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deutsches Wörterbuch. Zweiter Band H-O. (2)

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Bibliographic data

fullscreen: deutsches Wörterbuch. Zweiter Band H-O. (2)

Periodical

Persistent identifier:
kbl
Title:
Deutsches Kolonialblatt.
Place of publication:
Berlin
Document type:
Periodical
Collection:
deutschesreich
Publication year:
1890
1921
DDC Group:
Gesetzgebung
Copyright:
Ewiger Bund
Language:
German

Periodical volume

Persistent identifier:
kbl_1893
Title:
Deutsches Kolonialblatt. IV. Jahrgang, 1893.
Volume count:
4
Publisher:
Ernst Siegfried Mittler und Sohn
Document type:
Periodical volume
Collection:
deutschesreich
Publication year:
1893
DDC Group:
Gesetzgebung
Copyright:
Ewiger Bund
Language:
German

law_gazette

Title:
Stück Nummer 1.
Volume count:
1
Document type:
Periodical
Structure type:
law_gazette

Chapter

Title:
Amtlicher Theil.
Document type:
Periodical
Structure type:
Chapter

Chapter

Title:
Gesetze; Verordnungen der Reichsbehörden.
Document type:
Periodical
Structure type:
Chapter

law

Title:
Verordnung über die Führung der Reichsflagge. [Abb. siehe Seite 73:Taf.-I sowie 75:Taf.-II]
Document type:
Periodical
Structure type:
law

Contents

Table of contents

  • Deutsches Wörterbuch.
  • deutsches Wörterbuch. Zweiter Band H-O. (2)

