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Der Krieg gegen Frankreich und die Einigung Deutschlands.

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Bibliographic data

fullscreen: Der Krieg gegen Frankreich und die Einigung Deutschlands.

Periodical

Persistent identifier:
kbl
Title:
Deutsches Kolonialblatt.
Place of publication:
Berlin
Document type:
Periodical
Collection:
deutschesreich
Publication year:
1890
1921
DDC Group:
Gesetzgebung
Copyright:
Ewiger Bund
Language:
German

Periodical volume

Persistent identifier:
kbl_1910
Title:
Deutsches Kolonialblatt. XXI. Jahrgang, 1910.
Volume count:
21
Publisher:
Ernst Siegfried Mittler und Sohn
Document type:
Periodical volume
Collection:
deutschesreich
Publication year:
1910
DDC Group:
Gesetzgebung
Copyright:
Ewiger Bund
Language:
German

law_gazette

Title:
Stück Nummer 16.
Volume count:
16
Document type:
Periodical
Structure type:
law_gazette

Chapter

Title:
Amtlicher Teil.
Document type:
Periodical
Structure type:
Chapter

law

Title:
Verordnung des Reichskanzlers, betr. die Stadtgemeinden in Deutsch-Ostafrika (Deutsch-ostafrikanische Städteordnung).
Document type:
Periodical
Structure type:
law

Full text

"1 
gepaarte Kühnheit und zugleich durch gründliches Sludlum aller kriegerischen Wissenschaften ausgezeichnet, hatte 
er sich schon in den Kämpfen der Jahre 18./8 und 18.19, in Schleswig und in Baden hervorgethan. Der 
dänische Feldzug erneuerte und vergrößerle seinen Ruhm. Gegen Osterreich führte er die erste Armee nach Böhmen 
und veranlaßte den Angriff bei Königgrätz, wo seine Truppen den furchtbaren Kampf in der Mitte führten. 
Energisch drang er dann dem Feinde bis zur Donau nach. Den „eisernen“ oder seiner geliebten Husarenuniform 
wegen den „roten" Prinzen nannte das Volk den gefeierten fürstlichen Krieger. 
Der böhmische Krieg war die große Probe der Armee und ihrer Führer gewesen. Wie man in Preußen 
vielfach den Beginn des Kampfes ungern und mit schwerer Sorge gesehen hatte, so war auch der gemeine 
Soldat nicht mit rechter Siegesgewißheit ausgezogen. Aber die leitenden Männer wußten sehr wohl, was ge- 
wagt werden durfte, wie zuverlässig das Heer und wie trefflich seine Ausrüstung war. Gleich die ersten Zu- 
sammenstöße erwiesen die Richtigkeit ihrer Rechnung. Da offenbarten sich Zucht, Ausdauer, freudige Tapferkeit, 
bewußte Hingabe an das Vaterland und seine hohen Zwecke. Der Soldat war „zum Küffen“, wie Bismarck 
sagte, und der starke Zusatz gebildeter Männer in den Reihen that treffliche Wirkung. Die Befehlshaber ließen 
es an sich nicht fehlen, sie vereinten strengen Gehorsam und kühnes Handeln mit sicherm ÜUberblick. Auf einmal 
wurde klar, welche Intelligenz, welcher Heldenmut in dem preußischen Offizierkorps walteten, daß Exerzierplatz 
und Manöver wirklich dem Schlachtfelde vorgearbeitet hatten. Wie viele Namen leuchteten neben denen der 
Höchstkommandierenden in hellstem Glanze auf! 
Der beispiellos glückliche Erfolg wiegte den Sieger nicht in Sicherheit ein. Sofort legte er Hand an, die 
gemachten Erfahrungen zu verwerten und da zu bessern, wo sich Änderungen als notwendig gezeigt hatten. Die 
Siege waren hauptsächlich der Infanterie zu verdanken, und ihre Waffe, das Zündnadelgewehr, hatte sich glänzend 
bewährt. Weniger entsprach die Artillerie den Anforderungen; nun wurde in den Kruppschen Stahlhinterladern 
eine vorzügliche Ausstattung gewonnen und die bisherige zurückhaltende Fechtweise in thatkräftiges Vorgehen und 
aufopferndes Ausharren umgewandelt. Eine durchgreifende Anderung erfuhr auch die Reiterei. Ihr wurde fortan 
als vornehmlichste Aufgabe der schnelle Ritt gestellt, die Zerstreuung vor den marschierenden Kolonnen zur Ver- 
schleierung der Bewegung und vor allem zur Aufklärung der feindlichen Stellungen. Auch der Train erhielt zum 
KZweck geregelterer Verpflegung eine weitere Ausbildung. 
In den folgenden Friedensjahren lag daher dem Kriegsministerium eine riesenhafte Thätigkeit ob, die Neu- 
formung der norddeutschen Armee, die Vermehrung der Truppenkörper, die neue Ausrüstung und raschere Mobil- 
machung. Das Werk konnte keinem Besseren anvertraut sein als Albrecht von Roon. Ausgezeichnet durch rast- 
losen Fleiß und wissenschaftliche Tüchtigkeit als Begründer der Militärgeographie und als Lehrer der Taktik, der 
sich des Prinzen Friedrich Karl als seines hervorragendsten Schülers rühmen durfte, wurde Roon früh mit dem 
Prinzen Wilhelm befreundet und 1859 ausersehen, dessen eigenstes Werk, die Umgestaltung des Heeres, durchzu- 
führen. In heißen Redeschlachten mit dem Abgeordnetenhaufe verfocht der Kriegsminister mit Geschick und Nachdruck 
den Willen seines königlichen Herrn. Die glänzende Bereitschaft des Heeres 1866 war seine schönste Rechtfertigung. 
Der geistvolle Kopf des Heeres war der Chef des Generalstabes Helmuth von Moltke. Einem alten mecklen- 
burgischen Adelsgeschlecht entstammend, am 26. Oktober 1800 in Parchim geboren, empfing er, da sein Vater 
dänische Dienste genommen hatte, den ersten Unterricht in Kopenhagen, trat aber bald in die preußische Armee 
über. Schon als junger Offizier, nicht mit Glücksgütern, dafür mit glücklichster Begabung ausgestattet, erregte 
Moltke auf der Kriegsschule Aufmerksamkeit und wurde früh in den Generalstab versetzt, in dem er seine ganze Dienst- 
zeit verblieb. Der lange, hagere Herr mit dem bartlosen, feingeschnittenen Gesicht, das im Alter zahllose kleine 
Falten durchfurchten, mit den festgeschlossenen Lippen und dem scharfen, klugen Blicke barg hinter seiner 
schlichten, anspruchslosen Erscheinung weiteste Kenntnisse, tiefsten Geist und regstes Verständnis für alles Schöne. 
Ein Meister der Feder, selbst ein sinniger Dichter, handhabte Moltke auch das Wort sicher und überzeugend, 
stets kurz und bündig, aber in den wenigen Worten Gedankenreichtum ausstreuend; der in seinem Amt und 
Eindner, Der Krieg gegen Frankreich. 2
	        

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