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Deutsches Wörterbuch. Erster Band A-G. (1)

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Bibliographic data

fullscreen: Deutsches Wörterbuch. Erster Band A-G. (1)

Multivolume work

Persistent identifier:
heyne_deutsches_woerterbuch
Title:
Deutsches Wörterbuch.
Document type:
Multivolume work
Collection:
deutschesreich
DDC Group:
Sprache
Copyright:
Ewiger Bund

Volume

Persistent identifier:
heyne_deutsches_woerterbuch_1_1890
Title:
Deutsches Wörterbuch. Erster Band A-G.
Author:
Heyne, Moriz
Volume count:
1
Place of publication:
Leipzig
Publisher:
S. Hirzel
Document type:
Volume
Collection:
deutschesreich
Publication year:
1890
DDC Group:
Sprache
Copyright:
Ewiger Bund
Language:
German

Contents

Table of contents

  • Deutsches Wörterbuch.
  • Deutsches Wörterbuch. Erster Band A-G. (1)

Full text

D — da. dabei — Dach. 530 
D. 
D, der Lant und sein Zeichen; Name dafür nach lat. Dabei, Zusammenrückung von räumlichem da und 
Brauche de (vgl. b). In der Musik der vierte Ton unserer bei, ahd. und mihd. noch getrennt där bi. da bi, in 
Grundscala. „älterem Nhd. auch noch als darbei (Steinbach darbei 
Da, Adv. und Conj., aus dem Stamme, der im neben dabei) begegnend: Betonung dabei, nur bei be- 
Artikel der, das hervortritt, zwiefach gebildet. 1) mit sonderer Hervorbebung von Ort und Umstand dabei; 
räumlichem Grundbegriffe entstanden aus altem goth. bar, in zbenauem örtlichem Sinne, gewöhnlich mit Verben 
altengl. be#er, ahd. dar, welches letztere seit dem 11. Ih. bleiben, liegen, sitzen, stehen, weilen, sein u. a.; das 
angefangen hat sich in da zu kürzen, das sonst abge= tegliche brot sol da bei liegen 4. Mos. 4, 7; das man 
sallene r bewahren wir nch in daran, darin. darinnen, sich dabei werme . und brot dabei beckt Jes. 44, 15; 
darum, und manchmal auch im einfachen Worte selbst werden dabci ein mal aufrichten Hes. 39, 15; eine stete, 
bis auf die neuere Zeit: hier und dar Simpl. 3, 346; dabei war nahe die stad Lasen Ap. Gesch. 27, 8; über- 
von dar komme ich nun itzo nach hause Lessing 3, 52. tragen auf Lage, Verhältnisse, Zustände: dabei sein, 
da steht a) als zeigendes Adv., auf einen bestimmten teilnehmen; er musz überall dabei sein; da muszte ich 
Ort deutend, vielfach in Verbindung mit Verben des 
Seins und Weilens (welche Verbindungen im Folgenden 
nicht einzeln ausgezählt werden), da sitzen. stehen, liegen, 
bleiben u. a.; auch in den Begriff des Gegenwärtigen, 
Vorhandenen umschlagend: er kommt, er ist schon da; 
sieh ob ein brief au mich da ist Kotzebune Kleinst. 1, 1; 
mit Präp.: von da geht der weg steil aufwärts; im 
Gegensatz zu hier, dort; da oder dort! uberall! nur 
nicht hier: Goethe Bürgergen. 6; correlativ auf wo: 
wo stolz ist, da ist auch schmach Spr. Sal. 11, 2; mit 
näherer Ortsbestimmung durch Adverbien oder Sub- 
stantive, vgl. dahin, daher, dabei, dazu u. s. w.; d 
hinaus geht es nicht; da zu lande möcht ich leben; 
bezogen auf die Stelle einer Schrift, eines Buches: da 
stehts, da ists zu lesen; ohne, Verbum, bei befehlendem 
Hinweis (hier meist lurz dä gesprochen): dal! nimm!; 
da! heb auf u. a.; boppelt gesetzt, hastig, spottend 
geigend: da da, das schen wir gerne Ps. 35, 21; ab- 
geblaßt, auf einen Fall, Lage, Verhältnisse bezogen: da 
steh ich nun, ich armer thor! Goethe Faust 1; ihr 
erzählet mir da nichts neues; laszt uns da nicht un- 
uberlegt handeln u. a.; nur verstärkend zugesetzt, zu 
Subst.: der mann da, dieses weib da; nach Kelauibes- 
wer da bittet, der empfebet Matth. 7, 8; der herr der 
da ist und der da war und der da kompt Offenb. 1, 8; 
abweisend mit Vermeinung: nichts da! nein dal; in der 
Formel da und da nicht näher Bestimmtes eines Be- 
richtes hervorhebend: ich gab ihm bescheid, er wohne 
da und da; da und da stünde es; als hier und da auf 
verschiedene unbestimmte Stellen weisend: bier und da 
ist ein kleiner fehler, u. a. b) relativ, zumal in älterer 
