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Heinrich der Löwe Herzog von Bayern und Sachsen.

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Bibliographic data

fullscreen: Heinrich der Löwe Herzog von Bayern und Sachsen.

Periodical

Persistent identifier:
kbl
Title:
Deutsches Kolonialblatt.
Place of publication:
Berlin
Document type:
Periodical
Collection:
deutschesreich
Publication year:
1890
1921
DDC Group:
Gesetzgebung
Copyright:
Ewiger Bund
Language:
German

Periodical volume

Persistent identifier:
kbl_1912
Title:
Deutsches Kolonialblatt. XXIII. Jahrgang, 1912.
Volume count:
23
Publisher:
Ernst Siegfried Mittler und Sohn
Document type:
Periodical volume
Collection:
deutschesreich
Publication year:
1912
DDC Group:
Gesetzgebung
Copyright:
Ewiger Bund
Language:
German

law_gazette

Title:
Stück Nummer 24.
Volume count:
24
Document type:
Periodical
Structure type:
law_gazette

Full text

1055 
5. Okt. 
1056 
10 Erstes Buch. Einleitung. 
starb, ohne Kinder zu hinterlassen. Die Mönche von Weingarten wollten ein 
Testament gefunden haben, durch das der Herzog ihnen bei dem Mangel 
direkter Nachkommen alle seine Allode vermachte, und sie erhoben auf solche 
den lebhaftesten Anspruch. Das welfische Haus schien nach höchst glänzender, 
aber kurzer Blüte dem Untergange völlig anheimgefallen. Da rettete die 
kluge, energische Irmentrud, die Witwe Welfs II., dessen Fortdauer. 
Cuniza hatte dem Markgrafen Azzo II. einen Sohn geboren, der nach 
seinem Oheim und Großvater den Namen Guelfo oder Welf empfing. Er 
war zum Nachfolger in der Herrschaft seines Vaters bestimmt; aber das Ge- 
schick bewahrte ihm Größeres auf. Seine Großmutter Irmentrud sah mit 
tiefem Schmerz, daß das glorreiche welsische Haus zugrunde gehen sollte. 
Sie nahn sich vor, dies zu hindern. Schnellen Entschlusses verweigerte sie 
den Mönchen die Herausgabe der reichen Güter und berief durch Boten den 
Sohrn ihrer Tochter aus Italien herbei. Dieser, schon ein kräftiger Jüngling“), 
eilte sofort nach Deutschland und nahm die alten Güter seiner Familie in 
Besitz. So war die jüngere Welfenlinie eigentlich eine estische, aber die Kon- 
tinuität des Besitzes erschien in Deutschland wichtiger, als die persönliche Ab- 
stammung""). Das Herzogtum Kärnten freilich war und blieb verloren; 
als bald nach Welfs III. Tode auch Heinrich III. viel zu früh für Deutsch- 
lands Größe sein taten- und erfolgreiches Leben beschlossen hatte, übergab 
die Kaiserin-Regentin Kärnten und Verona an den Lothringer Konrad. 
Wegen dieser — rechtlich allerdings unanfechtbaren — Entziehung des so 
wichtigen Lehens zürnte Welf IV. der kaiserlichen Regierung sehr, und nie 
hat er dem fränkischen Kaiserhause diese Kränkung vergessen; er tritt sofort 
zu dessen Gegnern über. Von dieser Zeit an datiert die kaiserfeindliche Hal- 
tung der Welfen, die fast nur dann und so lange aufgegeben wurde, wenn 
ein Mitglied ihrer eigenen Familie den Thron innehatte oder doch ihr augen- 
blicklicher Vorteil sie gerade an den Kaiser wies: eine der wichtigsten Ursachen 
der Zersplitterung des deutschen Reiches. Die Rolle, die die Welfen — mit 
kurzen Ausnahmen — zwei Jahrhunderte hindurch in Deutschland spielten, 
war die unheilvollste für Deutschlands Einheit und Macht. Ihnen ist es 
hauptsächlich nächst dem Papsttume und den Lombarden zuzuschreiben, 
wenn Heinrichs IV. und Friedrichs I. kühne Pläne und Bestrebungen schei- 
terten. — Welf IV. besaß nichts von dem zwar trotzigen, aber geraden und 
offenen Sinn seiner deutschen Vorfahren; vielmehr hatte sich italische Ver- 
stecktheit und Schlauheit auf ihn vererbt. Zuerst schloß er sich an die dem 
Kaisertume feindlichen Elemente an und vermählte sich mit Ethelind, der 
Tochter des Herzogs von Bayern, des berühmten Otto von Nordheim, des 
Hauptgegners von Heinrich IV. Bei dem Ausbruche des Kampfes zwischen 
  
°) Muratori, Antich. Est., I, pag. 7. 
½%) J. Jastrow, Deutsche Geschichte im Zeitalter der Hohenstaufen, I (Stuttgart 
1897), S. 292 f., weist mit Recht auf die Habsburger hin, die noch jetzt so heißen, ob- 
wohl sie eigentlich seit Joseph II. Lothringer sind.
	        

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