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deutsches Wörterbuch. Zweiter Band H-O. (2)

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Bibliographic data

fullscreen: deutsches Wörterbuch. Zweiter Band H-O. (2)

law_collection

Persistent identifier:
rbl_swe_3
Title:
Regierungs-Blatt für das Großherzogthum Sachsen.
Place of publication:
Weimar
Document type:
law_collection
Collection:
weimar
Publication year:
1903
1918
DDC Group:
Gesetzgebung
Copyright:
Ewiger Bund

law_collection_volume

Persistent identifier:
rbl_swe_1913
Title:
Regierungs-Blatt für das Großherzogthum Sachsen auf das Jahr 1913.
Volume count:
97
Place of publication:
Weimar
Publisher:
Hermann Böhlau
Document type:
law_collection_volume
Collection:
weimar
Publication year:
1913
DDC Group:
Gesetzgebung
Copyright:
Ewiger Bund
Language:
German

law_gazette

Title:
Regierungsblatt Nr. 28.
Volume count:
28
Document type:
law_collection
Structure type:
law_gazette

law

Title:
(Nr. 89.) Ministerialbekanntmachung über die Abänderung der Wahlordnung für die Handwerkskammer und den Gesellenausschuß derselben.
Volume count:
89
Document type:
law_collection
Structure type:
law

Contents

Table of contents

  • Deutsches Wörterbuch.
  • deutsches Wörterbuch. Zweiter Band H-O. (2)

