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Deutsches Wörterbuch. Dritter Band R-Z. (3)

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Bibliographic data

fullscreen: Deutsches Wörterbuch. Dritter Band R-Z. (3)

Periodical

Persistent identifier:
kbl
Title:
Deutsches Kolonialblatt.
Place of publication:
Berlin
Document type:
Periodical
Collection:
deutschesreich
Publication year:
1890
1921
DDC Group:
Gesetzgebung
Copyright:
Ewiger Bund
Language:
German

Periodical volume

Persistent identifier:
kbl_1913
Title:
Deutsches Kolonialblatt. XXIV. Jahrgang, 1913.
Volume count:
24
Publisher:
Ernst Siegfried Mittler und Sohn
Document type:
Periodical volume
Collection:
deutschesreich
Publication year:
1913
DDC Group:
Gesetzgebung
Copyright:
Ewiger Bund
Language:
German

law_gazette

Title:
Stück Nummer 7.
Volume count:
7
Document type:
Periodical
Structure type:
law_gazette

Chapter

Title:
Nichtamtlicher Teil.
Document type:
Periodical
Structure type:
Chapter

Chapter

Title:
Verkehrs-Nachrichten.
Document type:
Periodical
Structure type:
Chapter

Contents

Table of contents

  • Deutsches Wörterbuch.
  • Deutsches Wörterbuch. Dritter Band R-Z. (3)

