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deutsches Wörterbuch. Zweiter Band H-O. (2)

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Public Domain Mark 1.0. Weitere Informationen finden Sie hier.

Bibliografische Daten

fullscreen: deutsches Wörterbuch. Zweiter Band H-O. (2)

Zeitschrift

Persistenter Identifier:
kbl
Titel:
Deutsches Kolonialblatt.
Erscheinungsort:
Berlin
Dokumenttyp:
Zeitschrift
Sammlung:
deutschesreich
Erscheinungsjahr:
1890
1921
DDC-Sachgruppe:
Gesetzgebung
Copyright:
Ewiger Bund
Sprache:
Deutsch

Zeitschriftenband

Persistenter Identifier:
kbl_1896
Titel:
Deutsches Kolonialblatt. VII. Jahrgang, 1896.
Bandzählung:
7
Herausgeber:
Ernst Siegfried Mittler und Sohn
Dokumenttyp:
Zeitschriftenband
Sammlung:
deutschesreich
Erscheinungsjahr:
1896
DDC-Sachgruppe:
Gesetzgebung
Copyright:
Ewiger Bund
Sprache:
Deutsch

law_gazette

Titel:
Stück Nummer 19.
Bandzählung:
19
Dokumenttyp:
Zeitschrift
Strukturtyp:
law_gazette

Kapitel

Titel:
Nichtamtlicher Theil.
Dokumenttyp:
Zeitschrift
Strukturtyp:
Kapitel

Kapitel

Titel:
Verkehrs-Nachrichten.
Dokumenttyp:
Zeitschrift
Strukturtyp:
Kapitel

Inhaltsverzeichnis

Inhalt

  • Deutsches Wörterbuch.
  • deutsches Wörterbuch. Zweiter Band H-O. (2)

