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Heinrich der Löwe Herzog von Bayern und Sachsen.

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Nutzungslizenz

Public Domain Mark 1.0. Weitere Informationen finden Sie hier.

Bibliografische Daten

Volltext: Heinrich der Löwe Herzog von Bayern und Sachsen.

Zeitschrift

Persistenter Identifier:
gvbl_sachsen
Titel:
Gesetz- und Verordnungsblatt für das Königreich Sachsen.
Erscheinungsort:
Dresden
Dokumenttyp:
Zeitschrift
Sammlung:
sachsen
Erscheinungsjahr:
1835
1918
DDC-Sachgruppe:
Gesetzgebung
Copyright:
Ewiger Bund
Sprache:
Deutsch

Zeitschriftenband

Persistenter Identifier:
gvbl_sachsen_1886
Titel:
Gesetz- und Verordnungsblatt für das Königreich Sachsen vom Jahre 1886.
Bandzählung:
52
Herausgeber:
Meinhold & Söhne
Dokumenttyp:
Zeitschriftenband
Sammlung:
sachsen
Erscheinungsjahr:
1886
DDC-Sachgruppe:
Gesetzgebung
Copyright:
Ewiger Bund
Sprache:
Deutsch

Volltext

80 Zweites Buch. I: Heinrichs Jugend. 
1144 In einem wichtigen Streite, der bald darauf in Sachsen ausbrach, zeigten 
diese Männer, wie sehr ihnen die Macht ihres Fürsten am Herzen liege. — 
Besonders begütert im Norden Deutschlands war das rauhe und gewalt- 
tätige Geschlecht der Grafen von Stade, das im Laufe der Zeit auch die 
Ditmarschen im westlichen Holstein, ein kräftiges, freiheitliebendes Völkchen 
gemischt sächsischer und friesischer Abstammung, zwischen der Elb= und der 
1106—30 Eidermündung, sich unterworfen und mehrere Jahrzehnte hindurch sogar 
die Nordmark besessen hatte'). Im Jahre 1062 hatte Graf Udo die 
Grasschaft Stade zwar in ein Lehensverhältnis zu dem Bremer Erzstift ge- 
bracht““), allein allmählich war diese Abhängigkeit, die sich auf die Dith- 
marschen nie erstreckt hatte, wieder verschwunden. Graf Rudolf I. von Stade, 
der zur Zeit Heinrichs V. lebte, hatte drei Söhne hinterlassen: Rudolf II., 
Udo, den Grafen von Frankensleben“““), und Hartwich, der die geistliche 
Laufbahn einschlug und die Propstei an der Bremer Metropolitankirche er- 
hielt. Eine Tochter, Liutgarde, verheiratete Rudolf I. an jenen Pfalzgrafen 
Friedrich von Sommerschenburg, den treuen Anhänger der Welfen. Nach 
dem Tode des Vaters trat Rudolf II. an die Spitze der mächtigen Familie. 
Bei dem zwischen Heinrich dem Stolzen und Albrecht dem Bären aus- 
brechenden Streite schloß er sich der Partei seines Schwagers an und verfocht 
seine eigenen Ansprüche auf die Nordmark nicht unglücklich gegen Albrecht##). 
Er war ein wilder, harter Mann, und besonders die stolzen und unabhängig- 
keitsliebenden Dithmarschen mußten von ihm den willkürlichsten Druck er- 
1145 fahrenff). Darüber empörten sich diese, und als der Graf gegen die Auf- 
rührer zog, wurde er mit den meisten seiner Begleiter bei der Böcklenburg 
15. März an der Burgerau im Süden des Ländchens von ihnen erschlagenff#). Er 
starb an demselben Tage, an dem 14 Jahre früher sein Bruder Udo gefallen 
warz). Das folgenschwere Ereignis wurde bald von einem üppigen Kranze 
von Sagen umwuchert — ein Beweis, wie tiefen Eindruck es im Sachsen- 
  
Wolfenbüttel und Braunschweig begüterten Liudolf von Weltin nerode m—' 
und Liuthart von Meinersen. (Stumpf, Acta Moguntina saeculi XII, p. 31 f. 
*) Deshalb wurde auch nachher der Graf von Stade noch häufig als „o. 
(marchio) bezeichnet. 
%EG. Krit. Erört., In. 
*#% Anon. Sazxo, p. 107. 
) Siehe S. 55. 
) An. Magdeb.LTedmarsgoiloppressiones eius Isc. Rothulfildiutius ferre noluerunt. 
Voht Anon. Sazo, p. 107. — An. Magdeb. lI. C. — Annales Bremenses, M. G. Se. 
56. — Albert. Stad., p. 324. — Vgl. die Urkunden bei Lappenberg, Ham- 
Rrl# Urkundenbuch, I, S. 165—169. — über das Jahr dieses Ereignisses — 1144 
oder 1145 — herrscht unter den Quellen Zwiespalt. Indes hat, während R. Nehl- 
sen, Dithmarscher Geschichten (Hamburg s. a.)sich für 1144 entschied, Rob. Chaly- 
baeus , Gesch. Dithmarschens bis 1559 (Kiel und Leipzig, 1888) aus den Urkunden 
dargetan, daß das richtige Datum 1145 ist. 
1!) An. Bremens., p. 856. — Durch dieses Zusammentreffen hat sich die dem Tbeod. 
Mon. Palid, zugrunde liegende Quelle zu dem Mißverständnis verleiten lassen, daß 
sie Rudolfus comes de Frankenleve fallen läßt und von diesem Ereignis den ganzen 
Zwist ableitet.
	        

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