Full text

1055 
Orgeln ein eigenes Register; vom Hahne wird gesagt, 
er hahbe eine tirompete in der kehle; wohin des rufs 
trompete mich von fern gelockt Platen rom. Odip. 1; 
trompere auch Name zweier Seefische, u##n#eu acus 
und 4//% an.atomisch ohrtrompete Name eines Ge- 
hörganges, muttertrompete in der Gebärmutter. — Zu- 
sammensetzungen: Trompetenjubel, m. jubelnder Klang 
der Trompeten Geibel 1, 10. — Trompetenklang, m. 
Klang der Trompete oder Trompeten. — Trompeken= 
sloß, m. Stoß in die Trompete oder Ton daher; über- 
tragen: die trompctenstösze der reklame. — Trompeten- 
ton, m. Ton der Trompete oder Trompeten. 
Trompéten, in die Trompete blasen; in älterer Spr. 
trumeten, auch drometen (vgl. unter drommete): trom- 
meten, eanere tuba Schottel; trommten, trommeten, 
trompeten Stieler; im eigentlichen Sinne: lerm trom- 
meten, cl#sicum canere lituo ebd.: es trommetct, es 
posaunet Goelhe Faust II#1; jetzt in allgemeiner Rede 
nur trompeten: zwei herolde . die laut trompeten 
Grillparzer 5, 64; zur Erregung von Aufmerlsamkeit, 
vor sich her trompeten lassen; bildlich: sonst trompetet 
er sich mit einem Ziemlich brutalen motto voraus 
Schiller 2, 384; von ähnlichen Tönen: der hahn trom- 
petet seinen morgenruf; elephanten trompeten, wenn 
sie in der Erregung trompetenähnliche Töne ausstoßen. 
— Trompeter, m. Trompetenbläser, in älterer Spr. irum- 
meter, trumeter, trumpter; tromter, trommeter und 
trompeter Stieler; als Herold oder Begleiler eines 
folchen: mit einem trompeter an den feind heranreiten, 
zu Unterhandlungen; als ein keiserischer trompeter zu 
Ihm ins läger kommen ware Zinkgref 1, 169. trom- 
peter, trompetenfisch, auch Name eines Röhrenfisches, 
sistularia chinensis. 
Trobf, m. 1) Schlagsluß, mhd. trep#, mittellat. gutta; 
auf eine medizinische Vorstellung zurückgehend, nach der 
ein Tropsen Blut, aus dem Gehirn auf das Herz fallend, 
den Schlagfluß erzeuge; als Volksglaube noch in Kärnthen, 
mitgeteilt von Roseg ger als ich jung noch war 110; apo- 
le.rr#a tropfen, troptc, tropff, trophen Dief.: par####y##s, 
lämme des leihs, der tropf oder schlag Dasypodius; 
als Verwünschung: schenk ein, schenk, das dich der 
tropf schlag Garg. 192; als landschaftliches Wort noch 
bei Steinbach: tropl, schlag. hand gottes, anople.ria 
für die Schriftspr. untergegangen. 2) einfältiger Mensch, 
erst im späteren Mhd. als tropfe erscheinend, wie man 
meint, ans der vorigen Bed. herausgebildet und eigent- 
lich einen Gelähmten, Schlagflüssigen bezeichnend, dann 
allgemeiner einen von schwachen Verstandeskräften, schel- 
tend oder bedauernd; in älterer Spr. in schwacher Form: 
da hieb man einen jungen armen tropfen mit gerten 
aus2 D. Städtechr. 11, 660; des kalen tropfen Garg. 344; 
solche verirrete arme tropfen . wurden von den weibern 
ubel tractiret Simpl. 1, 268; und noch bei Goethe: 
auch wir sindungewiesen! die mädchen auf die tropfen, 
die weiber auf die thoren Scherz, List und Nache 1; 
der Nom. gekürzt: du heiloser teonnseen berus Es. 13, 25; 
du narr, du schelm, du grober tropf H Sachs Fab. 
1, 109; in neuerer Spr. ist starke Form erwachsen: 
seichter (Schiller 1, 213), dummer (252), armer (Räub. 
1, 2), hungriger (2, 3), urmsel'ger (Droste 385), elender 
tropf; den gutherzigen tropt Wieland Spylv. 5,2; 
halte sich . für einen ungluckscligen tropf Keller 
Nachl. 48; wandelte sich das gesicht destropfes Freytag 
Ahn. 5, 209; tröpfe! Goethe Großc. 2, 2; ein mann 
gegen eine handvell tröpfe Heyse 9, 362. 
Tropfbar, in Tropfen zu teilen: tropfbare flussig- 
keit. — tröpfeln, in einzelnen oder leinen Tropfen 
fallen oder fallen lassen; erst seit dem 15. Ih. bezeugte 
Bildung: guklaxe trepflen Dief.; intransitiv, tropsen- 
weise fallen: es sind nicht alles gute und selige morgen- 
regen, die vom himmel tröpflen Mathesius Sar. 1219; 
die thrünen des grames tröpfeln langeum VWeber Sag. 
Trompetenjubel — tröpfeln. 
1056 
d. Vorz. 2,72; (wo) dem grafen von Meerschaum das heisze 