Volltext

469 
geschwürs: eine solche krebsartige verderbnis Schiller 
2, 361. — Krebsauge, u. Auge des Krebses, auch harter 
Stein im Magen des Krebses gefunden und als Arznei 
gebraucht: ich will gleich einen löffel krebsaugen holen 
lassen Gellert Loos 2, 2. — Krebsbutter, f. mit zer- 
stoßenen Krebsschalen angemachte Butter. — Krebs- 
sang, m. Fang von Krebsen. — Krebsgang, m. Gang 
der Krebse oder wie bei Krebsen; bildlich den krebsgang 
gehen, rückwärts, von Menschen und Dingen, die in 
ihrer Nahrung und Bestand zurückkommen: es geht mit 
ihm den krebsgang; in älterer Spr.: alle mein anfang 
gewinnet ein krebsgang B. d. Liebe 357 d; es gieng alles 
zurück und gewann den krebsgang Albertinus Land- 
störzer 49. — Krebsgeschwür, u. Geschwür das von der 
Krebskrankheit brrräge — Krebsnase, f. Nasenteil des 
Krebses: menschen mit krebsnasen Garg. 26; als Speise, 
die Schale des Vorderkrebses zurechtgemacht: gefüllte 
krebsnasen. — Krebsreuse, f. Reuse zum Krebsfang: 
ein stämmiger greis auf dem kähnlein hub an das 
land krebsreusen Voß Idyll. 13, 105. — Krebs- 
schaden, m. Krebsgeschwür Adelung; bildlich: so lange 
wir diesen krebsschaden unsrer produktion haben Bis- 
marck Reden 10, 123; krebsschaden der polnischen 
zustände Treitschke 2, 122. — Krebsschere, f. das 
scherenartige Greifglied der Krebse; von kalten Händen 
sprichwörtlich, wie krebsscheren. — Krebsschwanz, m. 
Schwanz eines Krebses; krebsschwänze auch als Essen. 
— Krebsstein, m. Krebsange. — Krebssuppe, f. Suppe 
aus zerstoßenen Krebsen. 
Krebsen, Krebse fangen: sie krebsen und fischen, 
nisces et cancros caplkank Steinbach; sprichwörtlich: 
mancher denkt zu fschen und krebst Wieland Sylo. 
1, 8; bildlich, tranf.: centesimi, welche er aus seinem 
ledernen tabaksbeutel krebste Gaudy venez. Nov. 118; 
wie ein Krebs sich bewegen: (er) schwankte und krebste 
rückwärts Keller Werke 6, 304. — krebsig, älter kreb- 
sicht, krebsartig: krebsicht, cancrinus, more caneri 
Stieler; in Bezug auf die Krankheit: krebsichtes ge- 
schwur Adelung; krebsige knoten, knollen. 
Kredenzen, Speise und Trank reichen; spät mhd. 
credenzen, nach dem ital. credenzare (von credenza, 
Glauben), vorversuchen zur Beglaubigung der Unschäd- 
lichkeit, nach der Weise alter Mundschenken; credentzen 
die speisen und fürlegen, glauben machen, das sie gut, 
kein gift, oder sonsten etwas schädlichs darunter seye 
Henisch; die bawren dörfen keines credenzens, sie 
sind frei für gift essen ebd.; in nenerer Spr. ohne 
diesen Nebensinn: sie (die Kellnerin) nimmt sich zum 
kredenzen .. zeit Goethe Bergschloß; dem reiter kre- 
denzt . den ersten. den feurigsten trunk der tod 
Lenau 120. — Kredit, m. Treu und Glauben bei Ver- 
kehr und Vertrag, als Kaufmannswort aus dem franz. 
erédit, ital. crelito übernommen: waaren auf credit 
nehmen, auf eredit zehren Hübner Handlungslex. 522; 
jährlichen, halbjährlichen kredit haben u. s. w.; den 
grundbesitzer kreditlos zu machen Bismarck Reden 
4, 37; in freierem und allgemeinerem Sinne: du wirst 
mir doch meinen kredit bei meinem herrn nicht ver- 
derben wollen? Lessing j. Gel. 2, 3; ein gutes, be- 
quemes wirthshaus .. hatte den ort gleich etwas in 
kredit bei uns gesetzt Seume Spaz. 1, 23. 
Kreide, k. weiße Kalkerde, besonders zum Schreiben 
gebraucht; mhd. kride, eigentlich Erde der Insel Kreta, 
die im Mhd. Kride hieß: creta cride, creide, krcid 
Dief.; reht als ein kride blane Kp Würzburg troj. 
Krieg 9556; wer eim bösen herzen lieder singet das 
ist wie cssig auf der kreiten Spr. Sal. 25, 20; als 
Schminke: die runzeln köntstu nicht bedecken, bättstu 
die falsche kreide nicht Schwieger geharn. Venus 41; 
auch von ähnlichen Erdarten: 2cichnung mit kreide; 
schwarze, rote, grune, gelbe kreide; hier auch ein Plur. 
Kreidearten: zeichnung in mehreren kreiden; in 
Krebsauge — Kreide. 
470 
Redensarten, namentlich von der Kreide hergenommen, 
