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Lehrbuch des Deutschen Staatsrechtes Erstes Buch Das Deutsche Landesstaatsrecht (1)

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Bibliographic data

fullscreen: Lehrbuch des Deutschen Staatsrechtes Erstes Buch Das Deutsche Landesstaatsrecht (1)

Multivolume work

Persistent identifier:
lehrbuch_staatsrecht
Title:
Lehrbuch des Deutschen Staatsrechtes
Document type:
Multivolume work
DDC Group:
Politik
Copyright:
Ewiger Bund

Volume

Persistent identifier:
lehrbuch_staatsrecht_0001
Title:
Lehrbuch des Deutschen Staatsrechtes Erstes Buch Das Deutsche Landesstaatsrecht
Author:
Schulze, Hermann
Volume count:
1
Place of publication:
Leipzig
Publisher:
Breitkopf & Härtel
Document type:
Volume
Collection:
deutschesreich
Publication year:
1881
DDC Group:
Recht
Copyright:
Ewiger Bund
Language:
German

Chapter

Title:
Vorbereitender Theil.
Document type:
Multivolume work
Structure type:
Chapter

Chapter

Title:
Zweites Buch. Geschichtliche Entwicklung des staatlichen Rechtszustandes in Deutschland.
Document type:
Multivolume work
Structure type:
Chapter

Chapter

Title:
Viertes Kapitel. Die Krisis des Jahres 1848.
Document type:
Multivolume work
Structure type:
Chapter

Chapter

Title:
I. Der deutsche Bund.
Document type:
Multivolume work
Structure type:
Chapter

Contents

Table of contents

  • Lehrbuch des Deutschen Staatsrechtes
  • Lehrbuch des Deutschen Staatsrechtes Erstes Buch Das Deutsche Landesstaatsrecht (1)
  • Cover
  • Alle Rechte vorbehalten.
  • Vorwort
  • Inhalt.
  • Introduction
  • Vorbereitender Theil.
  • Erstes Buch. Grundbegriffe des allgemeinen Staatsrechtes.
  • Zweites Buch. Geschichtliche Entwicklung des staatlichen Rechtszustandes in Deutschland.
  • Erstes Kapitel. Die Zeiten des ältern deutschen Reiches.
  • Zweites Kapitel. Die Auflösung des deutschen Reiches und der Rheinbund.
  • Drittes Kapitel. Der deutsche Bund und die deutschen Einzelstaaten von 1815-1848.
  • Viertes Kapitel. Die Krisis des Jahres 1848.
  • I. Der deutsche Bund.
  • II. Die deutschen Einzelstaaten im Jahre 1848.
  • Fünftes Kapitel. Die Restaurationsepoche von 1851-1866.
  • Sechstes Kapitel. Die staatsrechtliche Krisis des Jahres 1866 und die Aufhebung des deutschen Bundes.
  • Siebentes Kapitel. Die Gründung des norddeutschen Bundes.
  • Achtes Kapitel. Die Gründung des neuen deutschen Reiches.
  • Systematischer Theil.
  • Blank page

Full text

4. Die Krisis des Jahres 1848. 137 
Unionsgenossen theils etwas früher, theils etwas später dasselbe 
thaten. So war denn im Juni 1851 die vollständige Re- 
stauration der alten Bundesverfassung vonallen Re- 
gierungen anerkannt. 
8 61. 
II. Die deutschen Einzelstaaten im Jahre 1848. 
Der gewaltige Stoss der französischen Februarrevolution, wel- 
cher den Bundestag umstürzte, wirkte auch auf die Verfassungs- 
entwickelung der einzelnen deutschen Staaten tief umgestaltend ein. 
Zwar blieb in Deutschland »die Revolution vor den 'Ihronen ste- 
hen«, aber der Bestand des deutsch-monarchischen Staatsrechts 
wurde in vielen Staaten wesentlich alteriırt. War bis jetzt überall, 
besonders von Seiten der Bundesgewalt, das sog. monarchische 
Prinzip vor allem betontworden, so stellte man jetztdie sog. Volks- 
rechte an die Spitze der Verfassungen. Die Frankfurter Grund- 
rechte mit ihren weitgehenden abstrakten Principien gingen zum 
grossen Theile in die einzelnen Landesverfassungen über. Ueberall 
rief die Furcht vor der lange geübten polizeilichen Willkür der ver- 
gangenen Periode das Streben hervor, die Regierungsgewalt in 
möglichst enge Schranken einzuschliessen, dagegen die Freiheit des 
Individuums aufs höchste zu steigern. Die verderbliche Saat, welche 
die Regierungen seit den Zeiten der Karlsbader Konferenzen in so 
reichem Maasse ausgestreut hatten, ging jetzt auf einmal wuchernd 
auf in dem Misstrauen der Völker, der politischen Unreife und dem 
Unverstande der entfesselten Massen. Diese Erscheinungen traten 
gerade da am stärksten hervor, wo der Absolutismus jeden 
geistigen Aufschwung schonungslos unterdrückt und das Volk in 
der vollsten politischen Unmündigkeit zurückgehalten hatte. »o 
offenbarte sich die ganze Fäulniss dieser Zustände am schlimm- 
stenin Oesterreich. In jenem wunderbar zusammengefügten 
Staatsbau der österreichischen Monarchie, wo die verschieden- 
sten Nationalitäten und Kulturstufen nur durch die Dynastie zu 
einer grossartigen Einheit verbunden waren, wo seit Jahrhunder- 
ten mit der ganzen Unbeweglichkeit habsburgischer Ueberliefe- 
rung regiert worden war, begann jetzt, unter furchtbaren revolutio- 
nären Zuckungen, ein unreifes Experimentiren mit Verfassungen. 
Eine vom Kaiser Ferdinand I., nach Sturz des Metternich’schen 
Regierungssystems, am 25. April 1848 nach dem Muster der belgi- 
schen entworfene Verfassungsurkunde kam gar nicht zur Ausfüh-
	        

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