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Meyers Großes Konversations-Lexikon. Erster Teil. (1)

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Copyright

Public Domain Mark 1.0. You can find more information here.

Bibliographic data

Full text: Meyers Großes Konversations-Lexikon. Erster Teil. (1)

Periodical

Persistent identifier:
kbl
Title:
Deutsches Kolonialblatt.
Place of publication:
Berlin
Document type:
Periodical
Collection:
deutschesreich
Publication year:
1890
1921
DDC Group:
Gesetzgebung
Copyright:
Ewiger Bund
Language:
German

Periodical volume

Persistent identifier:
kbl_1913
Title:
Deutsches Kolonialblatt. XXIV. Jahrgang, 1913.
Volume count:
24
Publisher:
Ernst Siegfried Mittler und Sohn
Document type:
Periodical volume
Collection:
deutschesreich
Publication year:
1913
DDC Group:
Gesetzgebung
Copyright:
Ewiger Bund
Language:
German

law_gazette

Title:
Stück Nummer 2.
Volume count:
2
Document type:
Periodical
Structure type:
law_gazette

Chapter

Title:
Amtlicher Teil.
Document type:
Periodical
Structure type:
Chapter

law

Title:
Ausführungsbestimmungen des Gouverneurs von Deutsch-Ostafrika zur Einwanderungs-Verordnung vom 10. Oktober 1912.
Document type:
Periodical
Structure type:
law

Contents

Table of contents

  • Meyers Großes Konversations-Lexikon.
  • Meyers Großes Konversations-Lexikon. Erster Teil. (1)

