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Der Krieg gegen Frankreich und die Einigung Deutschlands.

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Bibliographic data

fullscreen: Der Krieg gegen Frankreich und die Einigung Deutschlands.

Monograph

Persistent identifier:
lindner_krieg_gegen_frankreich_einigung_deutschlands_1895
Title:
Der Krieg gegen Frankreich und die Einigung Deutschlands.
Author:
Lindner, Theodor
Place of publication:
Berlin
Publisher:
A. Asher & Co.
Document type:
Monograph
Collection:
deutschesreich
Publication year:
1895
DDC Group:
Geschichte
Copyright:
Ewiger Bund
Language:
German

Full text

97 
Bismarck hatte am 4. Oktober die enropäischen Mächte in einem Rundschreiben darauf aufmerksam gemacht, 
daß der fortgesetzte Widerstand die furchlbarsten Jolgen für Paris haben müsse, deren Verantwortung lediglich 
den dortigen Machthabern zuflele. Austerdem lleß er unter der Hand durch den amerikanischen General Burnside 
in Paris einen kurzen Waffenstillstand zur Vornahme der Wahlen anbieten, weil er den Zusammentritt einer 
wirklichen Volksvertretung für nützlich erachtete, um in Frankreich wieder eine gesetzlich bestehende Gewalt zu 
haben, mit der man ernstlich verhandeln konnte. Die Pariser Negierung machte dem General unmögliche Be- 
dingungen. Deshalb wies Bismarck jenen Vorschlag der Kabinette zwar nicht zurück, doch überließ er England, 
selber den Franzosen die Anregung zu geben. Daß überhaupt das Ausland irgendwie in die deutschen Angelegen- 
heiten hineinredete, gestattete er in keiner Weise, und hierin stand ihm der gleichzeitig oft und bestimmt ausgesprochene 
Wunsch aller Deutschen in der Heimat zur Seite. 
Wie vorher Favre gegenüber, mußte auch jetzt darauf gesehen werden, daß die Waffenruhe nicht ausschließlich 
für Frankreich Vorteile brachte. Vom 1. bis 4. November verhandelten Bismarck und Thiers in Versailles. Der König 
wollte einen Waffenstillstand von des Krieges auch nicht abgeneigt, 
25 bis 28 Tagen auf Grund erklärte dagegen, alle Parteien in 
des augenblicklichen Standes der Paris würden solche Bedingungen 
Kriegshandlungen genehmigen, die verwerfen; Ducrotrief, noch brauche 
Verpflegung von Paris in der Paris nicht zu kapitulieren. Frank- 
Zwischenzeit jedoch nur dann zu- reich könne wohl einen Ruin feines 
gestehen, wenn ein oder mehrere Vermögens, nie aber einen mora- 
Forts eingeräumt würden. Thiers, lischen überwinden, die Nachwelt 
der ehrlich Frieden begehrte, riet am würde die Standhaftigkeit der Jetzt- 
5. November Favre und Duorrot, welt segnen. Die Regierung, der 
mit denen er sich in einem Hause alles auf die Verpflegungsfrage 
bei Sevres besprach, dringend zur ankam, brach daher die Verhand- 
Annahme, weil der Friedensschluß lungen ab und befahl Thiers, 
unvermeidlich wäre und jetzt we- Versailles zu verlassen. 
niger kosten würde als später. „ sie Als die Einschließungsarmee 
Favre, obgleich einer Beendigung nach der Einnahme von Meg ver- 
stärkt werden konnte, nahm das von der zweiten Armee abgezweigte und herangerufene 2. Korps südlich und füdöstlich 
von der Stadt Stellung. In Paris glaubte man dagegen, nun zum Angriff bereit zu sein. Die gesamte Streitmacht 
wurde in drei Heere geteilt; das erste enthielt nur Nationalgarden unter General Thomas, der eine feste Hand über sie 
hatte, das zweite, 100,000 Mann, mit den besten Truppen und zu Hauptschlägen bestimmt, bekam Ducrot, das dritte, 
70,000 Mobilgarden, fiel Vinoy zu. In das deutsche Heer sollte eine Lücke gerissen werden. Ursprünglich wollten 
Trochu und Ducrot den Durchbruch nach dem Norden auf Rouen zu über die Halbinsel von Argenteuil vornehmen; 
jetzt kamen so hoffnungsvolle Nachrichten von Orléans, daß dieser Plan mit allen getroffenen Vorbereitungen auf- 
gegeben wurde. Der Ausmarsch sollte südlich vom Fort Nogent über die Marne gehen; bei Fontainebleau hoffte 
man die herankommende Loire-Armee zu treffen. Ducrot erließ einen feurigen Aufruf. „Ich kehre nur tot oder als 
Sieger zurück; ihr könnt mich fallen sehen, aber nicht weichend erblicken; dann haltet euch nicht auf und rächet mich!“ 
Zur Verstärkung der Artilleriewirkung wurde der Mont Avron befetzt. Um die Aufmerksamkeit zu zer- 
teilen, machten die Pariser am 29. und 30. November mehrere Ausfälle nach Westen und Norden, von denen 
nur der gegen das 4. Korps bei Epinai ein schärferes Gefecht veranlaßte. Im Süden unternahm Vinoy Angriffe 
auf das 6. Korps bei F Hay und Choisy, die ihm übermäßig große Verluste eintrugen. Näher der beabsich- 
tigten Durchbruchsstelle gingen am Morgen des 30. französische Abteilungen bei Ertteil über die Marne, wo 
sie nach längerem Streit bei Mont Mesly von der 3. württembergischen Brigade und den Pommern blutig 
Lindner, Der Krieg gegen Frankreich. 13
	        

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