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Deutsches Wörterbuch. Erster Band A-G. (1)

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Bibliographic data

fullscreen: Deutsches Wörterbuch. Erster Band A-G. (1)

Periodical

Persistent identifier:
kbl
Title:
Deutsches Kolonialblatt.
Place of publication:
Berlin
Document type:
Periodical
Collection:
deutschesreich
Publication year:
1890
1921
DDC Group:
Gesetzgebung
Copyright:
Ewiger Bund
Language:
German

Periodical volume

Persistent identifier:
kbl_1913
Title:
Deutsches Kolonialblatt. XXIV. Jahrgang, 1913.
Volume count:
24
Publisher:
Ernst Siegfried Mittler und Sohn
Document type:
Periodical volume
Collection:
deutschesreich
Publication year:
1913
DDC Group:
Gesetzgebung
Copyright:
Ewiger Bund
Language:
German

law_gazette

Title:
Stück Nummer 2.
Volume count:
2
Document type:
Periodical
Structure type:
law_gazette

Chapter

Title:
Amtlicher Teil.
Document type:
Periodical
Structure type:
Chapter

law

Title:
Kaiserliche Verordnung über die Besteuerung von Diamantenabbaubetrieben in Deutsch- Südwestafrika (Diamantensteuerordnung).
Document type:
Periodical
Structure type:
law

Contents

Table of contents

  • Deutsches Wörterbuch.
  • Deutsches Wörterbuch. Erster Band A-G. (1)

