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Von Potsdam nach Doorn.

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Public Domain Mark 1.0. You can find more information here.

Bibliographic data

fullscreen: Von Potsdam nach Doorn.

law_collection

Persistent identifier:
rbl_swe_2
Title:
Regierungs-Blatt für das Großherzogthum Sachsen-Weimar-Eisenach.
Place of publication:
Weimar
Document type:
law_collection
Collection:
weimar
Publication year:
1837
1902
DDC Group:
Gesetzgebung
Copyright:
Ewiger Bund

law_collection_volume

Persistent identifier:
rbl_swe_1868
Title:
Regierungs-Blatt für das Großherzogthum Sachsen-Weimar-Eisenach auf das Jahr 1868.
Volume count:
52
Place of publication:
Weimar
Publisher:
Hermann Böhlau
Document type:
law_collection_volume
Collection:
weimar
Publication year:
1868
DDC Group:
Recht
Copyright:
Ewiger Bund
Language:
German

law_gazette

Title:
Regierungs-Blatt Nummer 32.
Volume count:
32
Document type:
law_collection
Structure type:
law_gazette

law

Title:
Ministerial-Bekanntmachung, Zusammenstellung der Grundsätze über Behandlung der Portofreiheits-Angelegenheiten.
Document type:
law_collection
Structure type:
law

Contents

Table of contents

  • Von Potsdam nach Doorn.
  • Title page
  • Rechte; Erscheinungsjahr; Druck.
  • Inhalt
  • Introduction
  • Versailles 1870/71.
  • Fürsten -- Allgemeines Stimmrecht.
  • Erstes Buch: Mehr sein als scheinen.
  • 1. Der lange Weg zur deutschen Einung.
  • 2. Die Deutsche Bewegung bis 1848.
  • 3. Von Mehrheitsbeschlüssen zu Blut und Eisen.
  • 4. Das Bismarck-Reich.
  • Zweites Buch: Mehr scheinen als sein !
  • 1. „Dann regiere Ich selbst !"
  • Prinz Wilhelm.
  • Der Weg zum Konflikt.
  • Bismarcks Entlassung.
  • 2. Des Kaisers Außenpolitik.
  • 3. Imperator Rex.
  • 4. Wesenszüge Wilhelms II.
  • 5. Abwärts !
  • Verlagswerbung.

Full text

So kann es keinen Zweifel unterliegen, daß der Kanzler nach unblutiger 
oder blutiger Niederwerfung der Sozialdemokratie mit der ihm gewohnten 
Energie eine auch im Sinne der Arbeiterschaft positive soziale Politik ge- 
trieben haben würde. 
Im selben Jahre, 1889, also in der Zeit, als der Kaiser diesem und jenem 
und sogar im Staatsrat erklärte: die Sozialdemokratie möge man nur ihm 
überlassen, er werde schon mit ihr fertig werden, sie sei eine ephemere Er- 
scheinung und so weiter, sagte Wilhelm II. zu einer Deputation jener strei- 
kenden westfälischen Bergleute unter anderem: ‚Denn für mich ist jeder 
Sozialdemokrat gleichbedeutend mit Reichs- und Vaterlandsfeind. Merke 
ich daher, daß sich sozialdemokratische Tendenzen in die Bewegung mischen 
und zu ungesetzlichem Widerstand anreizen, so würde ich mit unnachsicht- 
licher Strenge einschreiten und die volle Gewalt, die Mir zusteht, und die ist 
eine große, zur Anwendung bringen.‘‘ — Väterliche Ermahnungen fügte er 
hinzu: „Kündigungsfristen einzuhalten, Kontrakte nicht zu brechen, Ruhe 
und Ordnung nieht zu stören.“ 
Daß, wie alle, auch jener Streik von Sozialdemokraten geführt wurde und 
organisiert worden war, konnte keinem Zweifel unterliegen. Sprach der 
Kaiser also von ‚sozialdemokratischen Tendenzen‘, so mußte er unmittelbar 
gegen die Träger dieser Tendenzen vorgehen, er tat es aber nicht, sondern 
hielt eine Rede in seiner Anschauung eines ‚‚populären Absolutisrnus‘‘, denn 
er sprach nicht von seiner Regierung, sondern von sich selbst, dem eine 
„große Gewalt‘‘ zur Verfügung stehe. Um die Seele des Arbeiters wollte er 
„Tingen‘“. 
Knapp zwei Jahre nachher — wir greifen zur Vervollständigung des Bildes 
etwas vor — sagte der Kaiser bei einer Rekrutenvereidigung in Potsdam: 
„Ihr habt Mir Treue geschworen, das — Kinder meiner Garde — heißt, ihr 
seid jetzt Meine Soldaten, ihr habt euch Mir mit Leib und Seele ergeben. Es 
gibt für euch nur einen Feind, und der ist Mein Feind. Bei den jetzigen sozia- 
listischen Umtrieben kann es vorkommen, daß Ich euch befehle, eureeigenen 
Verwandten, Brüder, ja Eltern niederzuschießen — was Gott verküten 
möge —, aber auch dann müßt ihr Meine Befehle ohne Murren befolgen.“ 
Das war schwerlich ein Weg, der zur Gewinnung der Seelen der Arbeiter 
führen konnte und ebensowenig der Rekruten, die vor ihm standen, und aller 
anderen, die im ganzen Lande Jahr für Jahr vereidigt wurden. Für die 
Sozialdemokratie bildeten solche kaiserlichen Reden ein glänzendes Propa- 
gandamaterial: Da seht ihr den bluttriefenden Militarismus! Schon macht 
der Oberste Kriegsherr euren Söhnen zur Pflicht, auf euch zu schießen! — 
Und zur jüngeren Generation gewandt: Denkt bei allen euren militärischen 
Schießübungen daran, daß ihr eure Eltern und Brüder niederschießen sollt! 
10* 201
	        

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