Staatsbibliothek des ewigen Bundes Logo
  • Show double pages
Use the mouse to select the image area you want to share.
Please select which information should be copied to the clipboard by clicking on the link:
  • Link to the viewer page with highlighted frame
  • Link to IIIF image fragment

Bernhard Fürst von Bülow - Denkwürdigkeiten. Vierter Band. Jugend- und Diplomatenjahre. (4)

Access restriction

There is no access restriction for this record.

Copyright

Public Domain Mark 1.0. You can find more information here.

Bibliographic data

fullscreen: Bernhard Fürst von Bülow - Denkwürdigkeiten. Vierter Band. Jugend- und Diplomatenjahre. (4)

Periodical

Persistent identifier:
kbl
Title:
Deutsches Kolonialblatt.
Place of publication:
Berlin
Document type:
Periodical
Collection:
deutschesreich
Publication year:
1890
1921
DDC Group:
Gesetzgebung
Copyright:
Ewiger Bund
Language:
German

Periodical volume

Persistent identifier:
kbl_1900
Title:
Deutsches Kolonialblatt. XI. Jahrgang, 1900.
Volume count:
11
Publisher:
Ernst Siegfried Mittler und Sohn
Document type:
Periodical volume
Collection:
deutschesreich
Publication year:
1900
DDC Group:
Gesetzgebung
Copyright:
Ewiger Bund
Language:
German

law_gazette

Title:
Stück Nummer 11.
Volume count:
11
Document type:
Periodical
Structure type:
law_gazette

Chapter

Title:
Nichtamtlicher Theil.
Document type:
Periodical
Structure type:
Chapter

Advertising

Title:
Anzeigen.
Document type:
Periodical
Structure type:
Advertising

Contents

Table of contents

  • Bernhard Fürst von Bülow - Denkwürdigkeiten.
  • Bernhard Fürst von Bülow - Denkwürdigkeiten. Vierter Band. Jugend- und Diplomatenjahre. (4)
  • Cover
  • Title page
  • Bandinformationen.
  • Inhalt des vierten Bandes.
  • Verzeichnis der Beilagen.
  • Erstes Kapitel.
  • Zweites Kapitel.
  • Drittes Kapitel.
  • Viertes Kapitel.
  • Urgroßeltern Bülows: Reichsgraf und Reichsgräfin v. Baudissin
  • Fünftes Kapitel.
  • Sechstes Kapitel.
  • Siebentes Kapitel.
  • Achtes Kapitel.
  • Neuntes Kapitel.
  • Zehntes Kapitel.
  • Elftes Kapitel.
  • Zwölftes Kapitel.
  • Dreizehntes Kapitel.
  • Vierzehntes Kapitel.
  • Fünfzehntes Kapitel.
  • Sechzehntes Kapitel.
  • Siebzehntes Kapitel.
  • Achtzehntes Kapitel.
  • Neunzehntes Kapitel.
  • Zwanzigstes Kapitel.
  • Einundzwanzigstes Kapitel.
  • Zweiundzwanzigstes Kapitel.
  • Dreiundzwanzigstes Kapitel.
  • Vierundzwanzigstes Kapitel.
  • Fünfundzwanzigstes Kapitel.
  • Sechsundzwanzigstes Kapitel.
  • Siebenundzwanzigstes Kapitel.
  • Achtundzwanzigstes Kapitel.
  • Neunundzwanzigstes Kapitel.
  • Dreissigstes Kapitel.
  • Einunddreissigstes Kapitel.
  • Zweiunddreissigstes Kapitel.
  • Dreiunddreissigstes Kapitel.
  • Vierunddreissigstes Kapitel.
  • Fünfunddreissigstes Kapitel.
  • Sechsunddreissigstes Kapitel.
  • Siebenunddreissigstes Kapitel.
  • Achtunddreissigstes Kapitel.
  • Neununddreissigstes Kapitel.
  • Vierzigstes Kapitel.
  • Einundvierzigstes Kapitel.
  • Zweiundvierzigstes Kapitel.
  • Dreiundvierzigstes Kapitel.
  • Vierundvierzigstes Kapitel.
  • Fünfundvierzigstes Kapitel.
  • Sechsundvierzigstes Kapitel.
  • Siebenundvierzigstes Kapitel.
  • Achtundvierzigstes Kapitel.
  • Neunundvierzigstes Kapitel.
  • Namen- und Sachregister.