mit der ein Schenkwirt die Zeche anschrieb: der wirth, 
der ist bezahlt, und keinc kreide malt den namen 
an die kammerthür und hinten dran die schuldgebühr 
Hebel 1, 241; wirte schreiben gern mit doppelter 
kreide; ein . mit zwifacher kreiten zu schreiben ge- 
wohnter bierwirth Simpl. 2, 270; bei einem in die 
kreide gerathen, in die Schuld, auf dic kreide zehren, 
los trinken Adelung: (er) zecht immer auf die kreide 
los Heyse 4, 63; kreide auch = Rechnung: lieszen sich 
die jungen Schwenkfelder den wein . schmecken, bis 
eine rechnung von 5 fl. 16 kr. auf der kreide stand 
Hebel 2, 59; die kreide merken, die Rechnung, den 
Stand der Dinge: ich vermerkte bald die kreide 
Schwieger geharn. Venus 132.— Zusammensetzungen: 
Kreideberg, m. Berg aus Kreide bestehend. — kreide- 
blaß, blaß wie Kreide, kreideweiß. — Kreidefels, m. Fels 
aus Kreide bestehend: dort wo die fernen kreidefelsen 
schimmern Körner Rosam. 5, 1. — Kreidegrund, m. 
bei Malern und Vergoldern Grundierung mit Kreide. — 
Kreideland, n. Land aus Kreideboden bestehend. — 
Kreidestift, m. Zeichenstift aus Kreide hergestellt. — 
Kreidestrich, m. Strich mit Kreide; in Wirtshäusern 
Zeichen der Schuld: ich die kreidestriche an der ver- 
räucherten thür nicht bezahlen? Eichendorff Taugen. 
44. — kreideweiß, weiß wie Kreide: Sie waren dazumal 
ein biszchen dürre, und kreideweisz Weiße kom. Op. 
3, 186; aus den langen leinwanddecken haspelten sich 
kreideweisze figuren mit entsetzlich schwarzen augen 
hervor Gaudy Erz. 99; kreideweisz vor furcht, ent- 
setzen; bei Adelung auch kreidenweisz. — Kreide- 
zeichnung, f. Zeichnung mit Kreide. 
Kreiden, mit Kreide schreiben, zeichnen, etwas an die 
tafel, vgl. ankreiden; mit Kreide bestreichen, den billard-- 
stock; seiltänzer kreiden die schuhe. — kreidicht, kreidig, 
kreidehaltig, voll Kreide, aus Kreide bestehend: kreidicht, 
cretoses Stieler, kreidig Steinbach; ein bohes, 
kreidiges felsstuck Platen Abbass. 7, 200. 
Kreis, m. runde an den Enden zusammenlaufende 
Bahn oder Linie und das von ihr Eingeschlossene. Hoch- 
und niederd. Wort, ahd. chreiz, mhd. kreiz, mud. kreit; 
mit anderm Vocale niederl. krijt eireulus, gyrus, orbis 
Kilian, sonst ohne weitere Beziehungen. Durch Stel- 
lung gebildet: einen kreis schlieszen, bilden, im kreise 
stehen, sitzen; die junger, die umb ju im kreise saszen 
Marc. 3, 34; des volkes kreis Schiller eleuf. Fest; 
neigte tief sich . vor dem kreis der alten Platen 
Abbass. 1, 289 (vorher rings im zirkel saszen. greise); 
die höflingsschar im kreise Uhland 391; den kreis 
der schauenden Heyse 2, 3; bei Gerichts= und Volks- 
versammlungen, Zweikampfe: da wær von minen handen 
in kreige bestanden Gäwän der ellenthafte degen Parz. 
418, 2; Lynz und Lupardus, die wärter des kreises 
Goethe Rein. F. 12; Zauberkreis: er umbreiz sich in 
einem kreiz, und ruosfte den tiuvel dar Ges. Abent. 
2, 554; magisch leise schlingen . der kreis wird eng 
Goethe Faust 1; freier: nach des verhängnisses ge- 
heimen kreisen Lenau 280; — kreisförmiges Gebiet, 
zunächst der Erde, die als Scheibe gedacht wird, erd-, 
weltkreis: uber den ganzen kreis der erden Ap. Gesch. 
11, 28; den kreis des erdboden 17, 31; übertragen auf 
kleinere Gebiete eines Landes: (du sollst) die grenze 
deincs lands .. in drei kreis scheiden 5. Mos. 19, 3; 
bei früherer und jetziger politischer Einteilung: das alte 
deutsche reich war in zehn kreise geteilt; kreis eines 
regierungsbezirks: auch sonst von einem abgegrenzten 
Landstriche, vgl. auch umkreis: alles land was im kreise 
dieser stadt liegt; er gieng umbher in die flecken im 
kreis Marc. 6, 6; im freiesten Sinne auf irgend ein 
ähnlich umschlossen gedachtes Gebiet übertragen: kreis 
einer wirksamkeit, thätigkeit, des denkens, empfindens; 
sich mit seinen gedanken innerhalb eines bestimmten 
307 
Kreideberg — Kreis.
	        

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