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Sächsische Volkskunde.

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Bibliographic data

fullscreen: Sächsische Volkskunde.

Multivolume work

Persistent identifier:
holtzendorff_rechtswissenschaft
Title:
Enzyklopädie der Rechtswissenschaft in systematischer Bearbeitung.
Editor:
Holtzendorff, Franz von
Kohler, Josef
Place of publication:
Berlin
Document type:
Multivolume work
Collection:
sammelbaende
DDC Group:
Recht
Copyright:
Ewiger Bund
Language:
German

Volume

Persistent identifier:
holtzendorff_rechtswissenschaft_band_1
Title:
Enzyklopädie der Rechtswissenschaft in systematischer Bearbeitung. Erster Band.
Author:
Kohler, Josef
Brunner, Heinrich
Gierke, Otto von
Lenel, Otto
Rabel, Ernst
Volume count:
1
Publisher:
J. Guttentag
Document type:
Volume
Collection:
deutschesreich
Publication year:
1915
Edition title:
Siebente, der Neubearbeitung zweite Auflage.
Scope:
563 Seiten
DDC Group:
Recht
Copyright:
Ewiger Bund
Language:
German

Index

Title:
Sachregister.
Document type:
Multivolume work
Structure type:
Index

Contents

Table of contents

  • Sächsische Volkskunde.
  • Cover
  • Prepage
  • Title page
  • Imprint
  • Preface
  • Inhaltsverzeichnis.
  • I. Die Grundlagen des Volkslebens.
  • 1. Das sächsische Land.
  • 2. Sachsens Vorgeschichtliche Zeit.
  • 3. Die germanischen Bewohner Sachsens vor der Slawenzeit.
  • 4. Verlauf und Formen der Besiedelung des Landes.
  • 5. Die Anfänge des sächsischen Städtewesens.
  • II. Die Bevölkerung.
  • 6. Stand und Wachstum.
  • 7. Die Bevölkerungsgliederung.
  • 8. Verbrechen und Selbstmord.
  • Aus dem geistigen Leben des Volkes.
  • 9. Volksdichtung in Sachsen.
  • 10. Die obersächsische Hauptmundart.
  • 11. Sitten und Gebräuche im Kreislauf des Jahres.
  • 12. Aberglaube und Volksmythen.
  • 13. Sprache und Volksdichtung der Wenden.
  • 14. Volkssitte, Brauch und Aberglaube bei den Wenden.
  • IV. Das künstlerische Wollen des Volkes.
  • 15. Die Dorfkirche.
  • 16. Haus und Hof.
  • 17. Die bäuerliche Wohnung.
  • 18. Die bäuerliche Kleinkunst.
  • 19. Die wendische, vogtländische und altenburgische Volkstracht im 18. und 19. Jahrhundert.
  • 20. Die Zukunft der Volkstrachten.
  • Sachregister.
  • Advertising
  • Karte - Das Königreich Sachsen.

Full text

262 Hermann Dunger: Volksdichtung in Sachsen. 
Rosen bewirft und dabei, ohne es zu merken, den im Hintergrund zuschauenden 
verratenen Geliebten trifft — ein feiner, sinniger Zug. Er schreibt der 
Treulosen einen Abschiedsbrief und will aus Verzweiflung in die weite Welt 
gehen. Da trifft er sie noch einmal, wie wir aus den Worten ersehen: 
„Was willst du schon reisen fort? Hast ja noch Zeit!“ Die letzten Verse 
zeigen den verlassenen Burschen in der Fremde, obgleich dies nach der Art 
des Volksliedes nicht ausdrücklich ausgesprochen wird. Müde legt er sich 
nieder auf Heu und auf Moos, da fallen drei Röselein ihm in den Schoß. 
Die Rosen erinnern ihn an das noch immer geliebte Mädchen, das ihn am 
Brunnen bei dem Scherzen mit dem Nebenbuhler mit den Rosen getroffen 
hat. „Und diese drei Röselein sind rosenrot“, das Bild der Geliebten, die 
er trotz ihrer Treulosigkeit doch nicht vergessen kann, tritt von neuem lebhaft 
vor seine Seele, und voll wehmütiger Erinnerung schließt er: „Jetzt weiß ich 
nicht, lebt mein Schatz, oder ist er tot.“ 
Ich glaube, man wird der vogtländischen Fassung unbedingt den Vor- 
zug zugestehen müssen. Erst das Rosenwerfen am Brunnen erklärt uns, 
wie die drei Röselein in der Fremde im Herzen des Burschen die alte Wunde 
wieder aufreißen können. Ubrigens scheint diese Form des Volksliedes sonst 
nicht vorzukommen. In der großen Volksliedersammlung von Erk und Böhme 
(Liederhort I., Nr. 203, S. 610) sind mehrere Texte aus verschiedenen 
Gegenden abgedruckt, aber keiner stimmt mit dem unseren überein. 
Ahnlich verhält es sich mit dem Urbilde von Uhlands berühmtem Liede: 
„Ich hatt' einen Kameraden —." Uhland hatte dabei ein altes Volkslied 
vor Augen, das nach einer Mitteilung Berthold Auerbachs') in Schwaben 
folgendermaßen gesungen wird: 
Ach Bruder, ich bin es geschossen. Ach Bruder, ich kann dir nicht helfen, 
Eine Kugel hat mich getroffen, Helfe dir der liebe Gott! 
Führ mich in mein Quartier, Wir Soldaten, wir müssen's marschieren, 
Daß ich verbunden wür. Marschieren fort und fort. 
Das sind aber nur die zwei ersten Verse eines größeren Liedes, das im 
Erzgebirge gesungen wird (Alf. Müller, Erzgeb. Volkslieder S. 21): 
1. Kamerad, ich bin geschossen, 3. Morgen früh um dle sechste Stunde, 
Eine Kugel, die hat mich getroffen; Da marschieren wir zum schönen Thor 
Schafft mich in ein Quartier, binaus.“ — 
Daß ich nicht verblute hier. Kamerad ich muß verbluten, 
Und du Bösewicht machst dir nichts daraus. 
2. „Kamerad, wir können dir nicht helfsen, 4. Wenn es meine Mutter wüßte, 
Denn es helfe dir der liebe Gott schon selber, Daß ich auf dem Schlachtfeld lieg' 
Denn es helse dir der liebe Gott; Osie würde mich gewiß noch einmal küssen, 
Morgen früh marschieren wir sort. Und mein holdes Liebchen käm zu mir. 
) Vgl. Zeitschrift f. Völkerpsychologie v. J. 1879 S. 84.
	        

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