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deutsches Wörterbuch. Zweiter Band H-O. (2)

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Bibliographic data

fullscreen: deutsches Wörterbuch. Zweiter Band H-O. (2)

Periodical

Persistent identifier:
kbl
Title:
Deutsches Kolonialblatt.
Place of publication:
Berlin
Document type:
Periodical
Collection:
deutschesreich
Publication year:
1890
1921
DDC Group:
Gesetzgebung
Copyright:
Ewiger Bund
Language:
German

Periodical volume

Persistent identifier:
kbl_1897
Title:
Deutsches Kolonialblatt. VIII. Jahrgang, 1897.
Volume count:
8
Publisher:
Ernst Siegfried Mittler und Sohn
Document type:
Periodical volume
Collection:
deutschesreich
Publication year:
1897
DDC Group:
Gesetzgebung
Copyright:
Ewiger Bund
Language:
German

law_gazette

Title:
Stück Nummer 14.
Volume count:
14
Document type:
Periodical
Structure type:
law_gazette

Chapter

Title:
Nichtamtlicher Theil.
Document type:
Periodical
Structure type:
Chapter

Chapter

Title:
Aus fremden Kolonien.
Document type:
Periodical
Structure type:
Chapter

Contents

Table of contents

  • Deutsches Wörterbuch.
  • deutsches Wörterbuch. Zweiter Band H-O. (2)

