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Deutsches Wörterbuch. Erster Band A-G. (1)

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Bibliographic data

fullscreen: Deutsches Wörterbuch. Erster Band A-G. (1)

Multivolume work

Persistent identifier:
heyne_deutsches_woerterbuch
Title:
Deutsches Wörterbuch.
Document type:
Multivolume work
Collection:
deutschesreich
DDC Group:
Sprache
Copyright:
Ewiger Bund

Volume

Persistent identifier:
heyne_deutsches_woerterbuch_1_1890
Title:
Deutsches Wörterbuch. Erster Band A-G.
Author:
Heyne, Moriz
Volume count:
1
Place of publication:
Leipzig
Publisher:
S. Hirzel
Document type:
Volume
Collection:
deutschesreich
Publication year:
1890
DDC Group:
Sprache
Copyright:
Ewiger Bund
Language:
German

Contents

Table of contents

  • Deutsches Wörterbuch.
  • Deutsches Wörterbuch. Erster Band A-G. (1)

Full text

193 
andern bauptleut all ein aussehen auf in hieten Aven- 
tin 1,374; oder für einen: dein aufsehen bewahrt meinen 
odem Hiob 10, 12; jetzt Aufmerksamkeit, die von etwas 
Ungewöhnlichem hervorgerusen wird: aufsehen machen, 
erregen; vermeiden wollen; das aufseben von bedienten 
(d. h. welches die Gegemwart solcher macht) Schiller 
3, 554; der so viel ausehens gemacht hat Wieland 
g. 3, 4; da es ihr für lunge zeit zum unfsschen und 
zur lücherlichkeit gereichen wurde Keller Sinnged. 18. 
— Aufseher, m. der aufsieht, Acht gibt auf einen oder 
etwas; als Amt schon im 14. Ih. difseher; zween ehor 
propheten 
20; das jr solt aufscher sein im hause des herrn Jer. 
29, 26; aufseher uber die münze Kästner 1, 49; bade-, 
gefungnis-, straszen-, wegennfseher u. a.; Aufseherin, f., 
z. B. uber das gesinde. — aufsein, besser aul sein, 
s. unter auf. — aussctzen, 1) sinnlich, in die Höhe setzen, 
einen kranken, sich im bett; seheiter, steine, schichtend: 
über etwas setzen, zum Teil mit enger Berührung des 
vorigen Sinnes, in mannigfachen Fügungen; sich, aufs 
Pferd; einen, beritten machen: dasz er mieh alsdann 
aufsetzen, das ist. zu einem reuter machen wolte Simpl. 
1, 219; den fusz aul den boden; bekleidendes, dut, haube, 
mütze, krone; nimm den thurmen die mütze, welche 
ihnen vor hundert jahren aulgesetzt wurde Freytag 
Handschr. 1, 58; brihe auf die nase: Gerät, lichter auf 
leuebter, lampen, schusseln. speisen auf den tisch; wenn 
der nachtisch aufgesetzt Schiller Wallenst. Tod 5, 1; 
begrifftauschend: cin ungekümmter knab ersehien, die 
Aufseher — aufsieden. 
.. und Samuel war jr autseher 1. Sam. 19, 
tafel aufzusetzen Wieland Musar. 2, 108; diesen kerl 
.. wie einen kegel aufsetzen Schiller Näub. 2, 3; 
einen giebel, ein stockwerk aufs haus; zundhoteben, 
kugel, zum Schießen; einem prügel, einen bied aul- 
setzen; settte ihm den zveiten (Streich) auf Hebel 
3, 6; die Näherin setzt bünder, knopfe, streifen auf, der 
Maler farbe, lichter; der Hirsch hörner; einem hürner 
aufsetzen, im Eheleben betrügen, vgl. horn; bildlich: 
seinen kopf aufsetzen (schon Luther 1,315 ·%), bei seinem 
