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Deutsches Kolonialblatt. X. Jahrgang, 1899. (10)

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Public Domain Mark 1.0. You can find more information here.

Bibliographic data

fullscreen: Deutsches Kolonialblatt. X. Jahrgang, 1899. (10)

Periodical

Persistent identifier:
kbl
Title:
Deutsches Kolonialblatt.
Place of publication:
Berlin
Document type:
Periodical
Collection:
deutschesreich
Publication year:
1890
1921
DDC Group:
Gesetzgebung
Copyright:
Ewiger Bund
Language:
German

Periodical volume

Persistent identifier:
kbl_1899
Title:
Deutsches Kolonialblatt. X. Jahrgang, 1899.
Volume count:
10
Publisher:
Ernst Siegfried Mittler und Sohn
Document type:
Periodical volume
Collection:
deutschesreich
Publication year:
1899
DDC Group:
Gesetzgebung
Copyright:
Ewiger Bund
Language:
German

law_gazette

Title:
Stück Nummer 21.
Volume count:
21
Document type:
Periodical
Structure type:
law_gazette

Chapter

Title:
Nichtamtlicher Theil.
Document type:
Periodical
Structure type:
Chapter

Chapter

Title:
Nachrichten aus den deutschen Schutzgebieten.
Document type:
Periodical
Structure type:
Chapter

Chapter

Title:
Deutsch-Ostafrika.
Document type:
Periodical
Structure type:
Chapter

Contents

Table of contents

  • Deutsches Kolonialblatt.
  • Deutsches Kolonialblatt. X. Jahrgang, 1899. (10)
  • Title page
  • Inhalts-Verzeichniß.
  • Verzeichniß der in den Nachrichten aus den deutschen Schutzgebieten vorkommenden Länder-, Orts- und Volksnamen.
  • Namen-Verzeichniß.
  • Stück Nummer 1. (1)
  • Stück Nummer 2. (2)
  • Stück Nummer 3. (3)
  • Stück Nummer 4. (4)
  • Stück Nummer 5. (5)
  • Stück Nummer 6. (6)
  • Stück Nummer 7. (7)
  • Stück Nummer 8. (8)
  • Stück Nummer 9. (9)
  • Stück Nummer 10. (10)
  • Stück Nummer 11. (11)
  • Stück Nummer 12. (12)
  • Stück Nummer 13. (13)
  • Stück Nummer 14. (14)
  • Stück Nummer 15. (15.)
  • Stück Nummer 16. (16)
  • Stück Nummer 17. (17)
  • Stück Nummer 18. (18)
  • Stück Nummer 19. (19)
  • Stück Nummer 20. (30)
  • Stück Nummer 21. (21)
  • Stück Nummer 22. (22.)
  • Stück Nummer 23. (23)
  • Stück Nummer 24. (24)
  • Kolonial-Handels-Adressbuch 1899.

Full text

— 733 
eine lange Strecke Buschwald vor mir zu sehen, der 
sich aber bei Annäherung als eine etwa 1000 Stück 
starke Heerde von vorherrschend Zebras und Leier- 
antilopen auswies. Rhinozeros und Elefant sind 
auch nicht selten, während Löwen hier nachgerade zu 
Hause sind. Einen schreckte ich sogar in 150 m 
Entfernung vom Kadaver eines Zebras auf, den er 
soeben unter den Augen einer riesigen aus 500 m 
Entfernung neugierig zuschauenden Heerde dieser 
Thiere verspeist hatte. Es empfiehlt sich, hier ein 
Zebrareservat zu schaffen, und ich habe deshalb Merere 
eingehend über den Werth des Zebras unterrichtet 
und das Schießen dieser Thiere verboten. 
Am Mpangali selbst liegen keine Dörfer, wohl 
aber sind eine Reihe Niederlassungen, meist Neu- 
siedelungen, durch Merere ein bis zwei Stunden vom 
Flusse ab in der Steppe verstreut, die vielfach be- 
züglich Brennmaterials auf Dünger angewiesen sind. 
Am linken Ufer ist jedoch die Steppe von Ulanga 
an westlich menschenleer und fast ohne Wild. Bei 
Ulanga, einer Niederlassung mit 60 Hütten, 1 1/ Stun- 
den nördlich des Mpangali, auf der Straße Gawiro 
—Niam-Niam, ging Oberleutnaut v. der Marwitz 
östlich zum Weiterzählen ab, während Merere auf 
direktem Wege westlich nach seiner im Neubau be- 
griffenen Ussangaresidenz Utengule ging. Ich selber 
zog aus kartographischen Gründen erst flußauf längs 
des Mpangali bis zu seinem Zusammenflusse mit 
dem Bavali und Kimara bei Muhenjero. Von hier 
bis Tagata fließt er, ein gewundener, 50 bis 100 m 
breiter, 1 m tiefer Kanal, in erhabener Eintönigkeit 
durch die öde Steppe. Fische sind zahlreich, Kroko- 
dile sonnen sich auf den Schlammbänken am Ufer, 
einzelne Flußpferde tauchen im gelben Wasser auf, 
und ab und zu sieht man einen Reiher oder Marabu; 
aber überall ist Schweigen, und zu windstiller 
Mittagszeit ist die Einsamkeit in der endlosen, gelben, 
mit flimmernder, kochender Luft bedeckten Ebene förm- 
lich erdrückend. Auf der genannten Strecke fließt 
allein der Mkodjafluß und Ruahabach in den Mpan- 
gali; trotzdem ist er die ganzen 20 Stunden durch 
wohl fahrbar. Schade, daß er von Tagata fluß- 
abwärts stetig wasserärmer wird, sein Sandbett gegen 
Felsen vertauscht und kaum je zu gebrauchen sein wird. 
Von Muhenjcro zog ich längs des Barali durch 
die starke Wasafuaniederlassung der Landschaft Don- 
jera, die mit ihren großen Bäumen, bedeutenden, 
ganz prächtig stehenden Mtamafeldern, ihren niedlichen, 
vielsach von Schlinggewächsen umrankten Wasafua= 
Rundhütten einen recht guten Eindruck machte, der 
nur durch die Thatsache getrübt wurde, daß hier die 
Pocken arg gehaust hatten. Jedermann hat hier 
neben der Rundhütte auch die Wassangatembe, erstere 
für die trockene, moskitoarme, letztere für die nasse, 
moskitoreiche Jahreszeit, infolgedessen dünkt dem 
Durchreisenden die Bevölkerungsziffer größer, als sie ist. 
Von hier ging ich den Barali, Ruaha, Kimara, 
Kimane, Mkodja — lauter wasserreiche, klare, kalte 
Flüsse — und den sechs Stunden breiten, öden 
  