Full text

407 knöcheln — knochig. 
gerechtigkeit .. strickt ihre (der Giftmischer) knöchel 
aufs rad Schiller Fiesko 1, 9; die wohlgebildeten 
knöchel (des Fußes) Goethe Herm. u. Dor. 5; hand 
und knöchel schön umglänzt von gelben bernstein- 
schnallen Freiligrath 1, 117; auch fingerknöchel, an 
den Gelenken; die knöchelscite der hand Lessing ant. 
Briefe 37; einen auf die knöchel schlagen, Jerire ali- 
eujus digitorum articulos Steinbach; — Mürfel 
Campe;: da scholls am knöchcelbrett: wer hält7 
Freiligrath 1, 189. — knöcheln, mit Würfeln spielen: 
der mantel Christi, drum sie hastig knöcheln ebd. 2, 127. 
Knochen, m. fester Teil des tierischen Körpers als 
Träger von Fleisch und Haut; Wort mitteldeutscher 
Herkunft, seit 13. Ih. als knoche bezeugt, in der Bed. 
nicht nur des Gebeins, sondern auch des Knorrens am 
Ast und der Fruchtbolle, sowie des Knöchels (cond#kus 
knoch Dief.); mud. knoke, knake Knochen; die ur- 
sprüngliche Bed. muß demnach die allgemeinere einer 
harten Wulst, eines Knorrens oder Knaufs sein, die sich 
allmählich verengt hat; als engster Verwandter wird 
angesehen altengl. cnucian, altnord. knoka., mhd. (rhei- 
nisch) knochen klopfen, knuffen, welches Verbum aber 
die Erkenntnis des ursprünglichen Sinnes nicht fördert; 
weitere Bezüge fehlen. Das Wort breitet sich, das ältere 
bein (s. d. 1), gebein verdrängend, nach und nach aus, 
und wird erst in neuerer Spr. allgemein; die alte 
Nominativform knoche, gefürzt knoch bis ins 18. Ih.: 
knoch os Schottel; dasz . kein knoch mehr zu 
nagen ist Schiller Räub. 1, 2; als Dim. gilt in ge- 
hobener und altertümelnder Spr. knöchlein, sonst 
knöchelchen: knochen und knöchelchen des armes 
Goethe Wanderj. 3, 3. Es heißt knochen der men- 
schen, der tiere, menschen-, tierknochen; totenknochen; 
lies die knochen aus den grebern holen 2. Kön. 23, 6; 
seine knochen sind, wie fest erz Hiob 40, 13; (der Wein) 
macht das mark mir in den knochen frisch und stark 
Lenau 124; beim ersten griffe blieb kein knochen 
ganz Grillparzer 10, 191; von einem dürren Men- 
schen wird gesagt, er ist nur haut und knochen; an 
knochen nagen, knaupeln; sprichwörtlich: zwei hunde 
vertragen sich selten bei einem knochen Steinbach; 
— der Plur. in kräftigem Ansdrucke für Glieder: kraft- 
lose knochen Schiller Räub. 2, 2; meine knochen 
fallen auseinander 2, 3; für Füße: er schlügt den hund 
auf die knochen, Jer#t pedes canis Steinbach. — 
Zusammensetzungen: Kuochenbau, m. die Gesamtheit 
der Knochen eines Körpers als Bau gedacht; auch bild- 
lich: wodurch das ganze seiner stütze, gleichsam seines 
knochenbaues beraubt (ist) Goethe 55, 101.— Knochen- 
bruch, m. Bruch eines Knochens am Körper. — Knochen- 
fraß, m. Name einer fressenden Krantheit an Knochen, 
Beinfäule; vgl. auch beinfrasz. — knochenhart, hart 
wie Knochen. — Knochenhauer, m. in Teilen Nord- 
deutschlands — Fleischer; eigentlich nur Einzelverkäufer 
geschlachteten Fleisches, nicht zugleich Schlachter; mud. 
knokenhouwer Schiller-Lübben. — Knochenhaut, k. 
die die Knochen umgebende Haut. — Knochenlehre, k. 
Lehre von der Gestalt und Beschaffenheit der Knochen. 
— Knochenmann, m. der Tod als Gerippe. 
Knöchern, aus Knochen bestehend, von Knochen ge- 
bildet; für älteres knochen, knöchen ossens (Stein- 
bach, Frisch) eingetreten: knöchern Adelung; knö- 
cherne muhle, die Zähne: braten und schinken 
wandern geschwind in die knöcherne muhle Lenau 
242; vorzugsweise aus Knochen bestehend: demonstration 
mit der knöchernen hand nach der thüre Gaudy Erz. 
128. — knochig, älter knochicht, viel oder starke Knochen 
enthaltend: knochichtes fleisch, caoro oôsstons plena 
Steinbach; den starken groszen knochichten körper 
Immermann Münchh. 1, 171; die lanze des knochigen 
Boreassen Wieland Amad. 17, 2; der lange knochige 
mann Keller Werke 6, 30. 
408 
Knocke, m. k. Flachsbündel in Form eines Zopfes; 
aus dem niederd. knocke aufgenommen; im Mittelengl. 
knucche Bündel schlechthin, neuengl. knitch Holzbündel. 
— Knuödel, m. Kloß als Speise; vorzugsweise oberd. 
Wort, auch knötel; knödlein, globuli furinarii Frisch; 
Dim. zu knoten (s. d.). 
Knollen, m. geballte dicke Masse; ahd. nicht bezeugt, 
mhd. knolle; zunächst steht altengl. cnoll Hügel, und 
niederl. knolle Rübe (knolle, rape, rapa Kilian). 
Das ältere Nhd. hat die Nominativform vielfach zu 
knoll gefürzt, knollen ist jetzt allein schriftgemäß. Bed. 
— Exrdscholle: gleba chnoll, erdknoll Dief.; = Beule: 
knoll, beul, geschwulst Frisch; — sonstiges unförmliches 
klumpichtes Stück: ein knollen brot, wachs, salz, holz 
Adelung; im Bergbau knollen die noch nicht aus- 
gepanschten alten Schlacken ebd.; Samen der Kartoffel- 
pflanze: o die schöngekerbten knollen, weisz und roth 
und dick geschwollen Voß 5, 28; an andern Pflanzen 
oder deren Wurzeln, rundliche Ansätze oder Auswüchse; — 
übertragen auf einen plumpen und groben Menschen, 
namentlich Bauern: du voller knoll Wickram Loßb. 
L 3b; solche vierschrötige . trollen, knollen Garg. 
75; ein grober knollen, grober ungeschickter Mensch 
Adelung. — Zusammensetzungen: Knollenfrucht, k., 
gewächs, n. Frucht, Gewächs mit knolligen Wurzeln 
oder Ansätzen. — Kuollfiukc, m. Schimpfname für einen 
groben und plumpen Menschen (vgl. auch finke): einen 
. böhmischen knollnken Simpl. 3, 15; der Knollfink 
scherte sich gar nichts drum Eichendorff Taugen. 39. 
Knollen, zu einem Knollen machen; bei Bretzelbäckern 
den teig knollen, ihn in einen Ballen zusammendrücken 
Adelung. — knollig, älter knollicht, Knollen enthaltend, 
voll Knollen: knollig, das viel knollen hat Frisch; 
knollige wurzeln, früchte; wie ein Knolle, knollen- 
förmig; in übertragener Bed.: knollicht, insulsus, 
rustieus, merum rus Steinbach; 2ottig, täpsig, 
knollig Goethe Lilis Park; in niedriger Rede auch — 
massig, ungemein viel: er hat knollig viel geld, das 
kostet knolliges geld, u. d. 
Knobf, m. rundlicher oberer Teil eines Gegenstandes; 
ahd. mhd. knopf, niederl. engt knop in der weiteren 
Bed. der Knospe und des Knotens, im Ablaute zu 
knauf (s. d.), und weiterhin verwandt mit knubbe und 
knuppcl; der allgemeine Begriff eines knorrigen oder 
kugeligen Auswuchses hat sich, wie bei knauf, verschieden 
vereinzelt; = Astknorren: verfer knopf am holtz, holcz- 
knorre Dief.; Auge oder Knospe an Gewächsen: aichen- 
laubes knopf Fastu. Sp. 478, 10; blumenknopf tumor 
germinis Schottel; knopf in welchem eine blume 
ist, die aufgehen will Frisch, jetzt durch knospe er- 
setzt; bei Insekten das Ende eines häutigen Rüssels, die 
kleinen Wülste worauf die Fühlhörner stehen; das runde 
Ende eines kleinen Knochens; kugelförmig abschließender 
Teil an Geräten, nadel-, sattel-, schwert-, degen--, 
stockknopf; s0 lá swertes knuopf üf brust erknellen 
Minnes. 2, 78b; das knöpfle oder das oberst spitzle auf 
einem baret, aper Maaler; knopf, kron, so man 
oben auf ein saul sctzt ebd.; sein messer an der seiten, 
der knopf und heft was von golt Aventin 2, 152; 
fand keinen riegel oder knopf (des Fensters, zum Auf- 
machen) Keller Werke 3, 121; am Gewehr: die kam- 
mer wird mittelst ihres knopfes nach links gedrückt 
Knocke — Knopf. 
..Instruct. 14; am Kirchturm: knopf auf dem thurm 
Schottel; (der Wind) warf ouch abe den kirchen und 
glockenhusern vil knopfe und kruze D. Städtechr. 8, 136; 
als Speise: knöpfe, knötlein,, globuli farinarii Frisch; 
landschaftlich im Dim.: knöpfle . der schwäbischen kuche 
Treitschke 2, 303; geschlungener Knoten, Schlinge: 
Nodus knop, knopf, Kknoph Dief.; mit eime groszen 
seile daz vol knopfe was D. Städtechr. 8, 88, noch jetzt 
oberdeutsch, sprichwörtlich: macht man keinen knopf 
am faden, so geht der stich verloren Simrock 307;
	        

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