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Tagebuchblätter. Zweiter Band. (2)

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Bibliographic data

fullscreen: Tagebuchblätter. Zweiter Band. (2)

Multivolume work

Persistent identifier:
holtzendorff_materialien_verfassung_1873
Title:
Materialien der Deutschen Reichs-Verfassung.
Editor:
Holtzendorff, Franz
Bezold, Carl
Place of publication:
Berlin
Document type:
Multivolume work
Collection:
deutschesreich
DDC Group:
Recht
Copyright:
Ewiger Bund

Volume

Persistent identifier:
holtzendorff_materialien_verfassung_1873_III
Title:
Materialien der Deutschen Reichs-Verfassung. Band III
Author:
Holtzendorff
Volume count:
3
Place of publication:
Berlin
Publisher:
C. G. Lüderitz'sche Verlagsbuchhandlung Carl Habel
Document type:
Volume
Collection:
deutschesreich
Publication year:
1873
DDC Group:
Recht
Copyright:
Ewiger Bund
Language:
German

Chapter

Title:
Verhandlungen der süddeutschen Landtage über die Genehmigung der Beitritts-Verträge.
Document type:
Multivolume work
Structure type:
Chapter

Chapter

Title:
III. Verhandlungen des würtembergischen Landtags.
Document type:
Multivolume work
Structure type:
Chapter

Chapter

Title:
A. Kammer der Abgeordneten.
Document type:
Multivolume work
Structure type:
Chapter

Chapter

Title:
4. Sitzung vom 22. Dezember 1870.
Document type:
Multivolume work
Structure type:
Chapter

Chapter

Title:
Kommissionsbericht Hölder.
Document type:
Multivolume work
Structure type:
Chapter

Contents

Table of contents

  • Tagebuchblätter.
  • Tagebuchblätter. Zweiter Band. (2)
  • Cover
  • Title page
  • Inhaltsverzeichnis zum zweiten Bande.
  • Sechzehntes Kapitel. Während der ersten Wochen des Bombardements.
  • Siebzehntes Kapitel. Die letzten Wochen vor der Kapitulation von Paris.
  • Achtzehntes Kapitel. Während der Verhandlungen über die Kapitulation von Paris.
  • Neunzehntes Kapitel. Von Gambettas Rücktritt bis zum Abschluß der Friedenspräliminarien.
  • Zwanzigstes Kapitel. Wilhelmstraße sechsundsiebzig - Bildsäulen und Büsten - Bucher und Abeken.
  • Einundzwanzigstes Kapitel. Von unsrer Rückkehr aus dem Kriege bis zum vorläufigen Aufhören meines persönlichen Verkehrs mit dem Kanzler - Blicke in die diplomatische Welt - Aufträge für die Presse.
  • Zweiundzwanzigstes Kapitel. Die letzten zwanzig Monate im Auswärtigen Amte - Aus Ein- und Ausgängen.
  • Dreiundzwanzigstes Kapitel. Der Arnimsche Handel - Besuch beim Fürsten in Berlin. Die "Friktionsartikel" der Grenzboten.
  • Vierundzwanzigstes Kapitel. In Varzin.
  • Fünfundzwanzigstes Kapitel. Schönhausen und Friedrichsruh.
  • Sechsundzwanzigstes Kapitel. Aus den Jahren 1878, 1879 und 1880.

Full text

11. Mai 1880 Sechsundzwanzigstes Kapitel 595 
sein, fern von Menschen. Dann kam er darauf, daß seine Wirt— 
schaft ihm viel Geld koste. Ein Nachfolger könne nicht auskommen, 
wenn man ihm nicht auch mit Dotationen unter die Arme griffe, 
denn sein Gehalt als Reichskanzler genüge nicht. 
Ich bemerkte, ich wäre immer der Ansicht gewesen, er habe 
bloß als preußischer Minister Gehalt. 
„Umgekehrt — sagte er —, ich bekomme als Reichskanzler acht- 
zehntausend Thaler, als Ministerpräsident und Minister des Aus- 
wärtigen nichts, und ich brauche jetzt jährlich sechzigtausend Thaler. 
Ich gebe allein in diesem Hause zweitausend mehr für Beleuchtung 
aus. Es ist unpraktisch gebaut, voll lauter dunkler Gänge und 
Hintertreppen, und nur die Diensträume unten habe ich nicht selbst 
zu beleuchten. Die Mietsteuer haben sie mir auch erhöht, die Wohnung 
ist zu fünftausend Thalern veranschlagt, was ich unbillig finde, ob- 
wohl sie besser ist als die drüben, deren Dürftigkeit Sie ja kennen." 
Ich erwiderte darauf noch einiges, worauf wir uns erhoben. 
Sein Hund, der anfangs mißwollende Absichten auf meinen Rock 
oder meine Gurgel verraten, sich aber auf ein „Leg dich!“ seines 
Herrn beruhigt hatte und in den Raum unter der Platte des Schreib- 
tisches gekrochen war, wo er mir die Schnauze zwischen die Kniee 
legte, stand gleichfalls auf. Er befahl ihm, auf das Sofa zu springen, 
von wo er mit einem Holzscheit zurückkam. Der Fürst nahm es 
und warf es in eine Nische neben einem der beiden Fenster, wohin 
das Tier nachsprang. Es soll ein tückisches Tier sein, das schon 
mehreren im Hause wohlbekannten Leuten, z. B. Kanzleidienern, die 
Kleider zerrissen oder sie blutig gebissen und sich dadurch Prügel 
mit der auf dem Tische liegenden schweren Lederkarbatsche zugezogen 
haben soll, ohne daß es in sich gegangen wäre und sich auf höf- 
lichere Manieren besonnen hätte. Mir schien es gewogen, und ich 
hatte mich auch später seines Wohlwollens zu rühmen. 
Druck von Carl Marquart in Leipzig
	        

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