. eine spitze, 
schneide, nadel, schwert, scharfe kunte u. a.; über- 
tragen auf Gesicht, Empfindung und deren Außerung: 
vergebens stumpft er sich dic augen ab, ein fahr- 
abstoßen — abstumpsen.
	        

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