Full text

151 Hieb — hier. 
Hieb, m. Handlung des Hauens, Spur und Wunde 
davon; schon im 15. Ih. neben hau, als Neubildung 
nach dem Prät. hieb vorhanden: er het einem 48 stich 
und hieb getan D. Städtechr. 11, 705; allgemein — 
Schlag: musz er (der Kopf) bei mir auf einen hieb 
herunter Gellert 4, 101; die ersten hiebe der keil- 
haue Goethe 56, 175; sprichwörtlich: das ist viel auf 
einen hieb Schiller Räub. 1, 2; — Prügel: der junge 
bekommt hiebe; — Ausdruck der Kämpfer und Fechter: 
auf den hieb auf einen los gehen Steinbach; ein 
hieb sitzt, fehlt; da wir . . auffiengen wie schilder 
die hiebe, die deinem leben galten Schiller Ränub. 
5, 2; „was gibts da?“ teutsche hiebe Fiesko 5, 4; gegen 
hieb und stich Bürger Entführung; bildlich auch hieb 
im Wortgefecht, einem einen hieb, ein paar hiebe ver- 
setzen; bei Jägern hieb der Stoß, den der Eber mit 
seinen Zähnen führt, Schlag eincs Vogels mit spitzem 
Schnabel; — Hiebwunde, Hiebspur: einem einen starken 
hieb an dem kopfe beibringen Steinbach; er hat 
einen hieb über das ganze gesicht; bildlich: er ist mit 
einem leichten hiebe weggekommen, es hat ihm nicht 
sehr geschadet; — Rausch: er hat einen hieb; der von 
einem hochzeitschmause mit einem kleinen hieb sich 
leise heimwärts schlich Wieland Klelia 3, 383; — 
als gewerblicher Ausdruck, beim Landwirt das Hauen 
des Heues und Grummets; im Forstwesen Bezirk wo 
Holz gefällt wird, leerer Waldplatz nach dem Abtreiben 
des Holzes, auch Recht in einem Walde Holz hauen zu 
dürfen; im Bergbau gewisses Recht auf Gewinnung 
von Mineralien; bei Feilenhauern hiebe die schrägen 
Einschnitte einer Feilenfläche. — Zusammensetzungen: 
biebfest, fest gegen Hiebe im Kampfe. — Hiebwaffe, k. 
Waffe für den Hieb. — Hiebwunde, k. von einem Hiebe 
herrührende Wunde. 
Hieber, m. Hiebwaffe, Schläger: hieber, haudegen 
Steinbach; den alten hieber und sein ungeheures 
stichblatt Hauff 10, 153. 
Hier, an diesem Orte; gemeingerm. Wort, goth. 
altnord. altengl. altsächs. hér, ahd. hear, hiar, bier, 
mhd. hier, aber mit der häufigeren gekürzten Neben- 
form bie, die auch im älteren Nhd., namentlich immer 
bei Luther und bis ins 17. Ih. gewöhnlich hervortritt, 
und sich bis in die neuere Spr. vereinzelt hält: es ist 
so schwül und dumpfig bie (: wie) Goethe Faust 1; 
mit Gegensatz da: ich sage nicht, dasz du nicht hie 
und da bescheiden deine feile brauchen solltest Tasso 
5,2; in Zusammenrückungen örtlicher und zeitlicher Bed., 
wie hiebevor, hieher, hlehin, hienach, hienächst, und 
besonders hienieden, welches, bezogen auf die Erde im 
Gegensatz zum Himmel oben, bis jetzt der edlen Spr. 
uneingeschränkt geblieben ist: du suchst, was hienieden 
nicht zu finden ist Goethe Werther 1; hier hat erst 
in neuerer Spr. wieder die Oberherrschaft erlangt. Bed. 
scharf örtlich, auf die nächste Nähe eines Sprechenden 
bezogen, verbunden mit Verben der Ruhe, bleiben, lassen, 
liegen, stehen, weilen u. a.; hier ist die stelle, wo ich 
sterblich bin Schiller Karl. 1,6; durch Zusätze auch 
näher bestimmt: hier herauf kam er; hier zu lande; 
hier unter diesem grunen laube Goethe Faust 1; ein 
Angerufener meldet sich durch hier!; bei Darreichungen: 
hier, nimm!; auch auf eine Stelle der Schrift oder 
Rede gehend: hier steht es; hier stock ich schon 
Goethe Faust I; mit Gegensatz hier und da, dort 
(s. d.); W in diesem Leben, dieser Welt: hier such ichs 
nur, dort werd ichs finden Gellert 2, 229; in älterer 
Spr. hie sein, abstammen: denen die von hirten hie 
seind Aventin 1, 9; in abgeblaßtem Sinne, nur auf 
Lage und Verhältnisse bezogen: es ist hier (bei einem 
Prozesse) etwas zu verdienen Rabener 3, 54; hier 
giebts zu unterscheiden Lessing Nath. 1, 3; zeitlich: die 
stund würe hie, darin Rom zergen solt Aventin 1, 521; 
die nächsten 12 jahre von hier an Gotter 3, XXXIII; 
152 
als Subst.: (es) macht zum hier das schöne dort 
Platen Lieder u. Romanzen; in Verbindung mit kom- 