Full text

Foß: Der Seekrieg 1914/15 
dampfer genommen. Damit waren die Feindselig- 
keiten zwischen der Türkei und Rußland ohne förm- 
liche Kriegserklärung eröffnet. Bei der Wichtigkeit der 
Benutzung der Meerengen für die Aus= und Einfuhr 
Südrußlands suchte der Dreiverband die von der 
Türkei gesperrte freie Fahrt vom Schwarzen Meer ins 
Mittelmeer zu erzwingen. Als die Vorstellungen sei- 
ner Botschafter bei der Hohen Pforte keinen Erfolg 
hatten, forderten die Botschafter ihre Pässe. Die förm- 
liche Kriegserklärung Frankreichs und Englands er- 
folgte am 5. November. Am 31. Oktober bombar- 
dierte die türkische Flotte Sewastopol, Theodosia, Ba- 
tum und Trapezunt. Mehrere russische Schiffe wur- 
den versenkt und beschädigt. 
Admiral Souchon war unausgesetzt bemüht, die 
russische Flotte zu beunruhigen. Immer aufs neue 
machte er Vorstöße und scheute sich auch nicht, die ver- 
sammelte russische Flotte anzugreifen. Am 18. No- 
vember bombardierten die Raff en Trapezunt. Darauf 
liefen die beiden Kreuzer sofort aus und riffen zwei 
Linienschiffe, fünf Kreuzer und fünf Zerstörer so 
energisch an, daß diese nach Sewastopol flüchteten; 
"Swjatoi Jevstafi- (1906, 13000 t, 17 Knoten, vier 
30,5-cm-, vier 20,8--cm-, zwölf 15-cm-, vierzehn 
7.5-em-, sechs 4,7-Cm-Schnelladekanonen, drei Tor- 
pedorohre) wurde stark beschädigt. Als Admiral 
Souchon am 25.Dezember mit -Goebene bei nebligem 
Wetter auf einen aus 17 Schiffen starken Verband stieß, 
gelang es ihm, sich schnell einzuschießen, das Linienschiff 
iRostiflav (1896, 8000t, 15,6 Knoten, vier 25/4 m., 
acht 15-em-, zwölf 4,2-m-, vier 3.7.cm--Schnellade- 
kanonen, zwei Torpedorohre) ernstlich zu beschädigen 
und die Minendampfer »Oleg« und -Athos- zu ver- 
senken. Als die -Breslau= herankam, wich das rus- 
sische Geschwader nach Sewastopol aus. Russische 
Städte wurden bombardiert, Funkstationen und Pe- 
troleumbehälter vernichtet, die Operationen der tür- 
kischen Kaukasusarmee unterstützt, die rückwärtigen 
Seeverbindungen des russischen Heeres gestört. ein Ka- 
nonenboot und viele Dampfer versenkt. Bei einer die- 
ser kühnen Fahrten aber geriet der Schlachtkreuzer in 
eine Minensperre; zwei Minen krepierten unter sei- 
nem Boden, gllcklicherweise an verschiedenen Seiten. 
Dank der tadellosen Manneszucht, dem richtig ge- 
handhabten Lecksicherungsdienst und der guten Schiffs- 
konstruktion gelang es, das Schiff nach Konstantinopel 
u bringen, wo es durch deutsche Ingenieure und 
G. #taardeeiter völlig wiederhergestellt wurde. übler 
erging es am 3. April 1915 dem osmanischen Kleinen 
Kreuzer „Mediidijé-, der bei Otschakow durch eine 
Mine sank, von denen die Russen ungezählte Mengen im 
Schwarzen Meer ausgelegt hatten. Am 13.Dezember 
1914 versenkte das ahtische U-Boot »B 11., demes ge- 
lungen war, die Dardanellen zu passieren, das im Bos- 
porus ankernde alte türkische Banzerschiff »Messudje«. 
Vor den Dardanellen hatte sich Ende 1914 eine 
starle anglo-französische Flotte versammelt, die am 
3. November die Außenforts auf 15 km Entfernung 
beschoß. Diese mit kleinen Pausen wiederholten Bom- 
bardements führten schließlich dazu, daß die Außen- 
forts niedergekämpft wurden. 
Im Laufe des Januar und Februar 1915 unter- 
nahmen die Flotten der Westmächte nur Tastversuche 
gegen die Dardanellen; erst im März gingen sie ener- 
gischer vor. Das französische Tauchboot = Saphir-, 
das in die Dardanellen einzudringen versuchte, wurde 
durch Artillerie versenkt. Am 1. März erschienen vier 
Linienschiffe in der Einfahrt, beschossen Fort Dardanos 
267 
und gingen, nachdem einige von ihnen mehrere 
schwere Treffer erhalten hatten, wieder seewärts. 
Landungsversuche scheiterten; in die Meerenge ein- 
gelaufene Minensucher wurden durch Artilleriefeuer 
vriagt. Ahnlich verliefen der dritte und vierte Angriff. 
Bei Sidd el Bahr und Kum Kale gelandete britische 
Matrosen erlitten schwere Verluste. Am 5. Märzbom- 
bardierten -Vengeance (1899, 13150 t, 18 Knoten, 
vier 30,5-cm-, zwölf 15,2-em-, zehn 7,6-cm-, sechs 
4, 7 -cm-Schnelladekanonen, vier 45-cm-Torpedo- 
rohre), »Queen Elizabethe (1913, 28 500 t, 25 Kno- 
ten, acht 38-Cm--, 7 ehn 15,2-cm-, zwölf 7,6-cm- 
Schnelladekanonen, acht 53-am-Torpedorohre) und 
„Agamemnon-- (1906, 19000 t, 19 Knoten, vier 
30,5-cm-, zehn 23.4-cm-, vierundzwanzig 7.6-cm- 
Schnelladekanonen, fünf Torpedorohre) vom Golf von 
Saros aus die inneren Forts mit indirektem Feuer, 
während vor der Einfahrt stehende Schiffe dieses lei- 
teten. Als am folgenden Tage „Queen Elizabeth- 
wiederum die Beschießung aufnahm, erhielt sie drei 
Haubitztreffer, die sie veranlaßten, schleunigst seewärts 
u verschwinden. Vom 7. ab beteiligten sich franzö- 
ische Panzerschiffe an der Beschießung. Täglich er- 
schienen 4—6 Schiffe, um die Innenwerke unter Feuer 
zu nehmen. Abends verschwanden sie wieder in der 
Richtung Tenedos. Dort waren 14 große britische 
und 4 französische Schlachtschiffe versammelt. 
Am 8. März wurden die Stellungen der türkischen 
Infanterie auf dem anatolischen Ufer beschossen; in 
den Nächten vom 11./12. und 12./13. stießen Minen- 
sucher gegen die Sperre vor; sie wurden durch Ar- 
tilleriefeuer verjagt. Am 14. März wurde der Kleine 
Kreuzer= Amethyst- (1903, 3050 #, 23,°6 Knoten, zwölf 
10,2-cm-, acht 47-cm-Schnelladekanonen, zwei 45-em- 
Torpedorohre) ernstlich beschädigt. Am 18. folgte der 
Hauptangriff (vgl.-Seekriegskalender-, S. 250). 
Ein Erfolg wurde jedoch nicht erzielt. Alle Schiffe 
wurden vielfach getroffen und hatten schwere blutige 
Verluste. Irresistible-, = Ocean-, Bouvet= und ein 
britischer Zerstörer sanken, weitere Schiffe, darunter 
„Gaulois“, wurden zum Teil schwer beschädigt. Die 
Werke blieben völlig gefechtsfähig; die Verluste be- 
trugen an Toten einige zwanzig Mann. 
Nach dieser Niederlage drang bei den Admiralen 
die Überzeugung durch, daß die Dardaänellenstellung 
mit Süffen allein nicht forciert werden könne; dazu 
sei vielmehr die Mitwirkung einer Armee unentbehr- 
lich. Sie sollte zu beiden Seiten der Straße gelandet 
werden und die Verteidigungswerke im Rücken an- 
greifen, während die Schiffe von der Wasserfront aus 
vorgingen. Dieses Heer aufzustellen und heranzu- 
schaffen, kostete viel Zeit. Die beschädigten Schiffe 
mußten durch frische ersetzt oder instand gesetzt wer- 
den. Am 16. April wurde das britische U-Boot-E 15. 
in den Dardanellen vernichtet; am 17. das englische 
Transportschiff = Manitoue durch das türkische Tor- 
pedoboot „Timur Hissar“, das bei Chios auf Strand 
gesetzt und gesprengt wurde, weil es von zwei bri- 
tischen Kreuzern verfolgt wurde. Ende April war ein 
über 100000 Mann starkes Expeditionskorps ver- 
wendungsbereit, und es gelang, dasselbe an drei ver- 
schiedenen Punkten der Halbinsel Gallipoli zu landen. 
Bei Sidd el Bahr im Süden, 20 km weiter nordöstlich 
bei Kaba Tepe, westlich Meidos, und dazwischen bei 
Sari Tepe- Ari Burnu. Auch bei Kum Kale, auf 
dem anatolischen User, waren Franzosen an Land 
gesetzt worden; ihre Stellung dort erwies sich jedoch 
als unhaltbar und wurde deshalb wieder aufgegeben.
	        

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