Sinne steben bleiben; anders beim Haarkünstler einen 
aufsatz (s. d. 3) machen: welche einen kopf, sonder- 
lich von frauenzimmern, wohl aufzusetzen und auszu- 
schmucken wissen Frauenz. Lex. 757; daher sieh, putzen: 
wie sie mich recht auf die neue mode aufsetzen und 
Aankleiden solte Simpl. 3, 27; bildlich miene aufsetzen. 
annehmen: wird - seine feierlichste miene aufsetzen 
Freytag Soll 2, 293; vom Einsatz beim Spiele: einer 
er do spilen wil der musz aufsetzen pfennig vil 
Narrensch. 109; daher: bei dem gemeinen wesen leib 
und leben, ja land und leut aufgesetzt Simpl. 3,61; 
und noch bei Schiller: für denselben alles das unsrige, 
bis auf den letzten blutstropfen, aufzusetzen Picc. 4, 1. 
2) unsinnlich, in älterer Spr. zur Widersetzlichkeit bringen 
(vgl. aufsatz 2): laszt euch Hiskin nicht aufsctzen 2.Kön. 
18, 29; Widerstand leisten: einem heftig aufsetzen und 
zörwider sein Maaler; betrügen: ein mädeben auf- 
setzen Adelung. 3) ebenfalls in älterer Spr. (vgl. 
aufsatz 4) ordnen, bestimmen: also het es die natur 
aufgesetzt Aven tin 1, 625; Abgaben auferlegen 1105; 
hebt auf gottes wort durch ewer aufsetze die jr auf- 
gesetzt habt Marc. 7, 13; später und bis jetzt einen 
Entwurf machen, entwerfen, etwas sehriftlich. 
ie rech 
nung, einen brief Stein bach; den bewuszten liebes- 
brief aufsetzen Schiller Kab. 3, 1. 
. Aufsicht, f. Aufsehen in übertragenem Sinne (s. d.); 
im 17. Ih. wie Achtsamkeit, Vorsicht: ich folgte mit 
böchster sorg und aufsicht Simpl. 4, 30; dann Sorge 
für einen oder etwas Stieler; die aufsicht üben, 
fohren, haben, übernehmen; unter aufsicht stehen: in 
aufsicht soll sie bleiben bis zum grab Schiller Phädr. 
1, 1;die aufsicht uber die festungen Treitschke 1, 291. 
Aufsichksbehörde, k. Behörde die Aufsicht übt. — auf- 
sieden, intrans. empor sieden, wallen: kuhle Huth siedet 
M. Heyne, Deutsches Wörterbuch, 1. 
"a 
1 
194 
auf zu feuerwellen Goethe Div. 2,8; die milch, die 
eier einmsl aufsieden lussen; trans. durch Sieden frifch 
machen, beim Goldschmied silber uufsieden. — ausfsitzen, 
aufrecht sitzen, der kranke sitzt im bette auf; auf etwas 
festsitzen, vögel sitzen auf der leimrute auf, wollen nicht. 
anfsitren (Stieler); das schiff sitzt auf, kann nicht 
weiter; bildlich: jemanden aufsitzen lassen, ihm eine 
unerwartete Hemmung in den Weg legen, auch bethören; 
bei Schützen ziel uussitzen lassen, den Zielpunkt an 
den untern Rand des Zieles legen Schießvorschr. 12; 
aufbleiben, nicht zu Bette gehen: gesetzt. die königin 
sei oft ein wenig lang bei ihrem Mentor uufgesessen 
Wieland Komb. 566; früh aufsitzen und spät, ist eitele 
sorg Voß Lnise 3, 1, 370; über etwas sitzen, fest sein: 
die blute sitzt hart uber dem sticlo auf; die auf dem 
granit aufsilzenden basalte Goethe Tagh. 1806; sich 
aufsetzen, auf einen Wagen: er liesz den hundwerks- 
burschen hinten aufsitzen. in älterer Spr. auch auf ein 
Schiff: dasz ich . zu Wiszmur nufsasz und mit ihm 