Spr. für wo: im meer, da es am tiefsten ist Matth. 
19, 6; auch wenn es zeitlich steht: den tag da jr ewrem 
gott opfer bringet 3. Mos. 23, 14; als Conj., = weil, 
indem: da ich sah, dasz alles gut gieng, entfernte ich 
mich wieder; da er sonst nichts zu leben hat Rabener 
3, 296; da ich nicht immer die ganzen stucke auszu- 
hören geduld hatte Goethe Du W. 3, u. s. w. 2) an- 
deres da, mit zeitlichem Grundbegriffe, entstanden aus 
ahd. dd, duo, mhd. do, und seit 14. Ih. mit dem räum- 
lichen da zusammengeflossen; demonstrativ = zu der 
Zeit, damals: da sprachen die junger zu jm Matth. 
19, 10; da wurden kindlin zu jm gebracht 13; so vor 
zwanzig jahren .. da war ich geführlich, da wuszte 
manche davon zu sagen Lessing Minna 3, 4; da brach 
ihr die tasse so hart an dem mund Goethe Wirkung 
in die Ferne; mit Präp.: von da ab ward es besser mit 
dem kranken; aufs Zukünftige gehend: da werd ich 
üherall willkommen sein Epiphaniasfest; relativ, als: 
da der jungling das wort höret, gieng cr betrubt von 
jm Matth. 19, 22; denkt, wie mir wurde, da es hies, 
ich wuszte mit Bürger Golkond. 194. 
M. Heyne, Deutsches Workerbuch, 1. 
doch auch dabei sein, da hätte ich mitzureden; drohend: 
kommt an, ich din dabei! Wildenbruch Karol. 3. 7; 
es ist nichts dabei, hat nichts auf sich; dabei bleiben, 
bei einer Behauptung; es bleibt dabei, bei einer Ab- 
machung; ich kann dabei nichts thun; bis ich ihm 
versprochen hatte, mein möglichstes dabei zu thun 
Schiller 4, 314; dabei wird nichts, kommt nichts 
heraus u. a.; dabei merke ich das du gefallen an mir 
hast Pf. 41, 12z an zeitliche Bed. streifend: einer sei 
arm, und dabei frisch und gesund Sir. 30, 14; er war 
nahe dabei zu sterben; ich war losgebunden, so nah 
wars dabei (Worte Rollers) Schiller Räub. 2, 3; in 
älterer Spr. auch als ungefähre Maß= oder Wertbezeich- 
nung: welches wigt und kost ein ducaten oder darbei 
Franck Weltb. 2145; = wobei: unter dem stamm dabei 
er wonet Hes. 47, 23; mein name dabei man mich 
nennen sol 2. Mof. 3, 15; in neuerer Spr. nicht mehr. 
Dach, n. deckender Teil eines Gebändes, altes gemein- 
germ., nur goth. nicht bezeugtes Wort, altnord. bak, 
altengl. bäc, ahd. dah, mhd. dach, mit dem Plur. dach 
und decher, uhd. dem letzteren entsprechend nur dächer: 
Dim. dächlein und dachelchen. Zufrühest nur Bau- 
ausbruck, zusammenhängend mit decken, und urver- 
wandt dem lat. tegere, tectum Dach, griech, tégos Dach, 
sowie stegs Dach; alle anderen deutschen Bedeutungen 
sind erst von daher übertragen. 1) im alten eigentl. 
Sinne, an Gebänden verschiedener Art, dach des hauses. 
turms, schuppens, stalles, der schenne u. s. w.; wer auf 
dem dache ist, der steige nicht ernider etwas aus sei- 
nem bause zu holen Matth. 24, 17; von oben durch das 
dach regnets Geibel 3, 182; steiles, faches, niedriges 
dach; ein dach aufsetzen, decken; in der Gewerkspr. 
ein haus unter dach bringen, in dach und fach erhalten; 
für Haus, Wohnung selbst: ohne dach und fach sein, 
unter dach und fach kommen; wie Ihro gnaden . unter 
meinem schlechten dache geruhet? Lessing Minna 
2, 2; Sie baben das elend unter mein dach gerufen 
Schiller Kab. 5, 2; herabzusteigen in das niedre dach 
der menschen Jungfr., Prol. 2; vgl. auch obdach; ich 
war kaum auszer dach (außer dem Haufe) hervor kommen 
Simpl. 1, 206; in Bildern, Redensarten: was jr redet 
ins ohr .. das wird man auf den dechern predigen 
Luc. 12, 3; eine Neuigleit pleifen die spatzen vom dache; 
besser ein sperling in der hand als eine taube auf dem 
dache; einem aufs dach steigen, ihn bedrängen, einem 
auf dem dache sitzen; da war feuer im dache, seine 
Ruhe war weg; u. a. 2) frei, vom Himmel, Bäumen: 
wã ist der anger gruene unt maneger boume dach 
Minnes. 2, 275; hatte dann die erde zum lager und 
den himmel zum dach Immermann Münchh. 4, 28; 
schmucke dich, du grun belaubtes dach Schiller Er- 
wartung; — Schutz: die treue brust des braven manns 
31
	        

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