Full text

479 Kriecher — Kriegsfuß. 
6, 301; vor einem kriechen Adelung; dafür dichte- 
risch: kroch er dem pfaffen Roms Voß 3, 30; kriechen- 
des lob, einem kriechende schmeicheleien sagen, kric- 
chende unterwürügkeit zeigen, u. a. — Kriccher, m. der 
da kriecht; verächtlich Demütiger, niedriger Schmeichler; 
Name eines Geräts bei Artilleristen, zur Reinigung des 
Kanonenlaufs, Kratzeisen. — Kriecherei, f. kriechendes, 
verächtlich demütiges Wesen: der mensch (Horaz) selbst 
mit seiner kriecherei ist mir ziemlich zuwider Seume 
Spaz. 1, 39. 
Krieg, m. durch Kampf bethätigte Feindseligkeit; nach 
Ursprung und eigentlicher Bed. dunkles, nur hoch= und 
niederd. Wort, mhd. kriec, mitteld. kric, mnd. krich und 
kriec, mittelniederl. krijgh, kriegh, altercatio, ceertamen, 
riæa, lis, militia, bellum Kilian; ein ahd. kreg per- 
k#nacia wird zweifelnd mit dem Worte zusammengestellt; 
im Mhd. sind die Bed. Anstrengung, Streben, Wettstreit, 
Rechtsstreit, Zwist, Thätlichkeit unter Zweien oder Ein- 
zelnen häufig, wovon im Nhd. noch Manches übrig ist: 
wenn ich rede, so fahen sie krieg an Ps. 120, 7; die 
böses gedenken in jrem herzen, und teglich krieg er- 
regen 140, 3 (andere Lesart in beiden Stellen streit); 
woher kompt streit und krieg unter euch? Jac. 4, 1; 
hliuslicher krieg, diese ehelente leben in fortwährendem 
kriege mit einander; wortkrieg, federkrieg; innerlicher 
krieg unseres willens mit dem verstande Gellert bei 
Adelungz in älterer Rechtsspr. auch = Prozeß, krieg 
rechtens, gerichtlicher krieg Frisch (aus der Clevischen 
Rechtsordnung); die heute gewöhnliche Bed. hat sich 
schon mhd. ergeben: krieg, beke#em, MaDasypodius; 
sõ kumt der herren krieg in allen landen breit 
Minnes. 3, 468h; alexander hat grosze krieg gefürt 
1. Macc. 1, 1; rüstet euch zum krieg wider sie Jer. 
6, 4; es müsse ein krieg komen Micha 3, 5; wenn du 
in einen krieg zeuchst wider deine feinde 5. Mos. 20, 1; 
victorien, die er in den burgerlichen kriegen behauptet 
Simpl. 1, 147; der den Algeriern den krieg macht 
Goethe ital. Reise I; krieg zu lande, zur see, blutiger, 
langer krieg u. s. w.; in formelhaften Verbindungen: 
krieg oder friecen Schiller Br. v. Mess. 324; eine 
welt voll kriegs und truges 368; thut ab krieg und 
kampf Freytag Ahnen 1, 512; der kleine krieg, Streife- 
reien der ausgeschickten Parteien Adelung (vgl. dazu 
unter klein 3); auch in freierem Sinne: im kleinen 
kriege mit den schönsten frauen Goethe Faust 113; 
in anderen, ähnlich freien Wendungen, bei denen die 
Bed. des Wortes dann auch wieder an die ältern mit 
erinnert: der sohn erklärt dem eignen vater krieg 
Körner Rosamunde 3, 3; (Mädchen) dessen goldblondes 
kraushaar . dem perruquier des hauses täglich den 
krieg machte Keller Werke 6, 165; — der krieg als 
Wesen gefaßt: wartet drauszen . der krieg, auf augen- 
blicke nur gebändigt Schiller Br. v. Mess. 320; der krieg 
verschlingt die besten Siegesfest. — Zufammensetzungen: 
Kriegsartikel, m. gewöhnlich Plur., Gesetze für die Sol- 
daten im Kriege. — Kriegsbaukunst, k. Bankunst für 
Kriegsfälle. — Kriegsbedarf, m. Gesamtheit dessen was 
für den Krieg bedurft wird. — kriegsbedürftig, eines 
Krieges bedürfend: als wenn die reichsregierung kriegs- 
bedurftig und blutdurstig wäre Bismarck Reden 8, 80. 
— Kriegsbereitschaft, f. Bereitschaft zum Kriege. — 
Kriegsdienst, m. Dienst im Kriege oder für den Krieg; 
im Plur. kriegsdienste nehmen (vgl. dazu dienst Bd. 1, 
576); wir hatten uns in * *schen Kkriegsdiensten kennen 
lernen Schiller 4, 197.— Kriegserklärung, k. förmliche 
Erklärung des Krieges wider einen Staat Adelung. 
— Kriegsfackel, k. Krieg unter dem Bilde einer Fackel: 
die kricgstackel schleudern Körner Rosamunde 5,3.— 
Kriegsfall, m. Fall, Eintritt eines Krieges. — Kriegs- 
flotte, k. Flotte für den Kriegsdienst. — Kriegesuß, m. 
Maßstab der Ausrüstung für einen Kriegsfall: das heer 
auf den kriegsfusz stellen, bringen; in etwas anderem, 
480 
freierem Sinne: mit jemand auf dem kriegsfusz stehen, 
