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deutsches Wörterbuch. Zweiter Band H-O. (2)

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Public Domain Mark 1.0. Weitere Informationen finden Sie hier.

Bibliografische Daten

fullscreen: deutsches Wörterbuch. Zweiter Band H-O. (2)

Zeitschrift

Persistenter Identifier:
kbl
Titel:
Deutsches Kolonialblatt.
Erscheinungsort:
Berlin
Dokumenttyp:
Zeitschrift
Sammlung:
deutschesreich
Erscheinungsjahr:
1890
1921
DDC-Sachgruppe:
Gesetzgebung
Copyright:
Ewiger Bund
Sprache:
Deutsch

Zeitschriftenband

Persistenter Identifier:
kbl_1913
Titel:
Deutsches Kolonialblatt. XXIV. Jahrgang, 1913.
Bandzählung:
24
Herausgeber:
Ernst Siegfried Mittler und Sohn
Dokumenttyp:
Zeitschriftenband
Sammlung:
deutschesreich
Erscheinungsjahr:
1913
DDC-Sachgruppe:
Gesetzgebung
Copyright:
Ewiger Bund
Sprache:
Deutsch

law_gazette

Titel:
Stück Nummer 15.
Bandzählung:
15
Dokumenttyp:
Zeitschrift
Strukturtyp:
law_gazette

Kapitel

Titel:
Amtlicher Teil.
Dokumenttyp:
Zeitschrift
Strukturtyp:
Kapitel

law

Titel:
Anweisung zur Ausführung von Vermessungsarbeiten durch Gouvernements-, Privat- und Gesellschaftslandmesser in Deutsch-Südwestafrika.
Dokumenttyp:
Zeitschrift
Strukturtyp:
law

Inhaltsverzeichnis

Inhalt

  • Deutsches Wörterbuch.
  • deutsches Wörterbuch. Zweiter Band H-O. (2)

