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Kriegführung und Politik.

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Bibliographic data

fullscreen: Kriegführung und Politik.

Monograph

Persistent identifier:
ludendorff_kriegfuehrung_politik_1922
Title:
Kriegführung und Politik.
Place of publication:
Berlin
Publisher:
E. G. Miller & Sohn
Document type:
Monograph
Collection:
deutschesreich
Publication year:
1922
DDC Group:
Politik
Copyright:
Ewiger Bund
Language:
German

Full text

12 I. Einführung. 
Eine Berufung auf Clausewitz, um das Gegenteil zu beweisen, sollte 
unterbleiben. 
Wir mußten uns darauf gefaßt machen, daß ein kommender 
Krieg, in den Deutschland hineingezogen wurde, von allen betei- 
ligten Völkern mit einem Aufwand an Kraft und mit Zielen ge- 
führt würde, der alles Bisherige übertraf, daß wir demzufolge im 
Falle einer Niederlage Bedingungen zu erwarten hatten, die diesen 
Kraftanstrengungen und Zielen entsprachen. Das ergab sich mit 
zwingender Folgerichtigkeit für den größten Teil der Berufssoldaten, 
allerdings nicht für die Politiker, die die Lehre vom Kriege des 
Generals v. Clausewitz nicht gelesen oder nicht verstanden hatten. 
Sie versäumten auch nachzuprüfen, welche Züge der kommende 
Krieg zufolge der Politik unserer Feinde unabweisbar tragen mühsse, 
obschon gerade Clausewitz immer wieder die geschichtlichen Werde- 
gänge in seine Betrachtung zieht. 
Glaubt man wirklich, daß ein solcher Krieg durch Besetzen 
einer Provinz entschieden werden kann? Wir hatten doch im Osten 
und Westen Provinzen besetzt, aber wo blieb die Entscheidung? 
Bei solchen Erwägungen wird immer nur eins außer Betracht 
gelassen, das ist der unabhängige Wille des Feindes mit seinen 
kriegerischen und politischen Zielen. „Wir kannten den starken 
Willen des Feindes und sein Kriegsziel: unsere Vernichtung, und 
wußten, der Feind könne uns niederwerfen, solange wir ihn nicht 
niederwarfen. 
Dies überzeugt die Gegner der vom Vernichtungsgedanken 
getragenen Kriegführung noch nicht. Sie meinen trotz alledem, 
soweit überhaupt für sie militärische Gründe maßgebend sind, daß 
im Weltkriege die „Ermattungsstrategie“ Friedrichs des Großen 
das „Rezept“ zum Siege gewesen wäre. Er habe durch ihre An- 
wendung den Siebenjährigen Krieg für Preußen zu einem glück- 
lichen Ende geführt, indem sie die beiderseitigen Kräfte in gewisser 
Weise ausglich. 
Es ist ein eigen Ding, die Heerführung des großen Königs 
mit einem solchen Schlagwort zu bezeichnen, wo er selbst im Ver- 
trauen auf sein vortreffliches, in der Ausbildung den Feinden
	        

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