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Deutsches Wörterbuch. Dritter Band R-Z. (3)

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Bibliographic data

Object: Deutsches Wörterbuch. Dritter Band R-Z. (3)

Periodical

Persistent identifier:
kbl
Title:
Deutsches Kolonialblatt.
Place of publication:
Berlin
Document type:
Periodical
Collection:
deutschesreich
Publication year:
1890
1921
DDC Group:
Gesetzgebung
Copyright:
Ewiger Bund
Language:
German

Periodical volume

Persistent identifier:
kbl_1899
Title:
Deutsches Kolonialblatt. X. Jahrgang, 1899.
Volume count:
10
Publisher:
Ernst Siegfried Mittler und Sohn
Document type:
Periodical volume
Collection:
deutschesreich
Publication year:
1899
DDC Group:
Gesetzgebung
Copyright:
Ewiger Bund
Language:
German

law_gazette

Title:
Stück Nummer 24.
Volume count:
24
Document type:
Periodical
Structure type:
law_gazette

Chapter

Title:
Nichtamtlicher Theil.
Document type:
Periodical
Structure type:
Chapter

Chapter

Title:
Verkehrs-Nachrichten.
Document type:
Periodical
Structure type:
Chapter

Contents

Table of contents

  • Deutsches Wörterbuch.
  • Deutsches Wörterbuch. Dritter Band R-Z. (3)

