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Die Verfassung des Deutschen Reichs mit Erläuterungen.

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Bibliographic data

fullscreen: Die Verfassung des Deutschen Reichs mit Erläuterungen.

Periodical

Persistent identifier:
kbl
Title:
Deutsches Kolonialblatt.
Place of publication:
Berlin
Document type:
Periodical
Collection:
deutschesreich
Publication year:
1890
1921
DDC Group:
Gesetzgebung
Copyright:
Ewiger Bund
Language:
German

Periodical volume

Persistent identifier:
kbl_1908
Title:
Deutsches Kolonialblatt. XIX. Jahrgang, 1908.
Volume count:
19
Publisher:
Ernst Siegfried Mittler und Sohn
Document type:
Periodical volume
Collection:
deutschesreich
Publication year:
1908
DDC Group:
Gesetzgebung
Copyright:
Ewiger Bund
Language:
German

law_gazette

Title:
Stück Nummer 14.
Volume count:
14
Document type:
Periodical
Structure type:
law_gazette

Chapter

Title:
Nichtamtlicher Teil.
Document type:
Periodical
Structure type:
Chapter

Chapter

Title:
Anzeigen.
Document type:
Periodical
Structure type:
Chapter

Contents

Table of contents

  • Die Verfassung des Deutschen Reichs mit Erläuterungen.
  • Cover
  • Title page
  • Inhaltsverzeichnis.
  • Index
  • Berichtigungen.
  • Einführungsgesetz.
  • Geschichtliche Einleitung.
  • Eingang. Verfassung des Deutschen Reichs.
  • I. Bundesgebiet.
  • Artikel 1.
  • II. Reichsgesetzgebung.
  • Artikel 2.
  • Artikel 3.
  • Artikel 4.
  • Artikel 5.
  • III. Bundesrat.
  • Artikel 6.
  • Artikel 7.
  • Artikel 8.
  • Artikel 9.
  • Artikel 10.
  • IV. Präsidium.
  • Artikel 11.
  • Artikel 12.
  • Artikel 13.
  • Artikel 14.
  • Artikel 15.
  • Artikel 16.
  • Artikel 17.
  • Artikel 18.
  • Artikel 19.
  • V. Reichstag.
  • Artikel 20.
  • Artikel 21.
  • Artikel 22.
  • Artikel 23.
  • Artikel 24.
  • Artikel 25.
  • Artikel 26.
  • Artikel 27.
  • Artikel 28.
  • Artikel 29.
  • Artikel 30.
  • Artikel 31.
  • Artikel 32.
  • VI. Zoll- und Handelswesen.
  • Artikel 33.
  • Artikel 34.
  • Artikel 35.
  • Artikel 36.
  • Artikel 37.
  • Artikel 38.
  • Artikel 39.
  • Artikel 40.
  • VII. Eisenbahnwesen.
  • Artikel 41.
  • Artikel 42.
  • Artikel 43.
  • Artikel 44.
  • Artikel 45.
  • Artikel 46.
  • Artikel 47.
  • VIII. Post- und Telegraphenwesen.
  • Artikel 48.
  • Artikel 49.
  • Artikel 50.
  • Artikel 51.
  • Artikel 52.
  • IX. Marine und Schiffahrt.
  • Artikel 53.
  • Artikel 54.
  • Artikel 55.
  • X. Konsulatwesen.
  • Artikel 56.
  • XI. Reichskriegswesen.
  • Artikel 57.
  • Artikel 58.
  • Artikel 59.
  • Artikel 60.
  • Artikel 61.
  • Artikel 62.
  • Artikel 63.
  • Artikel 64.
  • Artikel 65.
  • Artikel 66.
  • Artikel 67.
  • Artikel 68.
  • XII. Reichsfinanzen.
  • Artikel 69.
  • Artikel 70.
  • Artikel 71.
  • Artikel 72.
  • Artikel 73.
  • XIII. Schlichtung von Streitigkeiten und Strafbestimmungen.
  • Artikel 74.
  • Artikel 75.
  • Artikel 76.
  • Artikel 77.
  • XIV. Allgemeine Bestimmungen.
  • Artikel 78.
  • Sachregister.

