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Deutsches Wörterbuch. Dritter Band R-Z. (3)

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Bibliographic data

fullscreen: Deutsches Wörterbuch. Dritter Band R-Z. (3)

law_collection

Persistent identifier:
rbl_swe_2
Title:
Regierungs-Blatt für das Großherzogthum Sachsen-Weimar-Eisenach.
Place of publication:
Weimar
Document type:
law_collection
Collection:
weimar
Publication year:
1837
1902
DDC Group:
Gesetzgebung
Copyright:
Ewiger Bund

law_collection_volume

Persistent identifier:
rbl_swe_1889
Title:
Regierungs-Blatt für das Großherzogthum Sachsen-Weimar-Eisenach auf das Jahr 1889.
Volume count:
73
Place of publication:
Weimar
Publisher:
Hermann Böhlau
Document type:
law_collection_volume
Collection:
weimar
Publication year:
1889
DDC Group:
Gesetzgebung
Copyright:
Ewiger Bund
Language:
German

law_gazette

Title:
Regierungs-Blatt Nummer 21.
Volume count:
21
Document type:
law_collection
Structure type:
law_gazette

law

Title:
[60] Ministerial-Bekanntmachung, Dienstbezeichnungen für die im Vorbereitungsdienste der Großherzoglichen Forstverwaltung stehenden Aspiranten betreffend.
Volume count:
60
Document type:
law_collection
Structure type:
law

Contents

Table of contents

  • Deutsches Wörterbuch.
  • Deutsches Wörterbuch. Dritter Band R-Z. (3)

