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Bismarck Die gesammelten Werke. Band 3. (3)

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Bibliographic data

fullscreen: Bismarck Die gesammelten Werke. Band 3. (3)

Multivolume work

Persistent identifier:
petersdorff_bismarck_werke
Title:
Bismarck Die gesammelten Werke.
Document type:
Multivolume work
Collection:
deutschesreich
DDC Group:
Politik
Copyright:
Ewiger Bund

Volume

Persistent identifier:
petersdorff_bismarck_werke_3_1925
Title:
Bismarck Die gesammelten Werke. Band 3.
Author:
Petersdorff, Herman
Volume count:
3
Place of publication:
Berlin
Publisher:
Otto Stollberg & Co.
Document type:
Volume
Collection:
deutschesreich
Publication year:
1925
DDC Group:
Politik
Copyright:
Ewiger Bund
Language:
German

Contents

Table of contents

  • Bismarck Die gesammelten Werke.
  • Bismarck Die gesammelten Werke. Band 3. (3)

Full text

278 Wielopolsci. Lambert. Wien und die Polen. 
desselben bemerke ich g., daß ich mir zwar erst nach Kenntnis des Warschauer Berichtes 
über neue in demselben zugunsten einer Kandidatur des Grafen Wielopolski vielleicht an- 
geführte Catsachen ein Urteil werde bilden können, für den Augenblicke aber verstärkte 
Gründe habe, an den Ansichten festzuhalten, welche ich in meinem Berichte vom 5. ch aus- 
gesprochen habe. Graf Messelrode hat die Ernennung Wielopolskis allerdings bisher be- 
fürwortet, aber selbst in den deutsch--russischen Kreisen, welche sich sonst der politischen 
NRichtung des Herrn Kanglers anschließen, wird es für gan unmöglich gehalten, dah der 
Kaiser dem Grafen Wielopolski eine selbständige Stellung in Dolen verleihe. Niemand, 
so gagt man mir, kann die letzten Hintergedanken kennen, von welchen, jener polnische 
Staatsmann geleitet werden würde, wenn er erst freies Spiel gewonnen hätte. Es sei 
möglich, daß er dem Kaiser wahrhaft treu bleide, wahrscheinlither aber, daß er nur tiefer 
und geschickter als die übrigen seine politischen Giele verberge. Dagegen wird seine Ge- 
schäftskenntnis, seine Befähigung sowie seine Unbescholtenheit allseitig anerkannt, und 
man wünscht deshalb, ihn dem kais. Dienste zu erhalten. Der Kaiser selbst ist bisher miß- 
gestimmt gegen Graf Wielopolfki, so daß man befürchtet, letzterer werde von Sr. M. 
hart angelassen werden und demnächst, verabschiedet, mit dem NRelief eines Märtprers der 
kaĩs. Ungnade nach Dolen mrückgehen. 
Graf Wielopolskĩ ist inzwischen hier eingetroffen; Fürst Gortschaktow meint, dah 
seine gewinnende Perfönlichkeit den Kaiser entwaffnen werde, dessen Mißtrauen zum Ceil 
auf Berichten des Generals Soutkhozanett') beruht, welcher mit dem Grafen Wielopolski 
seit langer Seit derartig in Geindschoft lebt, daß beide nicht miteinander sprechen. Daß der 
Vorschlag, Graf Wielopolfki zum Statthalter zu machen, von England gern geseben wird, 
ist wohl möglich; aber der Erfolg desselben könnte nur boeinträchtigt werden, wenn Lord 
Nopier ein derartiges Interesse erkennbar an den Tag legte. Er würde damit seinen 
Schützling nur verdächtigen und seine Aussichten vermindern. Das englische Kabinett ist 
nicht in der Lage, gleirh dem österreichischen, für dem Einfluß, welchen es auf die biesigen 
Cutschließungen in betreff Polens üben möchte, den Vorwand des eignen gleichartigen 
Interesses zur Sache geltend machen zu kömen. Solbst gegen Oesterreirh beobachtet Fürst 
Gortschakow in Besprechung polnischer Fragen eine viel vorsichtigere Zurückhaltung als 
gegen uns, weil er nicht für unmöglich bält, daß das Wiener Kabinett in den polnischen 
Wirren ein Kompelle zur Herstellung der alten Allianz zwischen dem drei beteiligten Groß- 
mächten erblicktt, deren vereinten Kräften alsdann die ungarische Bewegung gugleich mit 
der polnischen erliegen würde und deren solidorische Verbindung demnächst das not- 
wendige Ergebnis dieser Konstellation sein würde. 
Ob die Empfeblung des Grafen Lombert dem Grafen Wielopolflei von praktischem 
Autzen sein würde, lasse ich dahingestellt sein; der erstere hat sich durch seine Amtsführung 
und namentlich durch die Art, wie er sich dem Dienste entzogen, in dem Urteil aller hiesigen 
Kreise, mit Ausnahme der rein polnischen, den Stab gebrochen; man nennt ihn einen Ver- 
räter, einen Deserteur oder wenigstens einen Undankbaren. Seine erste Sorge nach der 
Abreise von Warschau ist die gewesen, vom Kaiser perfönlich die Erhöhung seiner Pension 
von o ooo auf 15 ooo Rubel zu verlangen. Demungeachtet ist S. M. der eimige hier am 
?„ Bgl. S. 277. 
2) General Soukhojanett war Mitte Oktober on Stelle des Grasen Lambert kurze Zeit wieder pro- 
oisorisch mit der Fübrung der Stattbalterschaft betraut gewesen.
	        

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