Staatsbibliothek des ewigen Bundes Logo
  • Show double pages
Use the mouse to select the image area you want to share.
Please select which information should be copied to the clipboard by clicking on the link:
  • Link to the viewer page with highlighted frame
  • Link to IIIF image fragment

Bismarck Die gesammelten Werke. Band 5. (5)

Access restriction

There is no access restriction for this record.

Copyright

Public Domain Mark 1.0. You can find more information here.

Bibliographic data

fullscreen: Bismarck Die gesammelten Werke. Band 5. (5)

law_collection

Persistent identifier:
rbl_swe_2
Title:
Regierungs-Blatt für das Großherzogthum Sachsen-Weimar-Eisenach.
Place of publication:
Weimar
Document type:
law_collection
Collection:
weimar
Publication year:
1837
1902
DDC Group:
Gesetzgebung
Copyright:
Ewiger Bund

law_collection_volume

Persistent identifier:
rbl_swe_1869
Title:
Regierungs-Blatt für das Großherzogthum Sachsen-Weimar-Eisenach auf das Jahr 1869.
Volume count:
53
Place of publication:
Weimar
Publisher:
Hermann Böhlau
Document type:
law_collection_volume
Collection:
weimar
Publication year:
1869
DDC Group:
Recht
Copyright:
Ewiger Bund
Language:
German

law_gazette

Title:
Regierungs-Blatt Nummer 11.
Volume count:
11
Document type:
law_collection
Structure type:
law_gazette

law

Title:
Gesetz über die Ablösung grundherrlicher und sonstiger Rechte.
Document type:
law_collection
Structure type:
law

Contents

Title:
Inhalts-Verzeichniß.
Document type:
law_collection
Structure type:
Contents

Contents

Table of contents

  • Bismarck Die gesammelten Werke.
  • Bismarck Die gesammelten Werke. Band 5. (5)

Full text

Moltke soll nur ein eventuelles Bündnis schliehen. 399 
Surer Exzellen; überlassen, und erlaube mir darauf noch ergebenst aufmerksam zu machen, 
wie wichtig es ist, ein sicheres Urteil über die wirkliche Leistungsfähigkeit der italienischen 
Armee im Kriege gegen Österreich zu gewinnen. Über das Maß der gegenseitigen Koo- 
peration und die darauf zu verwendende Truppenstärke wird es nicht nötig sein, etwas im 
voraus festzusetzen, da wir es als jelbstverständlich ansehen müssen, daß bei einem Kriege, 
wie der ins Auge gefaßte, jeder Teil mit seiner vollen WMacht eintrete und den Kampf mit 
allen ihm zu Gebote stehenden Mitteln einem schleunigen Crfolg zuzuführen suche. 
Hiernach wird die Aufgabe Curer Exzellen; mnächst sein, daß ein eventuelles 
Bündnis zustande komme, welches für den Fall eines zwischen Preußen und ÖOster- 
reich ausbrechenden Krieges uns die Hilfe Staliens sicherstelle. In dem desfallsigen Ber- 
trage würden zugleich die Siele der beiden Mächte zu bezeichnen sein, und beide sich ver- 
pflichten, von dem Augenblick an, wo das Bündnis in Kraft trete, keinen Separatfrieden 
zu schließen. 
Die Gründe für diese Sorm des eventuellen Bündnisses, welches die beiden 
Nãchte nicht schon jetzt zum Beginn des Krieges unter allen Umständen verpflichte, habe 
ich schon oben im Eingang dieses Schreibens kur; berührt: wir müssen auf den Eindruck 
Nücksicht nehmen, welchen der Ausbruch des Krieges in Europa hervorbringen wird. Denn 
unter den gegenwärtigen europäischen Verhältnissen läßt sich ein Krieg nicht durch die will- 
kürliche Aggression einer Macht gegen eine andere beginnen. Die öffentliche Meinung 
Europas ist in dieser Bejziehung empfindlich; sie würde sich auf die Seite des Angegriffenen 
stellen und felbst befreundete Regierungen nötigen, dem Angreifer ihre auch nur moralische 
Unterstützung zu versagen. So zwingend und vor dem eigenen Sorum gerechtfertigt auch die 
inneren Gründe einer gfolchen Aggression sein möchten: die öffentliche Meinung bedarf einer 
Rechtfertigung, um den scheinbaren Friedenslstörer nicht u verdammen. Man wird auch 
in Stalien nicht vergessen haben, in welche nachteilige Lage Österreich sich durch die vorzeitige 
Eröffnung eines Krieges brachte, dessen Unvermeidlichkeit doch als feststehend angeseben 
werden durfte. Die geforderten Anbaltspunkte wird die öffentliche Meinung in Deutsch- 
land und in Europa nur darin finden, daß der Krieg für uns zur Wegräumung der Hindernisse 
notwendig werde, welche Österreich den berechtigten Forderungen der deutschen Natio- 
nalität und dem nicht länger abzmuweisenden Bedürfnisse der AReugestaltung Deutschlands 
entgegensetzt. Für Stalien sind die Gründe zum Kriege in dem Erfordernis seiner Konfoli- 
dierung durch den Besitz Benetiens ausreichend gegeben; die Regierung hat im eigenen 
Lande keine Opposition der öffentlichen Meinung zu fürchten, und auch in Europa im all- 
gemeinen ist ihr Motio zum Kriege längst anerkannt. Für uns sind die Dinge noch nicht 
so weit gediehen. Die Anlässe zu einem Konflikt zwischen Preußen und Osterreich sind noch 
in der Entwicklung begriffen, und sie haben sich bis jetzt um Verhältnisse gedrebt, welche in 
den Augen Europas noch als geringfügig und der Vermittlung und friedlichen Ausgleichung 
fäbig erscheinen könnten. Wir können daher nicht erwarten, daß Curopa in einem gofort 
bloß auf diese Anlässe hin begonnenen Kriege etwas anderes sehen würde, als eben jene 
willkürliche Aggression, welche die öffentliche Meinung verdammen würde. Die Schritte, 
welche wir für eine AReugestaltung des Deutschen Bundes zu tun beabsichtigen, werden ein 
neues und ein im höchsten Grade berechtigtes Element in die Entwicklung bringen, welches 
in Deutschland wie im Auslonde Anerkennung finden und Ssterreich mit den Forderungen 
der öffentlichen Meinung in Opposition setzen wird. Wir können keinen Termin dafür 
angeben, wann der an sich mit Sicherheit vorauszusehende Zeitpunkt gekommen sein wird; 
und wir können uns nicht anbeischig machen, im Widerspruch mit Europa uns zu einem
	        

Downloads

Downloads

The text can be downloaded in various formats.

Full record

ALTO TEI Full text
TOC

This page

ALTO TEI Full text

Image fragment

Link to the viewer page with highlighted frame Link to IIIF image fragment

Formats and links

Formats and links

ausgabe:

The metadata is available in various formats. There are also links to external systems.

Links

OPAC DFG-Viewer Mirador

Cite

Cite

The following citation links are available for the entire work or the page displayed:

Full record

This page

Citation recommendation

Please check the citation before using it.

Image manipulation tools

Tools not available

Share image region

Use the mouse to select the image area you want to share.
Please select which information should be copied to the clipboard by clicking on the link:
  • Link to the viewer page with highlighted frame
  • Link to IIIF image fragment

Contact

Have you found an error? Do you have any suggestions for making our service even better or any other questions about this page? Please write to us and we'll make sure we get back to you.

Which word does not fit into the series: car green bus train:

I hereby confirm the use of my personal data within the context of the enquiry made.