men — hierher, zumal in norddeutschen Quellen: komm, 
kuster, hier! Bürger Lenore; auch bei Goethe: ge- 
selle dich zu uns! komm hier! Faust lI. — Zusammen- 
rückung mit Adverbien des Orts, der Verhältnisse, der 
Zeit, wobei hier teils auf die unmittelbare Nähe eines 
prechenden, teils auf die mit dem Adverbialbegriffe 
zunächst zusammenhängenden Verhältnisse, Umstände, 
Ursachen zielt, und gewöhnlich den Ton trägt: hieran, 
an diesem Orte: das land stöszt hieran; diesen Fall 
betreffend: haben sie hieran wohl recht? Lessing ant. 
Br. 39. — hierauf, auf dieser Stelle; zeitlich, Folge 
andeutend: kamen bald hierauff herein Goethe 
W. Meister 2, 9; Verlauf bezeichnend: hierauf stand er 
still und uberlegte. — hieraus, aus diesem Orte, diesen 
Verhältnissen u. ähnl.; Grund angebend: bieraus ent- 
stand zwietracht. — hierbei, bei diesem Orte, dieser 
Lage. — hierdurch, örtlich: hierdurch geht kein weg; 
auf Grund und Ursache gehend: bierdurch wird schnellere 
heilung bewirkt. — hierein, in diesen Ort, in diese 
Lage u. ähnl.; hierein lasse ich mir nicht reden. — 
hierfür, für diese Lage, Verhältnisse: hierfür kann ich 
nichts. — hiergegen, gegen diesen Ort; gegen diese Um- 
stände u. a. — hierher, an diesen Ort; älter hieher: 
bis hieher folgt uns der fluch des himmels nach 
Schiller 5, 47. — hierherein, herein an diesen Ort; 
bierberun, um diesen Ort, vgl. herein, herum. — hier- 
in, nach diesem Orte hin, Gegensatz dahin (s. d.), dort- 
hin: flusz . der bald hierhin, bald dorthin zu den 
bergen sich wendet Hauff 11, 137. — hierin, in diesem 
Orte; in dieser Lage, diesen Umständen u. ähnl.; bei 
Darlegungen, Behauptungen: hierin hast du recht: 
als hierinnen: hierinnen lobe ich euch nicht 1. Cor. 
11, 22. — hierlands, hier zu Lande: 's ist eben alter 
glaube hierlands Scheffel Ekkeh. 82. — hiermit, mit 
diesem, Begleitung oder Zusammenfassen bezeichnend: 
hie mit gott befolhen 2. Macc. 11, 20; hiermit wollen 
wir schlieszen; hiermit steckte sie die larve schnell 
vor Eichendorff Taugen. 30; Mittel angebend: bie 
mit wirstu die Syrer stoszen 1. Kön. 22, 11.— hiernach, 
nächste örtliche oder zeitliche Folge bezeichnend; auch 
hiernächst. — hierneben, neben diesem Orte: neben 
diesen Umständen. — hierorts, hier an diesem Orte. — 
hierselbst, Verstärkung von hier, älter hieselbst, mhd. 
alhie selbest; Gegensatz daselbst (s. d.). — hierüber, 
über diesem oder diesen Ort, dieser oder diese Sache. — 
hierum, um diesen Ort, diese Sache. — hierunter, unter 
diesem Orte oder diesen Ort; unter dieser oder diese 
Sache: hierunter verstehe ich folgendes; hierunter 
menge ich mich nicht. — hiervon, von diesem Orte, 
dieser Lage, diesem Umstande, u. ähnl. — hiervor, vor 
diesem Orte, diesen Ort; zeitlich, älter hievor: bei den 
Griechen und Lateinern bievor Fischart Bienk. 168b; 
auch als hiebevor, vgl. unter bevor. — hierwider, wider 
dieses: hierwider erhoben sich . feindseligkeiten 
Ranke Päpste 1, 164. — hierzu, zu diesem Orte; auch 
auf Verhältnisse bezogen: hierzu gebe der himmel seinen 
segen. — hierzwischen, zwischen diesem. — hiesig, hier 
befindlich; in älterer Form bieig, Adjectivbildung zu 
bie hier: die hieigen hennen (inländische) D. Städtechr. 
11, 692; das hieig (irdische) guet leben Aventin 2, 36; 
die Einfügung eines nur dem Wohllaut dienenden s 
(wie bei dasig, s. d.) muß schon im 15. Ih. erfolgt sein, 
wie das Verbum hiesigen, hier sein, wohnen (Lexer) 
lehrt; hiesig ist vom 17. Ih. an allein herrschende Form; 
bezogen auf einen Ort: hiesige burger, einwohner; 
volksmäßig in Oberdeutschland: er ist hiesig, wieder 
hiesig, weilt am Orte; auf dieses Leben: von allem ihrem 
hiesigen thun und lassen genaue rechenschaft geben 
Simpl. 3, 8; in älterer Spr. auch zeitlich, — jetzig: die 
hiesige welt, mundus hodiernus Stieler. 
hieran — hiesig.No full text available for this image
	        
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