Full text

1237 
männischer Spr.: zum r. bereit stellen. — versanden, 
durch Sand verstopst werden: flusz versandet; versandet 
sind die fontünen Leuthold Ged. 10; übertragen: 
o lasse nioht dein lied versanden Freiligrath I, 10. 
— Versatz, m. das Versetzen, Verpsänden: die berren 
sollten ihre noch ziemlich neuen oberröcke in versatz 
geben Hebel 2, 60; in gewerblicher Spr.: bei Zimmer- 
leuten besondere Art der Versenkung eines Zapsens in 
die Sinhlsäule; bei Schlossern Art Blech über einem 
Schlosse; bei Lohgerbern versatz des leders, zweites 
Setzen der Häute in die Lohgrube, bel Zinngießern 
versatz des zinnes, Versehung des Zinnes mit Zusatz; 
bei den Tuchbercitern tuch in den versatz bringen, be- 
hufs nochmaligen Scherens anders legen. — versanern, 
mhd. versüren, sauer werden; vielfach übertragen: will 
er mit einem truben sinn. versauren Königsb. Dichterkr. 
122; das versauerte gemuth Moltke 6, 311. — ver- 
säuern, mhd. versiuren, saner machen; dafür auch ohne 
Umlaut, in Mischung mit dem vorigen: ein wenig sawr- 
teig versawret den ganzen teig Gal. 5, 9. — versaufen, 
mhd. versülen. intrans. als derber Ausdruck für ertrinken; 
trans. = saufend durchbringen, geld und gut; Part. 
versallen sein, dem Trunk andauernd ergeben; ein ver- 
soffener kcrl. — versäumen, ahd. farsümen, mhd. ver- 
sümen, durch Säumen beschädigen oder einbüßen, den 
untcrricht, cine stunde, gelegenheit; laszt uns die 
mexenblumen nicht verseumen Weish. Sal. 2, 7; sebet 
drauf, das nicht jemand gottes gnade verseume Hebr. 
12, 15; (er) versäumte nichts. um die vereinigung zu 
hintertreiben Ranke Päpste 1, 164; als Redensart: 
ich habe nichts zu versäumen (habe Zeit) Schiller 
Fiesko 2, 1; cinen verslumen, besonders in Aussicht, 
Wartung, Pflege: ich wil dich nicht verlasscn noch 
verseumen Hebr. 13, 5; refl. sich versüumen an, bei 
etwas; die vorpoestenbrigade, die sich versäumt, ward 
vom feinde abgeschnitten Hänsser d. Gesch. 3, 100.— 
Versäumnis, k. und n. Versäumen und Versäumtes: 
v. haben; wer bezahlt mir die vereäumnis? Adelung. 
Verschachern, schachernd verhandeln, waren; mag er 
enn . einem kapcr von Tunis verschachern Schiller 
Fiesko 1, 7. — verschaffen, mhd. verschaffen, 1) in 
älterer Spr. zu Ende bringen, durchführen, bewerkstel- 
ligen: verschaffen, etwas bindurchtrucken, sein fur- 
nemmen zum end bringen, perpetrare Maaler; ein 
ding verschaffen, zum end bringen und auszrichten, 
essectum tradere aliquid, ich wil verschaffen, das sy 
dein wirdt, eA#csan tibi, tua ut sit ebd.; kundte der 
. nieht anuch verschaffen, dae dieser nicht sturbe? 
Joh. 11, 37; einrichten: ein stuck fasz .. das ward bei 
nacht zu unsrer visierlichen artollerey verschafft Simpl. 
1, 297; in neuerer Spr. nur noch einem etwas ver- 
schaffen, dazu verhelfen: er bat ihm eine stelle, ein 
amt, eine frau verschafft; wie kan er . gseinem volk 
lleisch verschaffen? Ps. 78, 20; diesz kann uns raum 
verschaffen Schiller M. Stuart 2, 8; eich etwas ver- 
schaffen; als das ehristenthum eich eingang verschaffte 
Freytag Erinn. 325. 2) wo anders hinschaffen: bis- 
er sie Ene Dienerin) auf einen adelichen sitz ver- 
schafft Simpl. 3, 50; in einen andern Zustand schaffen, 
umgestalten, mit dem Beisinn des übeln: davon geen 
einer Krankheit) er sô vorschalün wart .. Jeroschin 
tb zum hüszlichsten zwerge verschalft dich mein 
wart Bürger Untreue über Alles. — verschalen, mit 
Schale versehen, messer; als Ausdruck der Bauhand= 
werker, mit einer Bretterverschalung bekleiden. — ver- 
schämt, Part. zu einem verschollenen verschumen, in ad- 
jectiver Anwendung, — mit Scham versehen, Scham- 
gesühl habend: verschämtes mädchen; hinter dem rueken 
es verschämten tags Schiller Fiesko 4, 12; wic lich- 
lich verschümt sah ich schon deine wangen erröthen 
5, 13; — in älterer Spr. aber — Scham verloren habend 
(also im Sinne unseres beutigen unverschümt): swigx. du 
versanden — verschämt. 
1238 
