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Die Verfassungsurkunde für den Preußischen Staat. Erster Band: Einleitung. Die Titel. Vom Staatsgebiete und Von den Rechten der Preußen. (1)

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Bibliografische Daten

fullscreen: Die Verfassungsurkunde für den Preußischen Staat. Erster Band: Einleitung. Die Titel. Vom Staatsgebiete und Von den Rechten der Preußen. (1)

Monografie

Persistenter Identifier:
pierson_preuss_geschichte_1910
Titel:
Leitfaden der Preußischen Geschichte.
Erscheinungsort:
Berlin
Herausgeber:
Leonhard Simion Nf.
Dokumenttyp:
Monografie
Sammlung:
preussen
Erscheinungsjahr:
1910
DDC-Sachgruppe:
Geschichte
Copyright:
Ewiger Bund
Sprache:
Deutsch

Kapitel

Titel:
IX. Wilhelm I. (1861--1888).
Dokumenttyp:
Monografie
Strukturtyp:
Kapitel

Kapitel

Titel:
Wilhelm I. nach 1871. -- Friedrich III. (1888).
Dokumenttyp:
Monografie
Strukturtyp:
Kapitel

Inhaltsverzeichnis

Inhalt

  • Die Verfassungsurkunde für den Preußischen Staat.
  • Die Verfassungsurkunde für den Preußischen Staat. Erster Band: Einleitung. Die Titel. Vom Staatsgebiete und Von den Rechten der Preußen. (1)
  • Titelseite
  • Meinem Freunde Erich Marcks.
  • Vorwort.
  • Inhaltsverzeichnis.
  • Register
  • Einleitung
  • Kommentar zu der Verfassungsurkunde vom 31. Januar 1850. Die Eingangsformel.
  • Titel I. Vom Staatsgebiete.
  • Titel II. Von den Rechten der Preußen.
  • Erster Anhang. (Zu Seite 36 ff.) Erster Entwurf (Urentwurf) der preußischen Verfassungsurkunde, dem König vom Staatsministerium vorgelegt mit Bericht vom 15. Mai 1848. Mit den Bemerkungen König Friedrich Wilhelms IV.
  • Zweiter Anhang. Die Texte der Regierungsvorlage vom 20. Mai 1848, des Kommissions-Entwurfs der Nationalversammlung, der oktroyierten Verfassung und der Verfassungsurkunde vom 31. Januar 1850.
  • Werbung

Volltext

630 Zweiter Anhang. 
Art. 84. Die Mitglieder der ersten Kammer erhalten weder Reisekosten 
noch Diäten. 
Die Mitglieder der weiten Kammer erhalten aus der Staatskasse Reise- 
kosten und Diäten nach Maßgabe des Gesetzes. Ein Verzicht hierauf ist un- 
statthaft. 
Titel VI. Von der richterlichen Gewalt. 
Art. 85. Die richterliche Gewalt wird im Namen des Königs durch unab. 
hängige, keiner anderen Autorität als der des Gesetzes unterworfene Gerichte 
ausgenbt. 
½ Die Urteile werden im Namen des Königs ausgefertigt und vollstreckt. 
Art. 86. Die Richter werden vom Könige oder in dessen Namen auf ihre 
Lebenszeit ernannt. 
Sie können nur durch Richterspruch aus Gründen, welche die Gesetze vor- 
esehen und bestimmt haben, ihres Amtes entsetzt, zeitweise enthoben oder un- 
reiwillig an eine andere Stelle versetzt und nur aus den Ursachen und unter den 
ormen, welche im Gesetze angegeben sind, pensioniert werden. 
Auf die Versetzungen, welche durch Veränderungen in der Organisation der 
Gerichte oder ihrer Bezirke nötig werden, findet diese Bestimmung keine Anwendung. 
Art. 87. Den Richtern dürfen andere besoldete Staatsämter nicht übertragen 
werden. Ausnahmen sind nur auf Grund eines Gesetzes zulässig. 
Art. 88. Die Organisation der Gerichte wird durch das Gesetz bestimmt. 
Art. 89. Zu einem Richteramte darf nur der berufen werden, welcher sich 
zu demselben nach Vorschrift der Gesetze befähigt hat. 
Art. 90. Gerichte für besondere Klassen von Angelegenheiten, insbesondere 
Handels- und Gewerbe-Gerichte, sollen im Wege der Gesetzgebung an den Orten 
errichtet werden, wo das Bedürfnis solche erfordert. 
Die Organisation und Zuständigkeit der Handels-, Gewerbe= und Militär- 
Gerichte, das Verfahren bei denselben, die Ernennung ihrer Mitglieder, die be- 
sonderen Verhältnisse der letzteren und die Dauer ihres Amtes werden durch das 
Gesetz festgestellt. 
Art. 91 Die noch bestehenden beiden obersten Gerichtshöfe sollen zu einem 
einzigen vereinigt werden. 
Art. 92. Die Verhandlungen vor dem erkennenden Gerichte in Zivil- und 
Strafsachen sollen öffentlich sein. Die Offentlichkeit kann jedoch durch ein öffent- 
lich zu verkündendes Urteil ausgeschlossen werden, wenn sie der Ordnung oder 
den guten Sitten Gefahr droht. 
Auch in Zivilsachen kann die Offentlichkeit durch Gesetze beschränkt werden. 
Art. 93. Bei den mit schweren Strafen bedrohten Verbrechen, bei allen poli- 
tischen Verbrechen und bei Preßvergehen erfolgt die Entscheidung über die Schuld 
des Angeklagten durch Geschworne. Die Bildung des Geschwornen-Gerichts wird 
durch ein Gesetz geregelt. 
Art. 94. Die Kompetenz der Gerichte und Verwaltungs-Behörden wird durch 
das Gesetz bestimmt. Über Kompetenz-Konflikte zwischen den Verwaltungs- und 
Gerichts-Behörden entscheidet ein durch das Gesetz bezeichneter Gerichtshof. 
Art. 95. Es ist keine vorgängige Genehmigung der Behörden nötig, um 
öffentliche Zivil- und Militär-Beamte wegen der durch Uberschreitung ihrer Amts- 
befugnisse verübten Rechtsverletzungen gerichtlich zu belangen. 
Titel VII. Von den Staatsbeamten. 
Art. 96. Die besonderen Rechtsverhältnisse der nicht zum Richterstande ge- 
hörigen Staatsbeamten, einschließlich der Staats-Anwälte, sollen durch ein Gesetz 
geregelt werden, welches, ohne die Regierung in der Wahl der ausführenden 
Organe zweckwidrig zu beschränken, den Staatsbeamten gegen willkürliche Ent- 
ziehung von Amt und Einkommen angemessenen Schutz gewährt.
	        

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