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Kriegführung und Politik.

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Bibliographic data

Full text: Kriegführung und Politik.

Monograph

Persistent identifier:
ludendorff_kriegfuehrung_politik_1922
Title:
Kriegführung und Politik.
Place of publication:
Berlin
Publisher:
E. G. Miller & Sohn
Document type:
Monograph
Collection:
deutschesreich
Publication year:
1922
DDC Group:
Politik
Copyright:
Ewiger Bund
Language:
German

Full text

70 III. Die Vorkriegszeit und der Kriegsbeginn unter der Ersten O. H. L. 
—.— 
leicht gewonnen und so viel Kräfte gespart haben, daß eine Nieder- 
lage der k. u. k. Armee in Galizien zu verhindern gewesen wäre. 
Dieser Vorschlag ist gekünstelt. Kannten wir denn vor Kriegsbeginn 
die volle und so glänzende Wirkung unserer U-Boote? Und wie 
sollten wir Kräfte sparen? Die Schwäche, die Graf v. Schlieffen 
unserem linken Flügel gab und die er auch 1914 im Laufe der 
Operation wieder erhalten mußte, war doch so beträchtlich, daß sie 
nur durch einen entscheidenden Sieg des rechten Flügels aus- 
geglichen werden konnte. Verzichtete man aber auf diesen freiwillig, 
indem der rechte Flügel an der Somme angehalten wurde, so mußte 
der linke Flügel stark bleiben oder mehr verstärkt werden. Wir 
hätten auch nicht einen Mann gespart. Wir mußten beim Vor- 
marsch in die Linie Abbeville—Verdun mit einem Kampf gegen die 
gesamte französische und englische Armee rechnen. Schließlich hätten 
die Verhältnisse hier, strategisch, zu einer ähnlichen, wenn auch nicht 
so schwierigen Lage geführt, wie bei einer verteidigungsweisen 
Kriegführung an den Grenzen des Reiches. 
So, wie die Verhältnisse nun einmal lagen, mußten wir im 
Westen mit möglichst starken Kräften angreifen und die Entscheidung 
suchen, gegen Rußland uns mit möglichst schwachen Kräften ver- 
teidigen. Ahnlich handelte Friedrich der Große im Jahre 1757. 
Allerdings ließ er in Ostpreußen zu starke Kräfte zurück. Auch wir 
handelten nicht sachgemäß, als wir den Angriff des k. u. k. Heeres 
im Osten zuließen. 
Gewiß stellt der Angriff 1914 im Westen neben der Verteidi- 
gung im Osten eine kühne Tat von seltener Verantwortungsfreudig- 
keit dar. Die Kriegsührung mußte bei der Vernachlässigung unserer 
Wehrkraft gegenüber den Anstrengungen Rußlands und Frank- 
reichs auf diesem Gebiete so Schweres auf sich nehmen und schon 
die Entscheidung im Westen mit einer Unterlegenheit erstreben. Sie 
konnte einen gewissen Ausgleich durch überlegene Führung, durch 
bessere Ausbildung und Schulung finden. 
Der Aufmarsch, den Graf v. Schlieffen nach vielen eingehenden 
Untersuchungen entworfen und den Mobilmachungsvorbereitungen 
zugrunde gelegt hat, nachdem bei ihm kein Zweifel mehr über die
	        

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