Buschpori Komalinji—Utengule passirend, auf der 
Karawanenstraße nach Utengule. Alle Ortschaften 
hatten durch Pocken erhebliche Verluste erlitten, die 
Ernten waren in den höher gelegenen Plätzen durch 
Dürre beschädigt. Utengule selbst steht an einer für 
die Wassanga und speziell für das Mereregeschlecht 
historisch wichtigen Stelle. Einmal äscherten ihnen 
hier die Julu in alten Zeiten ihr ältestes Utengule 
ein. Nachdem sie wieder eine gewaltige, über eine 
Stunde im Umfang messende Stadtanlage hier erbaut 
hatten, wurden sie von den Kwawas vertrieben. Sle 
hatten sich auch in einem Utengulebau bei Tagata, 
später in einem solchen am Mpangali beim Austritt 
aus den Bergen — wo sie vor etwa 25 Jahren 
von Elton besucht wurden — krampfhaft zu halten 
versucht. Jetzt, nachdem sie über 20 Jahre ganz 
aus ihrem Stammlande vertrieben gewesen, bauen 
sie mit großer Genugthuung an einer Niederlassung, 
die an Umfang ihren Traditionen würdig zu werden 
verspricht. Merere sagte, als ich ihm die Steuer- 
nothwendigkeit andeutete: „50 (5) Jahre bin ich und 
meine Väter herumgeirrt; jetzt möchte ich mich am 
alten Flecke ausruhen; dies Jahr erlaß mir die 
Steuer, aber meine Leute, die sollen zahlen.“ Hier 
traf ich mit Dr. Fülleborn zusammen, der eine 
Impfreise zu meiner großen Freude auch auf Ubena 
ausgedehnt und sogar in Mlangali Lymphe hinter- 
lassen hatte. 
Nach zweitägigem Aufenthalte und vielen Schauris 
zog ich mit Merere bis zur bedeutenden ebenfalls 
neuen Niederlassung Ruiwa hart an seiner Westgrenze, 
die gegen Langenburg durch den steilen Usafaabfall 
gegeben ist. Der nach Usafa führende Paß scheint 
mir recht bequem und bei geringer Bearbeitung 
fahrbar zu sein. Sollte dies der Fall sein, wäre 
ein fahrbarer Weg zum Rikwa und Tanganyika leicht 
erreichbar. Da ich die Rückreise von hier zunächst 
durch das südlich an Mereres Reich grenzende Gebiet 
Kahémeras nehmen wollte, wegen Routenaufnahmen, 
verabredete ich mit Merere ein Zusammentreffen bei 
dem in Mlangali angesagten großen Schauri und 
zog dann zwei Tage lang durch das genannte Land. 
Dies ist ein zwei bis vier Stunden breiter Streifen 
längs des Nordabfalles der Lingaberge, vom Usafa- 
passe bis zum Mpangali und ist eins der besten 
Stücke Ussangas. Die Leute Kahémeras scheinen 
vielfach Wasafua zu sein, jedenfalls herrscht die be- 
treffende Hüttenart vor. Das Land ist besser be- 
wässert als das übrige nördlich daran grenzende 
Ussanga, weil hier noch viele Bäche einzeln fließen, 
die weiter nördlich entweder schon trocken sind oder 
ihr Wasser in größeren Flüssen vereinigt haben, die, 
ohne abgeleitet zu werden, nicht so viel Terrain be- 
feuchten können. Die Dürre hat deshalb weniger 
wirken können und ist wohl wegen der größeren 
Nähe an den hohen Kmgabergen überhaupt geringer 
gewesen. Die Felder standen hier ausgezeichnet. 
Bei Fukwa am Mpangali betrat ich wieder Me- 
reres Reich, wo recht bedeutender Anbau auf dem
	        

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