Volltext

995 nieden — nieder. 
die väter nicht umsonst ihr geld vermachten Gellert 
2, 5. 2) von Alters her in Verbindung mit anderen 
Verneinungen: ichn gwan liebern tac nie Iwein 1743; 
als were mie nichts da gewesen Obadja 16; es hat nie 
kein mensch also geredt. wie dieser mensch Joh. 7, 46; 
in der gehobenen neueren Spr. nur noch ausnahms- 
weise: wie sie . nie nicht geflötet Klopstock 2, 181; 
was nie selbst der sprachen redendste nicht zu nennen 
vermöchte 187; sonst noch mundartlich und volksmäßig: 
sie haben nie kein geld Goethe Jahrm. in Plunders- 
weilen. 3) nie = sonst nicht, sonst zu keiner Zeit: so 
unerfahren als nie ein paar von achtzehn jahren 
Wieland Sixt u. Klärchen 1, 35; sie .fühlt an 
dicsem ort so tief wie nie Heyse 1, 218; nach Comp.: 
schwerer als nie däucht ihm das netz Wieland 
Winterm. 1, 54; er war geschäftiger und uberdrängter 
als nie Goethe Wanderj. 1, 11; da war er übler dran 
als noch nie Hebel 2, 127. 4) häufige Zusammen- 
rückung mit Part.: ein niegefühltes glück; eine nie- 
versiegende quclle der freuden; mit schritten eines nie- 
besiegten Schiller Räub. 4, 5. 
Nieden, in der Tiefe, unten; alte germanische, goth. 
nicht bezeugte, mit nieder (s. d.) verwandte, im letzten 
Grunde auf die Partikel sanskr. ni abwärts zurück- 
gehende Bildung, altnord. nehan von unten her, unten, 
altengl. neodan von unten, altsächs. niöana, ahd. nidana, 
mbd. nidene, niden: insra nyden Dief.; bezogen auf 
irgend eine tiefere Stelle, oder auf die Erde selbst im 
Gegensatz zum hohen Himmel: er slüc obene von den 
zenden nidene durch di lenden Straßburger Alexander 
1790; wo soll ich ihren dank vor deine ohren bringen. 
nieden im staub, oder droben im göttersitz Schiller 
Semele 547; auch durch vorgesetzte Ortsadverbien näher 
bestimmt: dort niden an dem Reine Garg. 89; vgl. da- 
nieden und hienieden unter hier. — nieder, zur Tiefe, 
abwärts; gemeingerm., zu nieden in enger Beziehung 
stehendes, wie dies auf die Partikel ni zurückgehendes 
Wort, goth. nicht bezeugt, altnord. niör, altengl. nider, 
altsächs. niöar, ahd. nidar, mhd. nider, der Bildung nach 
dem gleichbedeutenden sanskr. Adv. nitaräm sehr ähn- 
lich; auf germanischem Boden auch zum Adj. entwickelt. 
1) als Adv. der Bewegung, Gegensatz zu auf (s. d.), 
und mit diesem auch formelhaft verbunden; in zahl- 
reichen trennbaren Zusammensetzungen mit Verben und 
untrennbaren mit dem Nomen, wobei in einzelnen Fällen 
sich der Begriff des Besiegens entwickelt (einen nieder- 
beugen, chreien, sprechen, werfen, u. a., niederlage 
eines gegners u. s. w.); das Verbum in lebendiger Rede 
unterdrückt: wir indes gasse auf, gasse nieder Schiller 
Räub. 2, 3; namentlich im Rufe: steinmetz, auf, reiszt 
es nieder! alle. nieder! nieder! nieder! Tell 5, 1; nieder 
mit ihm! haut ihn in stucken! Demetr. 1, 185; mit 
sein: die sonne ist schon nieder (untergegangen); ist 
die frau schon nieder? (niedergekommen); mit bloßen 
Hilfsverben: die sonne will schon nieder; nicder müsz 
ich in die stumme nacht Heyse 1, 132; mit näheren 
Richtungsbestimmungen, vgl. auch da-, hernieder; so 
schluchzte sie nieder ins kissen Bürger die Kuh; sah 
finster vor sich nieder Freytag Ahnen 1, 352; blicken 
von den wänden nieder Heyse 1, 214; schreitet er das 
zimmer auf und nieder 219, u. s. w. 2) als Adj. und 
daraus entwickeltes Adv., — tiefer befindlich, nicht zur 
Höhe reichend, ahd. nidari, nidiri, alts. nibiri, fries. 
nithere, mhd. nidere, nider: nider oder under, inserus 
Dasypodius; inserior nederre, In/brus nidrist, in- 
Amus der aller niderst Dief.; in Bezug auf Lage: 
der niedere teil eines landes; in obern und nidern 
Baiern Aventin 1, 5; oster- und westerwind. den 
man ober und nider nent 41; vgl. Zusammensetzungen 
wie niederdeutsch, niederland, u. s. w.; daz nider kail 
an dem tier Megenberg 240, 14; in Bezug auf 
mangelnde Ausdehnung in die Höhe, meist attributiv, 
996 
