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Handbuch der Politik. Zweiter Band. (2)

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Bibliographic data

fullscreen: Handbuch der Politik. Zweiter Band. (2)

Multivolume work

Persistent identifier:
quelle_recht
Title:
Quellensammlungen zum Staats-, Verwaltungs- und Völkerrecht.
Document type:
Multivolume work
DDC Group:
Recht
Copyright:
Ewiger Bund

Volume

Persistent identifier:
quelle_recht_1_1907
Title:
Quellensammlungen zum Staats-, Verwaltungs- und Völkerrecht. 1. Band.
Volume count:
1
Place of publication:
Tübingen
Publisher:
J. C. B. Mohr (Paul Siebeck)
Document type:
Volume
Collection:
deutschesreich
Publication year:
1907
DDC Group:
Recht
Copyright:
Ewiger Bund
Language:
German

Chapter

Title:
Quellensammlungen zum Staats- Verwaltungs- und Völkerrecht. - Erster Band
Document type:
Multivolume work
Structure type:
Chapter

Chapter

Title:
Quellensammlung zum Deutschen Reichsstaatsrecht.
Document type:
Multivolume work
Structure type:
Chapter

Chapter

Title:
Nr. 66. Reichs-Militärgesetz. Vom 2. Mai 1874.
Document type:
Multivolume work
Structure type:
Chapter

Chapter

Title:
III. Abschnitt. - Vom aktiven Heere. (§. 38. bis §. 49.)
Document type:
Multivolume work
Structure type:
Chapter

Contents

Table of contents

  • Handbuch der Politik.
  • Handbuch der Politik. Zweiter Band. (2)
  • Verlagshinweis
  • Inhaltsverzeichnis. Zweiter Band: Die Aufgaben der Politik.
  • short_title_page
  • Siebentes Hauptstück. Die politischen Parteien in Deutschland.
  • Achtes Hauptstück. Die öffentlichen Lasten und Schulden.
  • Neuntes Hauptstück: Allgemeine Wirtschaftsfragen.
  • 43. Abschnitt.
  • 44. Abschnitt. Die geschichtlichen Grundlagen der deutschen Wirtschaftspolitik. Von Dr. Carl Johannes Fuchs, o. Professor der Volkswirtschaftslehre an der Universität Tübingen.
  • 45. Abschnitt. Schutzzoll und Freihandel. Von Dr. Martin Weigert vom volkswirtschaftlichen Sekretariat der Ältesten der Kaufmannschaft, Berlin.
  • 46. Abschnitt. Weltwirtschaft und äussere Wirtschaftspolitik. Von Dr. Bernhard Harms, o. Professor der Staatswissenschaften an der Universität Kiel.
  • I. Einleitung.
  • Zehntes Hauptstück. Der öffentliche Verkehr.
  • Elftes Hauptstück: Handel, Geld und Kredit.
  • Zwölftes Hauptstück: Urproduktion und Gewerbebetriebe,

