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Deutsche Geschichte im 19. Jahrhundert. Zweiter Teil. Bis zu den Karlsbader Beschlüssen. (25)

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Bibliographic data

fullscreen: Deutsche Geschichte im 19. Jahrhundert. Zweiter Teil. Bis zu den Karlsbader Beschlüssen. (25)

Periodical

Persistent identifier:
kbl
Title:
Deutsches Kolonialblatt.
Place of publication:
Berlin
Document type:
Periodical
Collection:
deutschesreich
Publication year:
1890
1921
DDC Group:
Gesetzgebung
Copyright:
Ewiger Bund
Language:
German

Periodical volume

Persistent identifier:
kbl_1920
Title:
Deutsches Kolonialblatt. XXXI. Jahrgang, 1920.
Volume count:
31
Publisher:
Ernst Siegfried Mittler und Sohn
Document type:
Periodical volume
Collection:
deutschesreich
Publication year:
1920
DDC Group:
Gesetzgebung
Copyright:
Ewiger Bund
Language:
German

law_gazette

Title:
Stück Nummer 5-8.
Volume count:
5-8
Document type:
Periodical
Structure type:
law_gazette

Chapter

Title:
Nichtamtlicher Teil.
Document type:
Periodical
Structure type:
Chapter

Chapter

Title:
Literatur-Bericht.
Document type:
Periodical
Structure type:
Chapter

Contents

Table of contents

  • Staatengeschichte der neuesten Zeit.
  • Deutsche Geschichte im 19. Jahrhundert. Zweiter Teil. Bis zu den Karlsbader Beschlüssen. (25)
  • Title page
  • Vorwort.
  • Inhalt.
  • Zweites Buch. Die Anfänge des Deutschen Bundes. 1814-1819. (Schluß.)
  • 3. Geistige Strömungen der ersten Friedensjahre.
  • Literarischer Charakter des Zeitalters.
  • Dichtung und bildende Künste.
  • Die Wissenschaft.
  • 4. Die Eröffnung des Deutschen Bundestages.
  • 5. Die Wiederherstellung des preußischen Staates.
  • 6. Süddeutsche Verfassungskämpfe.
  • 7. Die Burschenschaft.
  • 8. Der Aachener Kongreß.
  • 9. Die Karlsbader Beschlüsse.
  • 10. Der Umschwung am preußischen Hofe.
  • Beilagen. (I - V)

Full text

16 II. 3. Geistige Strömungen der ersten Friedensjahre. 
wagten, schienen alle einig in christlich-vaterländischer Begeisterung. Doch 
kaum war der Friede geschlossen, so brachen all die schroffen Gegensätze, 
welche das vielgestaltige deutsche Leben umschloß, mit einem Male wieder 
hervor. Selbst halbverschollene Gedanken aus den ersten Jahren der 
Revolution, Ideen die man längst überwunden glaubte, traten wieder an 
das Tageslicht; denn es ist das Los jeder Literatur, die nicht mehr in 
der ersten Jugend steht, daß die Vergangenheit zuweilen wieder lebendig 
wird und die Schatten der Toten sich in den Kampf der Lebendigen 
mischen. Rationalismus und religiöses Gefühl, Kritik und Mystik, Na— 
turrecht und historische Staatslehre, nazarenische und hellenische Ideale, 
Volkstum und Weltbürgertum, liberale und feudale Bestrebungen be— 
kämpften und durchkreuzten sich in ewigem Wechsel. 
Nicht bloß der ängstliche Gentz klagte erschrocken, die ersehnte Frie- 
denszeit habe den Deutschen den Krieg Aller gegen Alle gebracht. Auch 
Arndt, der allezeit hoffnungsvolle, konnte sein Entsetzen nicht verbergen, 
wenn er etwa an dem Hofe des jungen preußischen Kronprinzen Alexan- 
der Humboldt, den Vertreter der rein wissenschaftlichen Weltanschauung, 
und daneben die Gebrüder Gerlach, die Heißsporne der christlich -germa- 
nischen Glaubensinbrunst verkehren sah; er fragte besorgt, wie dies Volk 
bei so unermeßlichem Abstande der Gesinnungen zum inneren Frieden, zur 
festen Entschließung gelangen solle. Auf die Dauer fand der gesunde Sinn 
der Nation freilich heraus was in diesem anarchischen Durcheinander echt 
und lebensfähig war. Doch manches empfängliche Talent ging in dem 
Gewirr der Meinungen ratlos unter, und wer den Mut fand an den 
Kämpfen des deutschen Geistes teilzunehmen, mußte auf ein entsagungs- 
volles Los gefaßt sein. Denn jeder bedeutende Kopf ward, auch wenn 
er hoch über dem Sektengeiste stand, willig oder nicht, in den Streit der 
literarischen Parteien hineingerissen, von den einen auf den Schild ge- 
hoben, von den anderen mit der ganzen Zügellosigkeit deutscher Tadel- 
sucht mißhandelt; und nur wenn ihm ein hohes Alter beschieden war, 
konnte er hoffen, wie Savigny und Uhland, auch bei den Gegnern ver- 
spätete Anerkennung zu finden. 
  
Schon in den heiteren Jugendtagen der klassischen Literatur hatte 
die Ubermacht der Kritik den freien Naturwuchs der Dichtung oft ge- 
hemmt. Vollends jetzt, nachdem Deutschland siebzig Jahre lang fast alle 
erdenklichen Kunststile und noch mannigfachere ästhetische Theorien ver- 
sucht hatte, zeigte sich das künstlerische Schaffen von gelehrter Überbil- 
dung angekränkelt. Kein Zweig der Dichtung litt darunter schwerer als 
das Drama, das der Volksgunst bedarf wie die Blume der Sonne. 
Goethe wußte wohl, warum er die anmaßenden Wortführer der Romantik
	        

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