Full text

Deutschland 
und 
Frankreich 
470 DER THERMOMETER 
haben. Durch ihn wird Frankreich in Zukunft höher geachtet sein.“ Darum 
wurde, als Frankreich, allerdings mit Hilfe beider Hemisphären, siegreich 
aus dem Weltkrieg hervorgegangen war, das Herz des Kriegsverlängerers 
von 1870, Gambettas Herz, aus Nizza, wo sein Leib beigesetzt ist, in die 
französische Ruhmeshalle, in das Pariser Pantheon überführt. 
In kurzen, markigen, lapidaren Zügen schilderte mir Gambetta bei 
unserer ersten Begegnung sein Vorgehen und seine Haltung nach Sedan als 
Mitglied der Regierung der Nationalverteidigung. „Frankreich“, sagte er 
mir, „war in die Knie gesunken. Ich habe zu ihm gesagt: ‚Debout et 
marche!‘ Wer in großen Augenblicken Frankreich regiert‘, fuhr er fort, 
„hat das Gefühl, einen Thermometer in der Hand zu halten; ein Druck der 
Hand läßt den Thermometer steigen oder fallen. In solchen Momenten, in 
großen Momenten, kann man alles mit Frankreich machen.“ (Dans ces 
moments, dans les grands moments on peut tout faire dela France.) Er kam 
nun auf das Verhältnis zwischen Deutschland und Frankreich. Ich 
würde wohl gehört haben, daß er bald nach dem für Frankreich unglück- 
lichen Ausgang des Krieges mit Bezug auf die Revanche geäußert habe, 
daß man immer an sie denken, aber nie von ihr sprechen müsse. Das sei 
nach wie vor seine Ansicht. Man habe ihm in Deutschland übelgenommen, 
daß er von der „‚Justice immanente‘“ der Geschichte gesprochen habe. 
Daraus folge noch nicht, daß ein Krieg zwischen Frankreich und Deutsch- 
land unvermeidlich sei oder gar nahe bevorstünde. Lächelnd fügte er hinzu: 
„Sehen Sie nach Rom. Als die Italiener durch die Bresche der Porta Pia in 
die Ewige Stadt einzogen, glaubte man allgemein, Papst und König würden 
nicht in derselben Stadt zusammen hausen können. Man zitierte unseren 
guten Victor Hugo: ‚Ceci tuera cela.‘ Nun sehen Sie, Papst und König leben 
noch immer in Rom friedlich nebeneinander. Sie lieben sich nicht, aber sie 
kratzen sich nicht die Augen aus. Natürlich hofft der Papst, daß er einmal 
wieder allein in Rom residieren wird. Und die Italiener hoffen, daß er sich 
schließlich restlos mit ihnen aussöhnen wird. Aber vorläufig kommen sie 
tant bien que mal miteinander aus. Zwischen Frankreich und Deutschland 
sind viele Zukunftsmöglichkeiten denkbar, viele „combinazione‘“, wie die 
Italiener das nennen. Sie kennen die Redensart: „La France desire la 
revanche, mais elle veut la paix.“ Der erste Teil dieser Phrase ist nur mit 
Einschränkung richtig, der letztere ist absolut wahr.“ 
Der modernen sozialdemokratischen Bewegung, deren Prophet Karl 
Marx von London aus die kommunistischen Lehren verbreitete und die im 
Deutschen Reichstag schon durch Bebel und Liebknecht vertreten war, 
stand Gambetta völlig ablehnend gegenüber. Er hatte ebensowenig Ver- 
ständnis für sie, wie achtzig Jahre früher die Jakobiner Verständnis für 
Babeuf gehabt hatten, den sie aufs Schafott schickten. „Ich leugne““‘, sagte
	        

Downloads

Downloads

The text can be downloaded in various formats.

Full record

ALTO TEI Full text
TOC

This page

ALTO TEI Full text

Image fragment

Link to the viewer page with highlighted frame Link to IIIF image fragment

Formats and links

Formats and links

ausgabe:

The metadata is available in various formats. There are also links to external systems.

Links

OPAC DFG-Viewer Mirador

Cite

Cite

The following citation links are available for the entire work or the page displayed:

Full record

This page

Citation recommendation

Please check the citation before using it.

Image manipulation tools

Tools not available

Share image region

Use the mouse to select the image area you want to share.
Please select which information should be copied to the clipboard by clicking on the link:
  • Link to the viewer page with highlighted frame
  • Link to IIIF image fragment

Contact

Have you found an error? Do you have any suggestions for making our service even better or any other questions about this page? Please write to us and we'll make sure we get back to you.

What color is the blue sky?:

I hereby confirm the use of my personal data within the context of the enquiry made.