wachs von einem kronleuchter auf den domino tröpfelte 
Schiller Kab. 3, 2; der schnee tröpfelte emsig vom 
dache Eichendorff Taug. 1; es tröpfelt von den locken 
geronnen blut und hirn Freiligrath 1, 50; begrifftau- 
schend: wenn die kruge tröpfeln 72; allgemein, es tröpfelt, 
vom Regen: drauszen tröpfelt es vom dach Droste 176; 
zur scitc hör ichs tröpfeln, wie von regen 341; sprich- 
wörtlich: wenn es auf den herrn regnet, so tröpfelt es 
auf den knecht Simrock 243; — transitiv, fallen lassen: 
dasz ich euch lebensbalsam anf zucker tröpfle Schiller 
Räub. 5, 1; (er) tröpfelt das letzte in sein glas Goethe 
Göt 3; ohne Obij.: der tröplelnde wald Werther 1. 
— Tropsen, m. niederfallendes Kügelchen einer Flüssig- 
keit; gemeingermanisches, zu trieken (f. d.) gehöriges Wort, 
ahd. tropfo, troffo, mhd. tropfe, altsächs. dropo, altengl. 
dropa, altnord. dropi, goth. unbezeugt; eins mit tropf 
(s. d.), in älterer Spr. auch mit gekürzter Form des 
Nom. Sing.: gutlo, stilla troph, trophe, trepfe, tropf, 
dropfe, drophe, droph, troppe, (ropp, droppe u. ä. Dief.; 
ein tropf des mergenthawes Weish. Sal. 11, 23; der 
allerkleinste tropf (Wein) Hölty 190; in starke Form 
übergegangen: du bist der weiszheit meer, wir sind 
davon nur tröpfe Haller 127 (später geändert); schlurft 
den letzten tropf Voß Idyll. 5, 192 als volksmäßig; 
sonst gilt die alte Form tropfe teilweise bis zum 19. Ih.: 
der tropse wein Schiller Fiesko 3, 5; der tropse 
wassers JPaul Leb. Fibels 18; die heutige Nominativ- 
sorm ist im 17. Ih. vorhanden (er weinet dasz ein 
tropfen den anderen schlüget Stieler), und von da 
ab verbreilet; Dim. tröpflein und tröpfehen, vgl. unten. 
Bed. im eigentlichen Sinne, von der geringsten Menge 
jeder Flüssigteit, mit näherer ausdrücklicher oder durch 
den Zufammenhang zu verstehender Bezeichnung: licsze 4 
wie der regen auf das gras, und wie die tropfen auf 
das kraut 5. Mos. 32, 2; die tropfen flötzen die erden 
weg Hiob 14, 19; schnee der . allgemach in tropfen 
sich verliert Hagedorn Fab. 2, 47; keinen tropfen 
im beeher lassen, siccare calieem Stieler; ich habe 
dem keller zwanzig jahre lang vorgestanden: von 
mir haben die armen nicht einen tropfen bekommen 
Kotzebue Menschenhaß 4, 7; bis unf den letzten tropfen 
in der flasche wurde ich bei meiner rede bleiben 
Lessing Minna 1, 2; der diese köstlichen tropfen aus 
so himmlischen augen preszt Schiller Räub. 1, 3; 
in dem kleid ein rothes tröpfechen (Blut) Grabbe 
1, 364; mit Teilungsgenikiv, neuer mit bloßer Bei- 
setzung eines bestimmenden Subst.: sin sweigz samaso 
tropfo bluotes Tatian 182, 3; die tropfen des tawes 
Hiob 38, 28; cin tröpflin wassers Sir. 18, 8; der lange 
nach einem tropfen frischen wassers schmachtete Wie- 
land Per. Prot. 1; jeden tropfen brüderlichen bluts 
Schiller Räub. 4, 5; iröpfchen balsam Körner Zriny 
2, 2; tropfen gist Rosam. 1.7; ein tröpflein gist Grill- 
parzer 5, 46; während ich jedes wort wie cinen 
tropfen muskatwein verschlang Keller Werke 1, 237; 
in Zusammensetzungen: regen-, wasser-, milch-, thrünen-, 
bluts-, schweisztropfen u. a.; sprichwörtlich: öftere tropfen 
hölen einen harten stein aus Stieler; bis aul den 
letzien blutstropfen fechten ebd.; so ähnlich . als ein 
tropfen wasser dem andern Lessing 8, 237; ein tropfen 
schmeichelnd vom Wein, das ist ein guter tropfen; ein 
gutes tröpfchen im keller haben; was ists doch cine 
edle sach um ein gut tröpschen! Maler Müller 1, 163; 
troplen von Arznei in Tropfenform, durch Zusammen- 
setzung näher bezeichnet: eisen-, stahl-, balsam-, lebens-, 
magentropfen u. s. w.; wundertropfen, salze, balsame 
fuhrte er (der Arzt) jederzeit bei sich Goethe Wanderj. 
3, 5; bei Bestimmung der Gabe: stundlich zwanzig 
tropfen zu nehmen; wie viel tropfen? Gotter 3, 100; 
hier ist cin fläschchen! drei tropfen nur in ihrem 
trank umhullen mit tiefem schlaf gefüllig die natur 
Tropfen.
	        

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