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Aberglaube, Sitte und Brauch im sächsischen Erzgebirge.

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Nutzungslizenz

Public Domain Mark 1.0. Weitere Informationen finden Sie hier.

Bibliografische Daten

Volltext: Aberglaube, Sitte und Brauch im sächsischen Erzgebirge.

Monografie

Persistenter Identifier:
john_aberglaube_erzgebirge_1909
Titel:
Aberglaube, Sitte und Brauch im sächsischen Erzgebirge.
Autor:
John, E.
Erscheinungsort:
Annaberg
Herausgeber:
Grasersche Buchhandlung
Dokumenttyp:
Monografie
Sammlung:
sachsen
Erscheinungsjahr:
1909
Umfang:
261 Seiten
DDC-Sachgruppe:
Brauchtum
Copyright:
Ewiger Bund
Sprache:
Deutsch
Untertitel:
Ein Beitrag zur deutschen Volkskunde.

Kapitel

Titel:
VI. Tod und Begräbnis.
Dokumenttyp:
Monografie
Strukturtyp:
Kapitel

Inhaltsverzeichnis

Inhalt

  • Aberglaube, Sitte und Brauch im sächsischen Erzgebirge.
  • Titelseite
  • Einleitung
  • Inhaltsverzeichnis.
  • Das obererzgebirgische Bauernhaus.
  • II. Die Tracht.
  • III. Geburt und Taufe.
  • IV. Die Hochzeit.
  • V. Volksmedizin.
  • VI. Tod und Begräbnis.
  • VII. Das Jahr und seine Feste.
  • VIII. Landwirtschaftliche Gebräuche.
  • IX. Die Tiere, Pflanzen, Gestirne und Naturerscheinungen im Volksglauben.
  • Register.
  • Werbung

Volltext

— 119 — 
die sieben heiligen Himmelsriegel gedruckt liegen, in dieses Haus wird kein Donner- 
wetter einschlagen und es wird auch von allen Feuersbrünsten befreit sein, und wenn 
ein Weib Schmerzen vom Kinde hat, so nehmet die sieben heiligen Himmelsriegel 
und legt sie ihr auf die Brust oder auf den Leib, so wird sie ohne große Schmerzen 
gebären und mit einer gesunden Leibesfrucht erfreut werden. Die sieben heiligen 
Himmelsriegel sind auch approbiert worden von einem Weibe, welches schon fünf 
tote Kinder geboren, als sie aber mit dem sechsten Kinde schwanger war und Mutter 
werden sollte, so hat ihr die Hebamme die sieben heiligen Himmelsriegel auf das 
Haupt gelegt und sie ist nun mit einer lebendigen Leibesfrucht erfreut worden. 
Die sieben heiligen Himmelsriegel sind auch approbiert worden bei einem Manne, 
welcher acht Jahre mit bösen Geistern besessen war: da nahm ein Geistlicher die 
sieben heiligen Himmelsriegel, las sie über dem Besessenen und legte sie auf dessen 
Haupt — höret Wunder! da sind die bösen Geister den Augenblick von ihm gewichen. 
Und welcher Mensch die sieben heiligen Himmelsriegel bei sich trägt, diesem Menschen 
will Christus gewisse Zeit vor seinem Ende offenbaren die Stunde, wann er sterben muß. 
Wenn# aber einer die sieben heiligen Himmelsriegel sieben Feiertage nach einander betet 
und in welchem Hause die sieben heiligen Himmelsriegel sind, in dies Haus wird 
keine schlimme Krankheit kommen. Denn es soll kein Mensch sein, er soll die sieben 
heiligen Himmelsriegel bei sich tragen, wer sie aber nicht lesen kann, der bete alle 
Feiertage sieben Vater Unser und den Glauben zur Ehre des bittern Leidens und 
Sterbens Jesu Christi. . 
Christus Jesus, Gottes Lamm, 
Ich komme vor deine heiligen fünf Wunden, 
Die du am hohen Kreuzesstamm 
Mit Schmerzen hast empfunden. 
Erhöre meine Bitten, erhöre mich doch, 
Ich weiß, mein Gott, du lebest noch, 
Ach laß mich Gnad' erlangen. 
Nun fangen die heiligen sieben Himmelsriegel an. 
O allerheiligster Herr Jesu Christe! ich ermahne dich deiner allerheiligsten 
Menschheit, die mit Bewilligung Gottes des Vaters, von dem heiligen Geiste in 
dem Leibe der heiligen Jungfrau Maria ist empfangen und geboren geworden! O Jesul 
du hast dein heiliges Blut ganz geduldig für uns Sünder und Sünderinnen ver- 
gossen, o Jesu! du hast uns mit deinem heiligen bitteren Leiden und Sterben die 
himmlischen Pforten aufgeriegelt; o Jesu! du hast die große Armut und die Ver- 
folgung deiner Feinde dreiunddreißig Jahre ganz geduldig für uns Sünder gelitten. 
O mein Heiland! ich betrachte deine schmerzliche Beurlaubung von deiner herzliebsten 
Mutter Maria O mein Jesu, ich gedenke an dein demütiges Gebet am Oelberge, 
wie dir vor Mattigkeit ganz blutige Schweißtropfen über dein heiliges Angesicht 
herabgeronnen sind. Ach, mein Jesu! ich betrachte, wie du bist gefangen worden, 
mit Stricken gebunden, von einem Richter zum andern geführt und dein allerheiligster 
Leib mit Geißeln zerfetzet, daß dein heiliges Blut über deinen ganzen heiligen Leib 
herabgeronnen ist; darnach hat man eine Dornenkrone auf dein heiliges Haupt ge- 
drückt, wodurch viele Dornenspitzen dasselbe schrecklich zerrissen und zerfetzt haben! 
Ach mein Erlöser! ich betrachte mit wehmütigem Herzen, wie du mit einem schweren 
Kreuze bist beladen worden und dasselbe über den Berg Kalvari tragen mußtest, daß 
du davon eine tiefe Wunde auf deiner heiligen Schulter empfangen hast. O mein 
Seligmacher! du bist drei Stunden an dem Kreuze lebendig geblieben und hast 
sieben kräftige Worte gesprochen, darnach bist du, o mein liebster Jesu! an dem 
heiligen Kreuze geschieden! Ach mein Jesu, mit deinem allerheiligsten bittern Leiden 
und Sterben und mit deinen sieben heiligen Worten am Kreuze will ich in Gottes 
Namen meinen Leib und Seele auf ewig verriegeln. Amen. 
iititte 
Die sieben Worte, die Jesus am Kreuze gesprochen. ç 
1. Vater vergieb ihnen, denn sie wissen nicht, was sie tun. 2. Weib, siehe, 
das ist dein Sohn! 3. Heute wirst du mit mir im Paradiese sein. 4. Mein Gott, 
warum hast du mich verlassen? 5. Mich dürstet. 6. Es ist vollbracht. 7. Vater, 
ich befehle meinen Geist in deine Hände.
	        

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