Full text

551 Seeaal — Seebad. 
lacus) wohl auf die ursprüngliche Bed. eines stehenden 
Wassers schließen läßt und Zusammenhang mit seiben 
und sinken ergibt; ähnliche Begriffsentfaltung bei meer 
(l. d.). Urverwandte Entsprechungen zum Subst. fehlen. 
Der Übergang ins Fem. ist zuerst im Altengl. sichtbar, 
wo das Wort zwiegeschlechtig erscheint, dann im Mundd., 
wo nur das Fem. gilt, ohne daß mit diesem Geschlechts- 
wandel eine Anderung der Bed. verbunden wärc; 
vom Mund. kommt das seminine Geschlecht in das Mittel- 
deutsche und Mhd., und es tritt infolge davon Be- 
deutungsspaltung insofern ein, als man mit dem alten 
Masc. nur noch das große entsprechende Binnenwasser 
bezeichnet, mit dem Fem. aber das offene Meer, das 
die Niederdeutschen bei ihrem Fem. auch vorwiegend im 
Auge hatten: hob er sich af die sẽ livländ. Reimchr. 838; 
der Plur., ahd. sca, mhd. scwe (die wilden sche ebd. 6150), 
hält sich am Masc. in der Form see (zweisilbig) bis- 
weilen noch im älteren Nhd.: reeke deine hand aus 
uber die wasser in Egypten, uber jre beche und ströme 
und see, und uber alle wassersumpfe 2. Mos. 7, 19; 
meine ströme werden grosze see Sir. 24, 44; gewöhalihh 
aber ist die feminine Pluralform seen (zweisilbig) au 
auf das Masc. übertragen: das die seen an temmen 
werden geringe und treuge werden Jef. 19, 6. Bed. 1) 
als Masc. im Mhd. auch noch = offenes Meer: ##3 
dem gesalzen sè Minnes. 2, 385b; später vereinzelt in 
oberd. Quellen: zuletzt sprang Thermutes in den see 
B. d. Liebe 1855; sonst eingeengt auf den Binnensee: 
der see, stillwasser, skagnum, lacus Maaler; uf einen 
s6e . der ist der Balät genant (in Kurland) livl. 
Chr. 9926; am see Genezareth Luc. 5, 1; lassct uns 
uber den see faren 8, 22; auf seen und strömen das 
grundeis borst Bürger Lied vom braven Mann; da 
rast der sec und will sein opfer haben Schiller 
Tell 1,2. 2) als Fem., bei dem Niederdentschen Schottel 
noch ohne Bedeutungsunterschicd: die sce. lacus, 40# 
num, item mare; sonst nur bezogen auf das offene 
Meer: als sie die s6 dar ubir trüc livl. Chron. 1228; 
aber erst im 18. Ih. wird der Unterschied vom Masc. 
auch lexikalisch verzeichnet: die see, more, die offenbahre 
see, da man nichts als himmel und wasser sicht, 
oceanus, pelegus, ein see, lacus, stagn#um Frisch; 
in allgemeiner und gehobener Spr. die hohe, ollene 
szee: welcher beld die krause sec durchstreicht 
Uz2, 196; die zurnende (Schiller Fiesko 5, 2), sturm- 
bewegtoe (Hero 212) see; auf der see fahren, schiffen: 
in der sec baden, dafür: wenn ich see gebadet habe 
Bismarck an Gerlach 104; in Bildern: see sonder 
user und grund (Gott) Ev Kleist Frühl. 298 (339); 
das holde sonnenlicht . gosz eine sec vom glanz auf 
das benctzte land Brockes 1, 153; wo sich in eine 
seo von liebe die seele taucht Wieland Ob. 3, 61; 
sich wafflnend gegen eine see von plagen Shakesp. 
Haml. 3, 1; — in der technischer Spr.: in see gehen, 
Stechen, die see halten, nicht einen Hafen anlausen; 
offizier zur see; auch für die Wellen der See: bohle, 
kurze, leichte, grosze, schwere seec; see löuft kurz, 
lang, vgl. auch scegang: eine sturzsee; dic see balten 
können, kein Wasser einlassen, von Schiffen: frei und 
mit Einfpielen der gewöhnlichen Bed.: nach Capri war 
leicht bewegte see Moltke 5, 56; eine Redensart bei 
Seume:er war etwas uber see (betrunken) Spaz. 1, 123, 
ist wohl Nachbildung des englischen half seas over, 
schief geladen habend, toll und voll. — Zusammen- 
setzungen: Seeaal, m. Meeraal. — Srcadler, m. Mcer-, 
Fischarler. — Secaffe, m. der Fisch cimaera monstrosc. 
— Sccamt, n. Behörde zur Untersuchung von See- 
Unfällen. — seeartig, Art eines Sees oder der See 
babend: (wo) das strombett .. sich secartig erweitert 
Moltke 1, 122.— Seebad, u. Bad in einem oder in 
der See: ein s. nehmen; gute wirkung des seebades 
Moltke 6, 21; Badeanstalt an der See und dazu ge- 
Seebär — Seereise. 552 
höriger Ort. — Seebär, m. Bezeichnung des Eisbären; 
scherzend für einen derben brummigen Seemann; an 
der Ostsee heißen seeb# die Fischer eine bei stillem 
Wetter plötzlich eintretende und sich durch grollendes 
Getöse vorher ankündigende Flutwelle. — Seebecken, n. 
Becken eines oder einer See: das nordsee-, ostseebecken; 
(Boden der) einst vom wasser bedeckt, grosze seen 
bildete . einen ausflug nach dem oberen dieser drei 
seebecken Moltke 4, 291.— Serente, k. Bezeichnung 
zweier Vogelarten, alco oretiea und anas fuseo. — 
Seefahrer, m. der die See befährt. — Seefahrt, k. Fabrt, 
Reise zur See. — secfest, sest zur See; von Schiffen, 
die fest gegen das Seewasser sind; auch von Personen, 
die nicht die Seekrankheit bekommen. — ESecfisch, m. 
Meerfisch; auch Fisch eines Binnensecs. — Seegang, m. 
Gang, Rollen der Wogen auf der See: je näher dem 
kontinent, um so weniger seegang Moltke 6, 528. — 
Seegefecht, n. Gefecht zur See. — Scegott, m. Meer- 
gott. — Seegras, n. wie meergras. — Scehafen, m. 
an der See gelegener Hafen. — Seehandel, m. Handel 
zur und über See. — Seehund, m. Robbe; auch Name 
einer Haifischart. — Secigel, m. eine Gattung Sectiere 
mit Stachelschale. — Scekampf, m. Kampf zur See 
Freytag Bild. 1, 138. — Seelarte, k. Karte, Dar- 
stellung des Meeres, zum Gebrauche für Seefahrer. — 
eelraul, von eigentümlicher Krankheit auf der See 
befallen: ich werde nicht seekrank Isfland Aus- 
steuer 4, 16; dasz ich abscheulich scekrank war Moltke 
5, 21; seckranken war mirs gleich auf leckem schiff 
Droste 310. Bei Matrosen — nach der See krank, 
wenn sie lange auf dem Lande gelebt haben Campe. 
— Seekrankheit, f. nausea er navigatione Frisch. — 
Scekrebs, m. Name des caneer gammarus, Mcerkrebs. 
— Seekrieg, m. Krieg zur See. — Secküste, f. Küste 
der See, ora maritima, littus Maris Frisch. — Sec- 
löwc, m. Bezeichnung einer Robbenart. — Seeluft, k. 
Luft auf der See, Maris aura Frifch; die schöne, 
kuhle seelust Moltke 6, 78; Luft die von der See 
kommt, Gegensatz zu landlust, vom Lande kommend: 
wir haben scelust Adelung. — Seemacht, s. Kriegs- 
macht zur See: eine grosze scemacht haben: Aegyptens 
volk, das mit der secemacht sehreckte Hagedorn 
Od. 1, 3; Staat der eine große Seemacht unterhält, 
oder vorzugsweise zur See mächtig ist: die seemacht 
England; die groszen europüischen seemäüchte. — Sce- 
mann, m. der der Schifffahrt zur See kundig ist und 
sie treibt: jeder seemann, der diese kuste besuchte 
Schiller 4, 129; Plur. vereinzelnd scemänner: es waren 
tüchtige seemünner unter ihnen, zusammensassend und 
gewöhnlich aber seeleute: hatte . . eine menge von 
sceleutecn unter sich ebd. 118. seemann Namie eines 
Meerungeheuers in menschlicher Gestalt Stieler. — 
sermännisch, einem Seemann gemäß: seemüänniseher 
beruf, seemnnische tuchtigkeit, u. a. — Seemecilc, k. 
Meile nach der man die Entsernungen auf der See 
mißt. — Scemönch, m. cine Gattung Hoifische: see- 
münche Hulsius 7, 141; auch eine Art Schnecken, 
terpula penis. — Scemöwc, k. Name der Möwe. — 
Sccotter, m. f. Name einer Otterart, mustela lustris. 
— Stepferd, n. Name des Wallrosses; in dichterischer 
Spr. für das Schiff Freytag Bild. 1, 85; Dim. sce- 
plerdehen, von einer Art Secraupen. — Scerauh, m. 
Raub zur See (neneres, noch bei Campe nicht ver- 
zeichnetes Wort für sceräuberei): seeraub zu treiben 
Haufsf 2, 33. — Sccräuber, m. Ränber zur See, mhd. 
söronber; mecr- zibe seereuber, pirata Erieier. nee- 
ranber Frisch; Rarbarossa, dem er wider die seeräuber 
diente Schiller Räub. 4,2.— Sectäuberci, k. Räuberei 
zur See, seereuberei Stieler, seerauberei Frisch; 
volk . dessen ganzes gewerb in der seerluberei be- 
stand Schiller 4, 115; seeräubereien treiben. — Sec- 
recht, n. das zur Sce geltende Recht. — Scereisc, (.
	        

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