verschamtcz tier: Boner Edelst. 41, 35; cin verschempte 
lesterung und schmach des leiligen geistes Luther 
7, 1905; wer mit dir (Welt) redet, wird verschamt Simpl. 
2, 111. — verschanzen, mit Schanzen umgeben, lager, 
hugel; bildlich: dasz mich vor allen leiden dic lich 
jetzt hat verschanzt Königsb. Dichterkr. 177; sie sind 
verschanzt eure groszen, verschanzt vor der wahrheit 
hinter ihre eigeno laster Schiller Kab. 3, 6; sich 
hinter nusflüchten, gegen angrifle verschanzen. — ver- 
schärfen, schärser machen, strale, gelungnis; hatte sich 
der verhaltene partheihasz .. noch mehr versechärft 
Treitschke 5, 40. — verscharren, einscharrend verbergen, 
Fortsetzung eines älteren slarken verscherren, von dem 
das Part. verschorren noch Jos. 7, 21. Luther 6, 1190: 
er vcrscharrte den leichnam in die erde; verscharrte 
munzen Schiller 2, 350; der unschätzbare diamant, 
den ich verschenken oder verscharren musz: Karl. 2,5. 
Verscheiden, mhd. versehciden, 1) gänzlich scheiden, 
weggehen: unz cr (der Komet) verschict Megenberg 
75, 31; auf das Sterben bezogen: verescheiden, gesterben. 
defunetus Maaler; (Jesus) neiget das beubt und ver- 
schied Joh. 19, 30; und (er) ist also verschiccen 2.Macc. 
6, 31; unser verschicdener freund. 2) transitiv = ab- 
trennen, gänzlich trennen: ssenarare versebeyden Voc. 
15. Jh., vorsceden Dief.; davon noch das Part. ver- 
schiccen, zur Bezeichnung einer sich unterscheidenden 
Person oder Sache: etwas ist verschicen von einem 
audern; die zwei geschwister, die unter einander schr 
verschieden sind; die verschicdensten dinge zusammen 
werlen; verechiedene leute. Romines diversi, verschie- 
denc çachen, res varice Stieler; in die Bed. mannig- 
fach, mehrsach, mehrer übergegangen: es kamen noch 
verschicdene personen darzu Abelung; verschic- 
dene ursachen ebd.; versehiedne betrüchtlichc wechscl 
Schiller 4, 176. — verschenken, mhd. vcrschenken, 
ausschenken, als Getränk darreichen, w. in, bier, katlcc: 
bildlich: weil sie ihren nnlantern wein in deinem 
namen verschenken Goethe Div. 2, 9; — als Gabe 
barreichen, einen gegenstand, geld und gut; frei: scine 
gunst, band (Schiller M. Stuart 2, 9); liebe ver- 
schenkt, egoismus leiht Schrift. 1, 19. — verscherzen, 
mhd. verscherzen, scherzend hinbringen, scinc jugend- 
zcit; nachdem sie . den abend vertanzt, versungen 
und verscherzt haben Wieland Abd. 1, 10; — unbe- 
dachtsam, leichtsinnig verlieren: sein gluck Stieler; 
indem si ihres getreuen Markholds schreiben so schünd- 
lich verscherzet hat Zesen Ros. 25; verscherzte selig- 
keit Körner Sühne 6; um dic verscherzte gunst und 
gnade Heyse Par. 2, 313. — verscheuchen, scheuchend 
entfernen: cin zerstrewete herd, die die lewen ver- 
schcucht haben Jer. 50, 17; die unruhen des Lriczcs 
verscheuchten ihn nach ltalien Lessing Minna 4,6; 
es ist ein unfriede in mir, der alle menschen von mir 
verschecucht Iffland Reue versöhnt 2, 7; nachtigall. 
verschenchen aus unserm garten Keller Werke 6, 71; 
leid (Uhland 51), schlaf (Heyse Par. 3, 159) ver- 
scheuchen, u. a. 
Verschicken, mhd. verschicken, sortschicken, waren; ieb 
werd ausz der erde zun göttern verschickt Schwieger 
eh. Venus 21; kinder auf universitaten verschicken 
Sho Stud. Leben 9, 20; da cr (ein Offizier) im 
dienst verschickt werde Freytag Ahnen 6, 22. ber- 
schichen, mhd. verschieden, schiebend schließen, verstopsen, 
in älterer Spr. häufig, jetzt noch landschaftlich ober- 
deutsch, ein lo# h, die ohren Schmellers; schiebend aus 
der gehörigen Lage bringen, ein gewand. eine decke; ein 
virschobencs brusttuch; verschobene vierecke. kreuze: 
refl.: das gewand verschiebt sich; das gebeude hat sickt 
verschoben Stieler; übertragen: jedes der folgenden 
jahrhunderte verschicht cinzelnen völkergruppen die 
alten sitze Freytag Bild. 1, 10°; wenn sieh Forsatz, 
nachentz nur ein bischen verschicbt Tieck Oct. 315; 
75“ 
verschanzen — verschieben.
	        

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