mit niedrig wechselnd: niedere bauwerke, häuser. stuben: 
ein hugel ist niedrer als ein berg Adelung; ein nie- 
derer zaun Stieler; niedere sträucher, niederes busch- 
werk; über die niederen klippen Moltke 4, 316; jener 
dort in niedrer reisiglaube Heyse 1, 97; das stoppel- 
feld . erglänzt am niedern mittagsstral (des Herbstes) 
Voß 5, 7; niedere stuhle, tische, bänke; hohe oder 
niedre absätze (an Stiefeln) Schiller 4, 188; mit dem 
Nebensinn des Armlichen und Geringen: er weilte unter 
unserem niederen dach; die niedere hütte des armen; 
im kämmerlein, so nieder und klein Goethe im 
Sommer; in Bezug auf Zahlen: niedere zahlen, num- 
mern, preise, gewinne, niederer stand der papiere; in 
Bezug auf Töne, — leise, nicht laut Frisch; einen 
Rang bezeichnend: alles was hoch, nider, oder mittel 
ist Luther 5, 108; hobe und niedere gerichte, geist- 
lichkeit, beamte, diener; die niedere jagd Adelung; 
niedere metalle, Zinn, Eisen u. s. w. ebd.; auf niedern 
und hohen schulen Rabener 3, 15; ich bin nur eines 
hirten niedre tochter Schiller Jungfr. 1, 10; zu ihren 
niedern dienerinnen Künstler 29; befehl aus niederm 
mund Grillparzer 7, 207; wurde in Polen nie ein 
hoher und niederer adel anerkannt Moltke 2, 79; auf 
Geistiges und Sittliches übertragen: niedere kräfte im 
menschen, eine niedere seele, nicderer geiz; niedere 
verläumder, ein niederer eigennutz, der niedere stolz 
Adelung:; der feige sklave niedrer lust Uz 1, 231; 
dic niedern freuden 2, 145; kein niedrer trieb Schiller 
Künstler 87; eine niedere stufe der bildung einnehmen; 
als Kunstwort niederer stil, niedere schreibart im Gegen- 
satz zur mittleren und höheren; in substantiver Stellung, 
der niedere, gesellschaftlich tief stehende: nidere, In#r: 
Dasypodius; es ist der fluch der hohen, dasz die 
niedern sich ihres offnen ohrs bemächtigen Schiller 
Br. v. Mess. 497; der tisch des niedern ist bald ge- 
deckt Heyse 1, 381; das niedere, sittlich oder geistig 
tief stehende: alles niedre von sich abweisen; diese zeit 
bat fürchterliche zeichen, das niedre schwillt, das 
hohe senkt sich nieder Goethe nat. Tocht. 1, 54 — 
in älterer Spr. auch adverbial: hoch erkoren, aber 
nider geboren Garg. 49; schlächt und nider gebauwen 
hausz Maaler; ibr herrn steht in der kirchen nider, 
und könt nicht alles ubersehen Zinkgref 1, 363; in 
Zusammensetzungen, vgl. an alphabetischer Stelle. 
Niederbeugen, abwärts beugen, eigentlich und über- 
tragen: einen, sich; von kummer niedergebeugt sein; 
er beugt sich grinsend zu mir nieder Freiligrath 
1, 141. — niederbiegen, abwärts biegen, eigentlich und 
übertragen: einen, sich; sie batte sich zu ihm nieder- 
gebogen. — Niederblick, m. Blick abwärts: eine 
den niederblick auf das schlosz gewährende lichtung 
CF Meyer Ang. Borgia 113.— niederblicken, abwärts, 
zu Boden blicken Stieler; blick nieder, hohe königin 
des himmels Schiller Br. v. Mess. 294; unsinnlich: 
(ein Bild) blickt von der wand dort auf den zögling 
nieder Heyse 1, 219. — niederblitzen, als oder wie 
ein Blitzstrahl abwärts fahren: wo nur durch blätter 
niederblitzt das licht Freiligrath 1, 30; tranf., wie 
ein Blitz zu Boden schmettern: siegesblick, der die 
verläumdung müchtig niederblitzt Schiller Jungfr. 
4, 11. — niederbrechen, zu Boden brechen, trans. 2weige, 
häuser; intrans. der regen brach nieder. — nieder- 
brennen, zu Boden brennen, intranf.: das haus brannte 
nieder; derweil die flamme mälig verglimmend nieder- 
brennt Freiligrath 1, 63; trans. ein baus nieder- 
brennen; durch Schießen (vgl. brennen 2b): wenn sie 
(Wildschützen) einen jäger niederbrennen Rosegger 
Waldschulm. 55. — niederbücken, abwärts bücken, tranf. 
und refl.: ein niedergebuckter greis; bücket sich nider 
auf die erden (ehrerbietig) 1. Mos. 18, 2; Ihesus bucket 
sich nider, und schreib mit dem finger auf die erden 
Joh. 8, 6. 
niederbeugen — niederbücken.
	        

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