in Uitfland fuhr Simpl. 2, 91; gewöhnlich auf ein Pferd: 
hie mite sag uf Engelhart Engelh. 391; die pferde stehn 
gesattelt, ihr könnt aufsitzen Schiller Ränb. 4, 1; 
dann sitzt er eilig auf mit den genossen Geibel 1, 60; 
als Vork .. die husaren zum aufsitzen blasen börte 
Treitschke 1, 199; unsinnlich einem aufeitzen, wider- 
setzlich jein; er ist mir aulgesessen Stieler. 
Aufspannen, in die Höhe spannen, einen schirm; 
segel; Uugel Tieck Oct. 14; spannend befestigen, lein- 
wand auf einen rahmen, suiten: wird man die fisch- 
garn aufspannen Hes. 47, 10; bildlich alle segel, gelin- 
dere saiten aufepannen; übertragen aufmerksemkeit, 
sinne, gemüt Goethe; ich bin sehr aufgespannt, fast 
zu sagen uber an Lavater 1775. — aufsparen, sparend 
aufbeben: wem sparestu du doch dein gelt auf? Stieler; 
von Menschen: zu strengern qualen anfgespart Wie- 
land Ob. 1, 5; für ewigkeiten aufzusparen Leuthold 
Ged. 233. — ausspeichern, anf den Speicher bringen, 
getreide, korn; übertragen anfhänfen, schätze, vorräte. 
— aussperren, sperrend öffnen, tbore, fenster; augen. 
manl, nase, rachen, namentlich in Verwunderung, Wut, 
Begierde; sperren das maul anf und schutteln den kopf 
Vf. 22, 8; jren rachen sperren sie auf wider mich 14; 
funfzig auffesperrte münler um dich herum (hungernd) 
Freytag Soll 2, 260; gaun! mit aufgesperrten nustern 
Heyse Par. 3, 191; einem den mund aufsperren zum 
Essen 2. Maee. 6, 18. Oberdentsch die thür mit dem 
schlüssel aufsperren, ausschließen. — aufspielen, ein 
Musikstück beginnen: die musikanten spielen zum tanz 
auf; einen tanz. wulzer aufspichen; höre pfeifer, spicle 
mir eins auf Stieler; in neuerer Spr., vom Schau- 
spiel aus, auftreten, sich zeigen, mit dem Nebensinne 
des Prahlens: wo Viggi und Kätter sich aufspielten 
Keller Seldw. 2, 135; sich als einen groszen kunst- 
kenner (falsch als groszer kunstkenner) aufspielen. — 
aufspießen, mit dem Spieße empor heben: spieszte er 
mit dem blanken sübel das mohrenbaupt vom boden auf 
Goethe 15, 317. — aufspiunen, spinnend in die Höbe 
bringen: die spinne spinnt sich am faden auf; spinnend 
verbrauchen: aller Hachs ist aufgesponnen. — aufspreizen, 
spreizend empor bringen, übertragen wichtig machen: 
sich anfzuspreizen als des himmels boten Geidel 1,154: 
spreizend öffnen und offen lassen, bei Fleischern ein kalb. 
mit besonderen Hölzern. — anfsprengen, zum Empor= 
springen bewegen, einen aus seiner ruhe; zum Auf- 
fpringen, Offnen bringen: die thore aufsprängen Stein- 
bach. — aufsprießen, sprießend empor kommen: blumen 
sprieszen auf; ein jobann'sbrodbaum . . der aus dem 
felsen aufsprosz Platen Abbass. 7, 336; wildes natur- 
kind, das unter einem glueklicheren bimmel aufge- 
sprussen ist Heyfe Par. 1, 51. — aufspringen, in die 
Höhe springen: hötschliche er Of gein in sprane Trist. 
2671; sprang auf, kund geben und stehen Ap. Gesch. 
13 
aussitzen — aufspringen.No full text available for this image
	        
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