Full text

2354 Bernhard Harnis. Weltwirtschaft und äussere Wirtschaftspolitik. 
80 Millionen sein. Seit geraumer Zeit vermehren wir uns jährlich um 800,900 000 Menschen. Auf 
einen qkm kamen im Anfange des 19. Jahrhunderts 45, heute 120 Einwohner. Wie ist es möglich 
gewesen, diese gewaltige Bevölkerung innerhalb unserer Grenzen mit Arbeit und Nahrung zu ver- 
sorgn?® Einzig und allein durch unsere industrielle Entwicklung. 
Ein Ackerbaustaat muss seine Bevölkerung immer den Nahrungsmitteln anpassen, die er auf 
eigenem Boden gewinnt. Die Produktivität eines gegebenen Stück Landes ist selbst durch den 
grössten Kapital- und Arbeitsaufwand nicht beliebig vermehrbar, sondern an bestimmte Grenzen 
gebunden (Gesetz des abnehmenden Bodenertrages). Da nun aber die Bevölkerung immer die 
Tendenz hat, sich über diesen Spielraum hinaus zu vermehren, so müssen Ventile geschaffen werden. 
Eines dieser Ventile öffnet sich regelmässig von selbst; es ist das „Gesetz des natürlichen Regula- 
tivs“: Hungersnöte und Epidemien sorgen dafür, dass die Bevölkerung immer wieder auf den ihr 
von der Natur gegebenen Nahrungsspielraum zurückgedrängt wird. Das andere Ventil ist die 
Auswanderung. Wie es schon in der Bibel von Abraham und Lott heisst: „Und das Land 
mochte es nicht ertragen, dass sie beieinander wohnten, denn ihre Habe war gross und konnten 
nicht beieinander wohnen“. Das grosse Wandern der Menschheit, das wir seit Jahrtausenden 
sehen, und das schliesslich zur Besiedlung der Erde geführt hat: es ist die Folge davon, dass ein 
Stück Land in seiner Ertragsfähigkeit nicht beliebig gesteigert werden kann. Auch in Deutschland 
reden die Auswandererziffern eine ernste Sprache. In den Jahren 1821—90 wanderten allein nach 
den Vereinigten Staaten annähernd 5 Millionen Deutsche aus. Unsere Auswandererziffer erreichte 
zeitweise eine stattliche Höhe. Im Jahre 1880 verloren wir durch Auswanderung 117 000, im Jahre 
1881 220 000 Landsleute, gleich 5% der damaligen Bevölkerung. 
Die industrielle Entwicklung hat diese enorme Auswande- 
rungzum Stillstand gebracht. Unser Wanderungsverlust im Jahre 1910 belief sich 
auf 25500 Menschen (0,7%). Die Einwanderung war in derselben Zeit grösser, wenngleich es nicht 
die besten Elemente sind, die aus dem slavischen Osten zu uns herüberkommen. Immerhin ändert 
dies nichts an der Tatsache, dass wir heute ein Einwanderungsland sind. 
Weshalb hängt dies mit der industriellen Entwicklung zusammen ? Einfach deshalb, weil 
die Stoffverarbeitung auf demselben Boden mehr Menschen ernähren 
kann alsdieUrproduktion; unter zwei Voraussetzungen: 1. müssen über die im Inlande 
produzierten Rohstoffe hinaus solche aus dem Auslande bezogen werden können; 2. muss für die 
produzierten Güter Absatz vorhanden sein. Unter diesen beiden Voraussetzungen lässt sich die 
industrielle Tätigkeit beliebig steigern. Und in dem Masse, als diesgeschieht, wird im Inlande Arbeits- 
gelegenheit geschaffen und damit die Möglichkeit, den Bevölkerungszuwachs im Lande zu behalten. 
Bevor dies näher erörtert wird, soll kurz die Frage aufgeworfen werden, ob es für Deutschland 
überhaupt erwünscht ist, innerhalb seiner Grenzen eine so grosse Bevölkerung zu haben. Neuerdi 
macht sich auch bei uns Propaganda für den Neumalthusianismus geltend, der sich letzten Endes 
die Aufgabe stellt, auf eine Beschränkung der Kinderzahl hinzuwirken. Solches Beginnen er- 
scheint mir vom deutschen Standpunkt als frevelhaft. Zur Begründung nur eines: Deutschland 
gilt heute mit Recht als ein Staat, der sich wirtschaftlich ungewöhnlich günstiger geographischer 
Lage erfreut. Im Herzen Europas liegend, fast überall auf Landgrenzen stossend, aber doch des 
Zugangs zum Meere nicht entratend, wird Deutschland bei zunehmendem internationalen Verkehr 
immer mehr Durchgangsgebiet für die Beziehungen der Völker Europas, wovon es selbstverständlich 
profitiert. Es sei nur hingewiesen auf den grossen Verkehr Westeuropas, vornehmlich Englands, 
via Sibirien und Ostasien, der noch intensiver werden wird, wenn wir erst die Bahnen nach 
Indien und dem Persischen Golf haben. Dieser Durchgangsverkehr hat unsere Volks- 
wirtschaft mittelbar und unmittelbar sehr erhebliche Werte zugeführt. Anderseits brauchen wir 
nur einen Blick auf unsere Geschichte zu werfen, um zu erkennen, dass diese unsere exponierte 
Lage von jeher mit grossen Gefahren verbunden gewesen ist, indem wir unter dem Mangel aus- 
reichender Grenzwacht zeitweise schwer gelitten haben und überdies unser Boden im Laufe der 
Jahrhunderte oftmals den Tummelplatz für die Kämpfe anderer Völker hat abgeben müssen. 
Diese Gefahr ist heute eher grösser als kleiner geworden und wenn wir uns trotzdem behauptet 
haben, so verdanken wir dies unserer politisch-militärischen Macht, die ihrerseits aber mit abhängig
	        

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