in feindlichem Verhältnis. — Kriegsgaul, m. Gaul für 
Kriegsdienste, Schlachtroß CF Meyer Jenatsch 20. — 
kriegsgefangen, im Kriege gefangen: die gesamte be- 
satzung war kriegsgefangen; als Subst. die kriegsge- 
fangenen Schiller 3, 583. — Kriegsgericht, n. Gericht 
über soldatische Verbrecher. — Kriegsgeschichte, k. Ge- 
schichte eines Krieges oder aus einem Kriege: kr. schreiben; 
gern krieg-sgeschichten erzählen. — Kriegsgeschrei, n. 
Geschrei, Lärm wie er im Kriege erschallt, Ruf zu den 
Waffen Jer. 49, 2. 50, 22; ein gespräch von krieg und 
kriegsgeschrei Goethe Faust I. — Kriegsgesctz, n. 
Gesetz das im Kriege giltig ist; Kriegsartikel. — Kriegs- 
getümmel, n. Getümmel im Kriege: weil uns . . der 
schwur der rache fort ins wilde kriegsgetümmel treibt 
Hv Kleist Schroffenst. 1, 1. — Kriegsgurgel, m. ein 
Schlucker als Kriegsknecht; verächtliche Bezeichnung eines 
Soldaten, zumal in älterer Spr.: alle kriegsgurgeln in 
ganz Teutschland Simpl. 1, 261. — Kriegshandwerk, n. 
Betreiben des Krieges als Handwerk; auch Gesamtheit 
der Betreibenden Schiller Picc. 1, 2. — Kriegsheer, n. 
Heer für den Krieg. — Kriegsherr, m. Herr eines Krieg 
führenden Heeres; besonders vom Landesherrn: Preuszen 
als der gemeinsame kriegsherr Preußen i. B. 1, 15. — 
Kriegsjahr, u. Jahr in das ein Krieg fällt: die kriegs- 
jahre 1870, 1871.— Kriegskasse, k. Kasse zur Bestreitung 
der Kosten im Felde. — Kriegsknecht, m. gemeiner 
Krieger, Söldner, im 16. Ih. häufig, auch biblisch (Matth. 
8, 9. 27, 27 u. ö.), neuer nur noch in komischer oder 
altertümelnder Rede. — Kriegskunst, f. Kunst Kriege zu 
führen oder im Kriege zu wirken. — Kriegsläufer, m. 
der in den Krieg läuft: die frau eines kriegsläufers, 
wenn er aus dem felde nach langer abwesenheit zurück- 
tkehrte Keller Werke 6, 343. — Kriegsleute, Plur. zu 
kriegsmann Judith 7, 11. Luc. 3, 14. — Kriegslied, n. 
Lied für den Krieg oder im Kriege zu singen. — Kriegs- 
list, k. List um den Feind im Kriege zu täuschen; auch 
in freierem Sinne: um mit ins haus zu kommen, 
brauchte ich eine kleine kriegslist. — Kriegslust, t. 
Lust zum Kriege. — kriegslustig, Kriegslust habend: den 
kriegslustigen offzieren Treitschke 4, 50. — Kriegs- 
macht, k. Macht für den Krieg, Heeresmacht: lie ganze 
kriegsmacht der republik Schiller Fiesko 4, 19; krieg- 
führende Macht, großer Staat. — Kriegsmann, m. Mann 
der Krieg führt oder im Kriege kämpft, Kriegsverstän- 
diger, Krieger: der herr ist der rechte kriegsmann 
2. Mos. 15, 3; hat sich gehalten wie ein wackerer 
kriegsmann Schiller Ränb. 2, 2; Plur. kriegsleute (s.d.), 
vereinzelnd aber kriegsmänner Jos. 5, 6. Jer. 41, 16 u. ö. 
— Kriegsmarsch, m. Marschbewegung für den Krieg 
oder im Kriege Feldd. 88; Marsch, Tonstück zu gleichem 
Zwecke. — Kriegsrat, m. Ratschlag, Beratung in Kriegs- 
sachen; beratende Behörde für Kriegswesen; einzelnes 
Mitglied derselben. — Kriegsrecht, n. im Kriege oder 
für den Krieg geltendes Recht; Inbegriff der Kriegs- 
gesetze; auch — Kriegsgericht: jemanden vor das kriegs- 
recht stellen Adelung. — Kriegsruhm, m. Rubm den 
man im Kriege erwirbt: berauscht von dem kriegsruhme 
der napolconischen adler Treitschke 1, 511.— Kriegs- 
rüstung, k. Rüstung zum Kriege 1. Macc. 6, 20. 31 u. 6.; 
Rüstung eines einzelnen Kriegsmannes. — Kriegsschau- 
latz, m. Gegend wo der Krieg geführt wird. — Kriegs- 
chiff, n. Schiff für den Seekrieg. — Kriegsstaat, m. 
Staat der eine große Kriegsmacht besitzt. — kricgsstark, 
für den Krieg stark: ubungen in kriegsstarken verbänden 
Exerzierregl. 3. — Kriegsstärke, k. Stärke für den Krieg 
oder im Kriege: das heer auf kriegsstürke bringen. — 
Kriegssteuer, k. Steuer für einen Krieg oder in einem 
Kriege. — Kriegstanz, m. der Krieg einem Tanze ver- 
glichen: lasz mich fort zum wilden kriegestanze Schiller 
Näub. 2, 2; auch kriegerischer Tanz, Waffentanz. — 
Kriegsthat, k. That im Kriege: kriegsthaaten, acta belli 
Kriegsganl — Kriegsthat.
	        

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