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Die Militär-Vorlage im Deutschen Reichstage.

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Nutzungslizenz

Public Domain Mark 1.0. Weitere Informationen finden Sie hier.

Bibliografische Daten

fullscreen: Die Militär-Vorlage im Deutschen Reichstage.

Monografie

Persistenter Identifier:
militaer_vorlage
Titel:
Die Militär-Vorlage im Deutschen Reichstage.
Erscheinungsort:
Berlin
Herausgeber:
S. U. Górnicki
Dokumenttyp:
Monografie
Sammlung:
deutschesreich
Erscheinungsjahr:
1887
DDC-Sachgruppe:
Politik
Copyright:
Ewiger Bund
Sprache:
Deutsch

Kapitel

Titel:
Schilderung der Reichstags-Verhandlungen zum Entwurfe eines Gesetzes, betreffend die Friedens-Präsenzstärke des deutschen Heeres.
Dokumenttyp:
Monografie
Strukturtyp:
Kapitel

Kapitel

Titel:
Aus der Sitzung vom Dienstag den 11. Januar 1887.
Dokumenttyp:
Monografie
Strukturtyp:
Kapitel

Kapitel

Titel:
Rede Graf v. Moltke.
Dokumenttyp:
Monografie
Strukturtyp:
Kapitel

Inhaltsverzeichnis

Inhalt

  • Die Militär-Vorlage im Deutschen Reichstage.
  • Titelseite
  • Schilderung der Reichstags-Verhandlungen zum Entwurfe eines Gesetzes, betreffend die Friedens-Präsenzstärke des deutschen Heeres.
  • Enführung.
  • Aus der Sitzung vom Dienstag den 11. Januar 1887.
  • Rede Graf v. Moltke.
  • Rede des Reichskanzlers Graf v. Bismarck.
  • Entgegnung Fürst v. Bismarcks auf die Ausführungen des Abgeordneten Frhr. v. Huene.
  • Ausführungen Fürst v. Bismarcks zum Antrag des Abgeordneten Hobrecht.
  • Entgegnung des Fürsten v. Bismarck auf die Ausführungen des Abgeordneten Dr. Windthorst.
  • Aus der Sitzung vom Mittwoch den 12. Januar 1887.
  • Aus der Sitzung vom Donnerstag den 13. Januar 1887.
  • Abstimmung, Sitzung vom Freitag den 14. Januar 1887, sowie Auflösung des Reichstages.

Volltext

— 8 — 
Militär-Vorlage in demselben zur zweiten Berathung stand. Unge— 
heuer war der Andrang des Publikums zu dieser Sitzung, unbeschreib- 
lich der Jubel, mit dem sowohl Graf von Moltke, als auch der wenige 
Tage vorher von Friedrichsruh nach Berlin zurückgekehrte Fürst von 
Bismarck auf ihrem Wege zum Reichstagsgebäude und vor demselben 
von der nach Tausenden zählenden Volksmenge begrüßt wurden. In 
den Räumen des Reichstagsgebäudes zeigte sich ein bewegtes Leben. 
Die Tribünen waren überfüllt, die Plätze des Hauses sowie der Tisch 
des Bundesrathes zahlreich besetzt. Eine große Zahl von Anträgen 
lagen dem Hause vor; u. A. auch in letzter Stunde noch ein Antrag des 
Grafen von Ballestrem und Genossen, welcher die Friedens-Präsenz- 
stärke für drei Jahre auf 441200, für das nächste Jahr aber in voller 
Höhe auf 468 409 Mann bewilligen wollte. 
Nach Eröffnung der Sitzung durch den Präsidenten von Wedell- 
Piesdorf trat das Haus in die Diskussion über den nach den Beschlüssen 
der Kommission gar nicht mehr existirenden S. 1 ein. Der Referent, 
Abgeordneter Frhr. von Huene (Centrum), sah sich in Folge dessen 
nur in der Lage, den Reichstag auf den vorliegenden gedruckten Kom- 
missionsbericht zu verweisen, während es dem Korreferenten, Abgeord- 
neten Dr. Buhl, oblag, über die zur Vorlage eingegangenen Petitionen 
zu berichten. Unter Hinweis auf die wirthschaftliche Lage waren 7 
Petitionen gegen die Vorlage eingegangen. Dagegen wünschten 198 
Petitionen die möglichst rasche und unverkürzte Bewilligung der Re- 
gierungs-Vorlage. Hierunter waren 52 aus Württemberg, eine große 
Zahl aus dem Königreich und der Provinz Sachsen. Von Städten 
und Kreisen erwähnen wir: Pforzheim, Leipzig, Halle, Magdeburg, 
Kreis Mettmann u. s. w. Diese Petitionen waren von Vertretern der 
verschiedensten Parteirichtungen ausgegangen. Betreffs der Befreiung 
der Theologen vom Militärdienste lagen 55 Petitionen vor, darunter 
eine Anzahl von protestantischen Geistlichen, welche gegen die Befreiung 
petitionirten, desgleichen eine von Studirenden der Theologie der Uni- 
versität Bonn und 9 anderer Universitäten. 
Darauf erhielt der Abgeordnete Graf von Moltke das Wort und 
äußerte sich wie folgt: 
Meine Herren! Niemand von uns täuscht sich wohl über den Ernst der 
Zeit, in welcher wir uns befinden. Alle größeren europäischen Regierungen 
treffen eifrigst Vorkehrungen, um einer ungewissen Zukunft entgegenzugehen. 
Alle Welt fragt sich: werden wir den Krieg bekommen? Nun, meine Herren, 
ich glaube, daß kein Staatslenker freiwillig die ungeheure Verantwortung 
auf sich nehmen wird, die Brandfackel in den Zündstoff zu werfen, welcher 
mehr oder weniger in allen Ländern angehäuft ist. Starke Regierungen 
sind eine Bürgschaft für Frieden. Aber die Volksleidenschaften, der Ehrgeiz 
der Parteiführer, die durch Schrift und Wort mißgeleitete öffentliche Mei- 
nung, das Alles, meine Herren, sind Elemente, welche stärker werden können, 
als der Wille der Regierenden; haben wir doch erlebt, daß selbst Börsen- 
interessen Kriege entzündeten. Wenn nun in dieser politischen Spannung 
 
	        

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