Full text

269 Bader — Bahn. 270 
wenn Bienenzüchter den Stock ins Wasser tauchen, um des Turnierplatzes: als er in die bahn gezogen Uhland 
die Bienen zu betäuben; im sande, stunbe baden, wie 219. Ubertragen: bahn des lasters, der tugend; einem 
Hühner: in der luft, ein Lustbad nehmen; die ermatteten die babn vorzeichnen, die er zu wandeln hat; herr 
glieder zu baden in den erfrischenden atrömen der weise mir deinen weg, und leite mich auf richtiger ban 
luste Schiller Br. v. Mess. 916; in deinem thau ge- Pfl. 27, 11; der ist sebon auf der ban der gottlosen 
sund mich baden Goethe Faust 1; bildlich: in schweisz Sir. 21, 7; an der bezeichneten bahn des eigencn so- 
gebadet, wie schon mhd. diu ors in sweize muosen baden wohl als des mitburgerlichen lebens Goethe 37,21; 
Parz. 262, 30; dic kehle in wein baden, vgl. ausbaden; etwas kommt auf die bahn, wird auf die hahn gebracht, 
in blut baden: wird seine füsze baden in des gottlosen vorgebracht: etwas nuws bring auf die ban Brant 
blut Pf. 58, 11; in thränen: ein strom von thränen Narr. 91,7; die gewonbeit ist ab der ban kommen 
bricht aus ihrem aug und badet sein gesicht Wie= Maaler:; einen aus seiner gewohnten bahn bringen, 
land Ob. 9, 33; der musz sein tag im unglück baden reiszen; reine bahn machen, Hindernisse beseitigen; nun. 
B Waldis Es. 3, 98; wie waten: weil man dabei stark wär freie, ebene bahn Schiller Räub. 2, 1; einer 
im moraste baden mmsz Döbel Jägerpr. 2, 182. — vneuen ansicht bahn brechen; etwas auf die lange bahn 
Bader, w. (mhd. badære) der berufsmäßig das Bad be= setzen, ziechen Haltaus (sonst lange bank); meine 
Bahnbeamter — bald. 
sorgt, zugleich auch Barbier, Wundarzt. Sprichwörtlich 
bischof oder bader. etwas Ordentliches oder nichts: gelten 
mir gleich bischof und bader Fischart pod. Tr. J-; 
aintweder bader oder bischof werden Aventin 2, 28. 
— Baderei, k. Badeanstalt (veraltet). 
Baff, den Knall der Flinte nachahmend: bat! liegt 
der marder Schiller Fiesko 3, 4. vgl. pags. — Bälf- 
chen, s. Bessehen. — Bassen, Bäffen, kurz bellen wie ein 
Hund; Tonwort: gelich dem hunt der vil baft im mbd. 
Malagis; batlen, bäflen, bellen Henisch; übertragen: 
o flöchen d'’mann, die wiber bellen Murner Narr. 
31, 88. 
Baggern, Schlamm aus Wasserläufen entsernen; 
der Ausdruck ist mit der Kunst aus Holland (baggeren 
von bagger Schlamm) seit vor. Ih. über Niederdeutsch- 
land eingedrungen; vgl. ausbaggern. Davon erst auf 
deutschem Boden gebildet Bagger, m. Maschine zum 
Baggern. 
Bah, Ausruf der Abweisung (vgl. ba): bah! es thut 
nichts Freytag Soll 2, 158; als pah: pah! was ihr 
bahn ist aus Schiller Fiesko 5, 4. — Zusammen- 
setzungen: Bahnbeamter, m. Beamter au einer Eisen- 
bahn. — Bahnbrecher, m. der Bahn bricht, im eigent- 
lichen und übertragenen Sinne. — Bahndienst, m. Dienst 
an der Eisenbahn. — bahnenlos, ohne Bahnen: durch 
bahnenlose wusten Schiller 5,91.— Bahnhof, m. Platz 
und Gebäude einer Eisenbahnstation. — Bahnwart, 
Bahnwärter, m. Wärter an einer Eisenbahn. — Bahn- 
zug, m. Eisenbahnzug. 
Bahnen, Bahn, geebneten Weg schaffen, mhd. banen, 
bei Luther und gnal im 17. 3. bei Schlesiern und 
Obersachsen auch bähnen: der weg der frommen ist 
wol gebenet Spr. Sal. 15, 19; meine plat sollen ge- 
behnet sein Jes. 19, 11; sichre strasze bähnen Günther 
485; sonst, wie jetzt durchaus bahnen: straszen, wege 
durch schnec, wildnis; eine sträze diu was wol gebant. 
Wigal. 161, 27; die strasz ist zu eim theil gebanet. 
Garg. 27; den gebahntesten weg zum verstand und zum 
bherzen Schiller 3, 522; und hat mir nicht gebabnet 
das lied den weg zu dir? Rückert Liebesfr. 1, 43. vgl. 
schwatzi Platen Liga 1. — Bäh, das Blöken der anbahnen. In der Jägerspr. bahnen von wilden Tieren, 
Schafe nachahmend (vogl. ba); als Subst.: dasz sie ihre sich lösen, Notdurst verrichten Jacobsson. 
sPrache verloren und blosz das kindlich frommc bäb 
behielten HHeine 13, 69. 
Bähen, 1) in seuchte Wärme bringen, abd. bajan, 
bäan, mhd. bejen, ben, mittelengl. bæwen; kranke 
glieder, eine geschwulst, durch feuchtwarme Umsschläge 
erweichen; in der Küche mbd. sniten bæn Parz. 120, 29, 
mit heißem Fett durchtränken, später nur wie rösten: 
bäyen, halb bachen Maaler; gebähet brod Frisch; 
auch bolz (ebd.), am Feuer biegsam machen; jetzt wenig 
mehr gebraucht. 2) Tonwort, vom Geschrei der Schafe: 
das schaf habt. vgl. blähen 1. 
Bahn, kf. getretener, geebneter Weg; erst im mhd. als 
Baßhre, s. Werkzeug zum Tragen, ahd. bära, mhd. 
bäre, altengl. bær, zum Verbum ahd. beran tragen ge- 
hörig; im allgemeinen Sinne: legren sie (die Kranken) 
auf betten und baren Ap. Gesch. 5, 15; als Haus= und 
landwirtschaftliches Gerät tragbahre, mistbahre; am 
häufigsten Gestell zum Tragen eines Toten oder Sarges, 
totenbahre: ouch tragent si.. als si in begraben wellen. 
minen hérren, uf der büre Iwein 1249; tragen jhn auf 
der bar daher, als ob er gestern gestorben wer Garg. 
91; tragen die bahre, darauf der bedeckte sarg steht 
Goethe Clav. 5; ungewöhnlich wie Sarg: ieh kratzte 
an dem deckel der bahre Schiller Räub. 4, 5; sormel- 
bane und ban, Fem. u. Masc. erscheinend, mul. bane, hast zeitbestimmend: von der wiege bis zur bahre; auf 
Fem., betretener, gangbarer Weg, auch Schlachtfeld; die der bahre liegen (Goethe W. Meister 6), gestorben sein. 
Vorgeschichte des Wortes ist ganz dunkel; Masc. im — bahren, auf die Bahre legen (mhd. bären), einen 
nhd. verschollen. Im eigentlichen Sinne: han, getribner toten; jetzt gewöhnlicher aufbahren (s. d.). — Bahr- 
wäg Maaler; bahn durch den schnee, wald; sich bahn luch, n. Tuch über eine Totenbahre. 
hauen, brechen, machen, schaffen; einer von unsern] Bai, s. Meeresbucht; altroman., schon von Isidor 
führern muszte voran und brach, indem er herzhaft (baia) ausgeführtes Wort, ital. baja, franz. baie, über 
durchschritt, die bahn Goethe 16, 287; sie hieben mit Holland (baeye sinus maris, statio navium Kilian) 
dem degen sich bahn zum schlosse bin Uhland 107; und Niederdeutschland (santbaye durch Sandgrund zum 
im befondern von dem Weg der Gestirne: weltsysteme Ankern geeignete Bucht Seebuch v. Kopmann S. 110) 
vollenden ihre bahnen Schiller Kab. 5, 3; geebnete zu uns gekommen, bei Stein bach baye, Frisch baie. 
Fläche für Schlitten, Schlittschuhsahrer, schlittenbahn, 
eisbahn; für Kegel, kegelbahn; für den Dampfwagen, 
eischbahn; die Anstalt selbst nach ihrem Betrieb, Ort 
des Ausenthalts (Station): mit der bahn ankommen, 
wegreisen; die guter werden durch die bahn befürdert. 
von der bahn abgeholt; für das Wild, wildbahn; glatte 
Fläche an Werkzeugen, bahn des ambosses, bammers 
u. u.; gewebtes Zeug nach seiner Breite: für den rock 
werden sechs bahnen gebraucht; bane für bane, breiter 
und schmäler . neben einander nageln (bemalte Lein- 
wand) Goethe Du W. 3; Fläche überhaupt in Bezug 
auf ihre Erstreckung: speit ein ban Garg. 167; Schranken 
Adelung da#. ç„ 
Bake, k. Merkzeichen für Schiffer zum Finden des 
Fahrwassers, im Wasser oder auf dem Lande errichter, 
aus dem Niederd. dake, das auch den allgemeineren Sinn 
Zeichen hat; vgl. engl. bencon, Zeichen, Leuchtfeuer, 
Schiffsbake; eutsprechend ahd. bonhhap Zeichen. 
Bald, schnell, sogleich, in älterer Form balde (noch 
bei Goethe in Wandrers Nachtlied: walde), Adv. zu 
dem untergegangenen Adj. ahd. pald. bald, mhd. bald, 
eigentlich sehnenstark, daher kühn zum Angriff, anstür- 
mend; nur in zeitlicher Bed., in älterer Spr. wie so- 
gleich (jetzt noch in alsbald, alsobald und sohald, s. d.):
	        

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