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Deutschland und der Weltkrieg.

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Bibliographic data

fullscreen: Deutschland und der Weltkrieg.

Monograph

Persistent identifier:
hintze_weltkrieg_1915
Title:
Deutschland und der Weltkrieg.
Place of publication:
Leipzig, Berlin
Publisher:
B. G. Teubner
Document type:
Monograph
Collection:
deutschesreich
Publication year:
1915
DDC Group:
Politik
Copyright:
Ewiger Bund
Language:
German

Chapter

Title:
I. Deutschlands Stellung in der Welt.
Document type:
Monograph
Structure type:
Chapter

Chapter

Title:
Deutschland und das Weltstaatensystem.
Document type:
Monograph
Structure type:
Chapter

Chapter

Title:
1. Deutschlands historisch-politischer Aufbau.
Document type:
Monograph
Structure type:
Chapter

Contents

Table of contents

  • Deutschland und der Weltkrieg.
  • Title page
  • Rechtlicher Hinweis.
  • Vorwort.
  • Inhaltsübersicht.
  • I. Deutschlands Stellung in der Welt.
  • Deutschland und das Weltstaatensystem.
  • 1. Deutschlands historisch-politischer Aufbau.
  • 2. Charakter der deutschen Weltpolitik gegenüber dem Imperialismus unserer Gegner.
  • 3. Deutschlands auswärtige Beziehungen seit 1871.
  • Der Geist der deutschen Kultur.
  • Deutschlands Stellung in der Weltwirtschaft.
  • Die deutsche Kolonialpolitik.
  • Das deutsche militärische System, verglichen mit dem französischen, englischen und russischen.
  • Die deutschen Institutionen und der Geist des öffentlichen Lebens.
  • II. Deutschlands Bundesgenossen.
  • Österreich-Ungarn.
  • Die Türkei.
  • III. Die Machtpolitik unserer Gegner.
  • Die Machtpolitik Englands.
  • Die Machtpolitik Frankreichs.
  • Belgien und die großen Mächte.
  • Rußland und der Panslawismus.
  • Die Rolle Serbiens.
  • Die Großmächte in Ostasien.
  • IV. Vorgeschichte und Ausbruch des Weltkrieges.
  • Die Vorgeschichte des Krieges.
  • Der Ausbruch des Krieges.
  • Anhang: Die Neutralität Belgiens.
  • V. der Geist des Krieges.
  • Krieg und Menschlichkeit.
  • Kultur, Machtpolitik und Militarismus.
  • Der Krieg und das Völkerrecht.
  • Der Sinn des Krieges.
  • Werbung über Schriften des Verlags B.G. Teubner in Leipzig und Berlin.

Full text

  
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gelungen ist, beweist die Tatsache, daß unsere Auswanderung seit den 
achtziger Jahren beständig herabgegangen ist und 1913 nur noch 25 800 
Köpfe betrug; d.h. weniger als die Einwanderung. Oie fortschreitende 
Erweiterung des Nahrungsspielraums für unsere wachsende Bevölke- 
rung wird nicht bloß durch die Industrie, sondern auch durch die Land- 
wirtschaft ermöglicht. Micht der Gegensatz, sondern die Vereinigung von 
Industric und Landwirtschaft charakterisiert das deutsche Wirtschafts- 
leben; aber es liegt in der Matur der Sache, daß Fortschritt und Betrieb- 
samkeit sich auf dem industriellen Gebiet am eindrucksvollsten bemerkbar 
machen. Auch in dieser Beziehung tritt der immer noch jugendstarke, 
wenn auch männlich-reise Zug des deutschen Volkslebens deutlich her- 
vor. Frankreich hat den Höhepunkt seiner industriellen Entwicklung 
längst hinter sich: es ist die tppische Rentnernation geworden, die sich 
gleichsam vom Geschäft zurückgezogen hat und von ihren Ersparnissen 
lebt. Rußland steht auch in dieser Hinsicht noch in jugendlicher Un- 
fertigkeit da. England schien vor einigen Jahren im Begriff, cbenfalls 
den Abergang zum Nentnerstaat zu vollziehen. Wir sind im Aufsteigen; 
wir sind auch wirtschaftlich im Begriff, eine Weltmacht zu werden.) 
2. Charakter der deutschen Weltpolitik gegenüber dem 
Imperialismus unserer Gegner. 
Als das Oeutsche Reich begründet wurde, war noch Europa die po- 
litische Welt, auf die der Blick seiner Leiter sich im wesentlichen be- 
schränkte: es wurde ein Glied des europäischen Staatensystems; es trat 
an dic Stelle, die bisher Preußen unter den großen Mächten einge- 
nommen hatte. Es war keine Rede davon, daß mit der Wieder- 
herstellung des Kaisertums irgend etwas von den alten Gedanken des 
früheren Imperialismus wieder erweckt werden sollte. Vielmehr ist das 
neuc Reich geradezu in bewußtem Gegensatz zu dieser mittelalterlichen 
Idee geschaffen worden. Das deutsche Volk und seine Führer hatten aus 
der Geschichte von tansend Jahren gelernt. Sie wußten, daß einc auf 
Woltherrschaft gerichtete Politik das Bolk, das deren Träger ist, leicht 
zu Entartung und Mißbildung führt, wirtschaftlich wic politisch. Das 
Dentsche Reich wollte nichts sein als einc gleichberechtigte Macht neben 
den anderen großen Mächten in der Welt. Wenn cs zcitweisc ein über- 
ragendes Ansehen unter den europäischen Alächten genossen hat, so war 
das cinc selbstverständliche Nachwirkung des starken moralisch-politischen 
2a) Vgl. den folgenden Aufsatz von Schumacher über Deutschlands Stellung 
in der Weltwirtschaft.
	        

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