Full text

42 II. Reichsgesetzgebung. Art. 2. 
Für die dem Reich zugewiesenen Gebiete der Gesetzgebung ist zu unter- 
scheiden, ob die Gesetzgebungsbefugnis des Reichs ausschließlicher Natur ist 
oder nicht. Die erstere Alternative ist nach dem vorstehenden allgemeinen 
Gesichtspunkt nicht zu vermuten, sondern sie ist nur gegeben, wenn es in 
der Reichsverfassung oder einem die Reichsverfassung abändernden Reichs- 
gesetz ausdrücklich bestmmt ist. Bei ausschließlicher Gesetzgebungsbefugnis 
ist die Gesetzgebung der Einzelstaaten für das betreffende Gebiet völlig aus- 
geschaltet (ebenso: Laband II S. 110 f. und Meyer S. 611). Sind dagegen 
die Voraussetzungen der Ausschließlichkeit nicht gegeben (vgl. oben 1 3), 
wie es bei den meisten der in Art. 4 R.V. aufgezählten Materien der Fall 
ist, so ist die Gesetzgebung des Reichs nur fakultativ und der Erlaß neuer 
Landesgesetze auch für die Zeit nach der Gründung des Reichs keineswegs 
ausgeschlossen. Wenn aber das Reich von seiner Gesetzgebungsbefugnis 
Gebrauch macht, gehen seine Gesetze den Landesgesetzen vor. Dies ist aus- 
drücklich anerkannt im Schlußprotokoll zum Vertrage mit Bayern Ziffer VI 
R.G. Bl. 187 S. 24: 
„Als unbestritten wurde von dem Königl. preußischen Bevollmächtigten 
zugegeben, daß selbst bezüglich der der Bundes-Legislative zugewiesenen 
Gegenstände die in den einzelnen Staaten geltenden Gesetze und Ver- 
ordnungen in so lange in Kraft bleiben und auf dem bisherigen Wege 
der Einzelgesetzgebung abgeändert werden können, bis eine bindende Norm 
vom Bunde ausgegangen ist.“ 
Wird das Reichsgesetz erlassen, so tritt das Landesgesetz ipso jure außer 
Kraft. Es bedarf also hierzu weder einer besonderen Bestimmung des 
neuen Reichsgesetzes noch einer ausdrücklichen landesgesetzlichen Anordnung. 
Diese das Landesrecht aufhebende Kraft wohnt aber nur positiven reichs- 
gesetzlichen Bestimmungen inne. Es ist eine der Reichsverfassung nicht 
entsprechende Uberspannung des dem Art. 2 zugrunde liegenden Rechts- 
gedankens, wenn — wie es in der Reichstagssitzung vom 11. Juni 1900 
St. B. 5970 ff. geschah — für die der Reichsgesetzgebung an sich unterliegenden 
Materien ein Verbot einer neuen landesgesetzlichen Regelung schon dann 
angenommen wurde, wenn die gesetzgebenden Faktoren sich nur mit Projekten 
einer reichsgesetzlichen Regelung beschäftigt haben, ohne daß diese Projekte 
zur vollendeten Tat geworden sind. Denn ein Gesetzentwurf, der nicht 
Gesetz wird, ist rechtlich bedeutungslos und deshalb in keiner Weise geeignet, 
die Kompetenz der Landesgesetzgebung einzuschränken, ohne Rücksicht darauf, 
welche Erklärungen bei der Beratung des Entwurfs von Mitgliedern des 
einen oder anderen gesetzgebenden Faktors, des Bundesrats oder Reichstags 
abgegeben worden find und ohne Rücksicht darauf, wie die Ablehnung des 
Entwurfs seitens der einen Körperschaft von dem anderen Faktor der Gesetz- 
gebung aufgenommen worden ist. Erklärungen, die aus dieser Veranlassung 
abgegeben worden sind, mögen sie von noch so autoritativer Stelle her- 
rühren und deshalb von unzweifelhafter politischer Bedeutung sein, haben 
nie die Kraft, die nach der klaren Vorschrift des Art. 2 R.V. nur dem 
vollendeten und gehörig verkündeten Reichsgesetz zugeschrieben ist. Es handelte 
sich damals um die Gültigkeit einer vom Senat von Lübeck zum Schutze 
Arbeitswilliger für Fälle eines Streiks erlassenen Verordnung. Ihre 
Gültigkeit wurde unter Hinweis darauf bestritten, daß sie derselben Tendenz 
diene wie der vom Reichstag kurze Zeit vorher abgelehnte Entwurf eines
	        

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