Staatsbibliothek des ewigen Bundes Logo
  • Show double pages
Use the mouse to select the image area you want to share.
Please select which information should be copied to the clipboard by clicking on the link:
  • Link to the viewer page with highlighted frame
  • Link to IIIF image fragment

Der Fehlspruch von Versailles.

Access restriction

There is no access restriction for this record.

Copyright

Public Domain Mark 1.0. You can find more information here.

Bibliographic data

fullscreen: Der Fehlspruch von Versailles.

Periodical

Persistent identifier:
kbl
Title:
Deutsches Kolonialblatt.
Place of publication:
Berlin
Document type:
Periodical
Collection:
deutschesreich
Publication year:
1890
1921
DDC Group:
Gesetzgebung
Copyright:
Ewiger Bund
Language:
German

Periodical volume

Persistent identifier:
kbl_1915
Title:
Deutsches Kolonialblatt. XXVI. Jahrgang, 1915.
Volume count:
26
Publisher:
Ernst Siegfried Mittler und Sohn
Document type:
Periodical volume
Collection:
deutschesreich
Publication year:
1915
DDC Group:
Gesetzgebung
Copyright:
Ewiger Bund
Language:
German

law_gazette

Title:
Stück Nummer 7.
Volume count:
7
Document type:
Periodical
Structure type:
law_gazette

Chapter

Title:
Amtlicher Teil.
Document type:
Periodical
Structure type:
Chapter

Full text

nn nenn am on m Wem V—— I DD DD nn 
nern im sogenannten Friedensvertrage von Versailles einseitig zu unseren 
Ungunsten beantwortet worden. Versuchen wir es zu erkennen, was 
die Berichte der belgischen Gesandten in den Jahrzehnten vor dem Welt- 
kriege zur Frage der deutschen „Schuld“ zu sagen wissen. Sie waren 
zu leidenschaftsloser Beurteilung verpflichtet, und man kann dem bel- 
gischen Ministerium des Äußeren die Anerkennung nicht versagen, daß 
es in den Anweisungen an seine Auslandsvertreter stets diesen Gesichts- 
punkt nachdrücklich hervorgehoben hat. 
Während der Jahre seiner Vereinsamung nach dem Kriege war Frank- 
reich hauptsächlich mit seinem inneren Wiederaufbau und mit dem 
Abschlusse seiner Grenzen gegen Deutschland beschäftigt. Der Gedanke 
einer „nützlichen‘‘ Bundesgenossenschaft mit Rußland ist aber schon in 
den siebziger Jahren in Frankreich zutage getreten und belgischerseits 
nach Brüssel gemeldet worden. Ein Beweis für viele ist, daß der belgische 
Gesandte in London, Baron Solvyns, schon 1877 bei Besprechung der 
Konferenz von Konstantinopel es Frankreich bezeugt, seine Haltung 
erkläre sich aus seinen Gedanken an Revanche und aus seiner Hoffnung, 
früher oder später an Rußland einen nützlichen Bundesgenossen zu finden. 
Damals schon suchte es sich Rußland gefällig zu erweisen und die damals 
engen gegenseitigen Beziehungen der drei Kaiserreiche Deutschland, 
Rußland und Österreich nach Möglichkeit zu lockern!). 
Erst mit Charles de Freycinet, der im Dezember 1879 in seiner reich- 
bewegten politischen Laufbahn erstmalig Ministerpräsident und aus- 
wärtiger Minister wurde, kam nach seinem eigenen Eingeständnis in 
seinen Lebenserinnerungen „Zusammenhang und Methode‘ in die fran- 
zösischen Annäherungen an Rußland?). Schon Freycinets Vorgänger 
im Außenministerium, Waddington, hatte dem Gedanken Ausdruck 
geliehen, Rußland sei vielleicht einer Annäherung geneigt, aber Bismarck 
stehe jedem Versuche eines derartigen Zusammenschlusses argwöhnisch 
beobachtend gegenüber; drohe ein Vertrag zwischen den beiden Staaten, 
so könnte sich Bismarck zur Eröffnung der Feindseligkeiten entschließen. 
Darauf wollte es Frankreich einstweilen noch nicht ankommen lassen. 
Die Versuche kamen — auch nach den unverbindlichen Annäherungs- 
vorschlägen des russischen Botschafters zu Paris, Fürsten Orloff, im 
Frühjahr 1880 — über die Aufstellung gewisser Richtlinien französischer- 
seits nicht hinaus. Für sie galt, wie für die französische Revanche über- 
haupt, als Regel, immer daran zu denken, nie davon zu sprechen, in- 
zwischen aber alle Gelegenheiten wahrzunehmen, die der Annäherung 
beider Länder förderlich zu sein versprachen. Das schien um so aus- 
!) London, 15. Januar 1877 (Bd. V,S. 9). Hier wie weiterhin beziehen sich die 
Hinweise auf meine fünfbändige Veröffentlichung: „Zur Europäischen Po- 
litik. Unveröffentlichte Dokumente. In amtlichem Auftrage heraus- 
gegeben unter Leitung von Bernhard Schwertfeger“. Berlin 1919. 
?) Vgl. hierüber die treffenden Darlegungen des Dr. Wilhelm Köhler 
in Band V meiner Publikation: Zur Europäischen Politik, „Revanche-Idee 
und Panslawismus“, S. 8ff. 
2
	        

Downloads

Downloads

Full record

ALTO TEI Full text PDF Mirador

This page

PDF Image Preview Image Small Image Medium Image Master ALTO TEI Full text Mirador

Image fragment

Link to the viewer page with highlighted frame Link to IIIF image fragment

Formats and links

Formats and links

ausgabe:

The metadata is available in various formats. There are also links to external systems.

Formats

METS MARC XML Dublin Core

Links

OPAC DFG-Viewer Mirador

Cite

Cite

The following citation links are available for the entire work or the page displayed:

Full record

This page

Citation recommendation

Please check the citation before using it.

Image manipulation tools

Tools not available

Share image region

Use the mouse to select the image area you want to share.
Please select which information should be copied to the clipboard by clicking on the link:
  • Link to the viewer page with highlighted frame
  • Link to IIIF image fragment

Contact

Have you found an error? Do you have any suggestions for making our service even better or any other questions about this page? Please write to us and we'll make sure we get back to you.

How much is one plus two?:

I hereby confirm the use of my personal data within the context of the enquiry made.