Staatsbibliothek des ewigen Bundes Logo
  • Show double pages
Use the mouse to select the image area you want to share.
Please select which information should be copied to the clipboard by clicking on the link:
  • Link to the viewer page with highlighted frame
  • Link to IIIF image fragment

Deutsches Wörterbuch. Erster Band A-G. (1)

Access restriction

There is no access restriction for this record.

Copyright

Public Domain Mark 1.0. You can find more information here.

Bibliographic data

fullscreen: Deutsches Wörterbuch. Erster Band A-G. (1)

law_collection

Persistent identifier:
rbl_swe
Title:
Großherzoglich Sachsen Weimar - Eisenachisches Regierungs-Blatt.
Place of publication:
Weimar
Document type:
law_collection
Collection:
weimar
Publication year:
1817
1836
DDC Group:
Gesetzgebung
Copyright:
Ewiger Bund

law_collection_volume

Persistent identifier:
rbl_swe_21
Title:
Regierungs-Blatt für das Großherzogthum Sachsen-Weimar-Eisenach auf das Jahr 1873.
Volume count:
57
Place of publication:
Weimar
Publisher:
Hermann Böhlau
Document type:
law_collection_volume
Collection:
weimar
Publication year:
1873
DDC Group:
Gesetzgebung
Copyright:
Ewiger Bund
Language:
German

law_gazette

Title:
Regierungs-Blatt Nummer 7.
Volume count:
7
Document type:
law_collection
Structure type:
law_gazette

law

Title:
[32] Ministerial-Bekanntmachung, die Verlängerung der Einführungsfrist für das Erfindungs-Patent auf ein Schmiermittel zum Schmieren von Maschinen betreffend.
Volume count:
32
Document type:
law_collection
Structure type:
law

Contents

Table of contents

  • Deutsches Wörterbuch.
  • Deutsches Wörterbuch. Erster Band A-G. (1)

Full text

927 flaschenreif — Flaum. 928 
in Gestalt einer Flasche und als Flasche zu brauchen. — den die ersten blonden flaumen sprossen Geibel 1, 60; 
flaschenreis, reif auf Flaschen gezogen zu werden: der von anderem lindem: in reinster windeln flaum Goethe 
woin ist flaschenreif. — Flaschenzug, m. Hebezeug, aus Fanst 11 3; vom auge reibt er sich des sehlummers 
Nollen in Gehäusen (Flaschen) bestehend, Zugwinde. — flaum Geibel 1, 86. — Zusammensetzungen: Flaum- 
Flaschner, m. Klempner. bart, m. erst sprossender Bart; Inhaber eines solchen: 
Flaser, k. wie flader, Maser Goethe 60, 134. — ein junger flaumhart kam uns entgegen; auch faumen- 
flasern, mit Flasern versehen, masern: das ansehen von bart Bürger Sinnesänderung. — Flaum-, Flaumen- 
feinem geflaserten holz zu geben Freytag Soll 2, 48. seder, l. linde Feder der Vögel: die flaumfäderen, lind- 
Flaumbart — flechten. 
Flatterhaft, gern flatternd, unbeständig: Phyllis.. 
das latterhafte böse kind Lessing Lied. 3, 19; Matter- 
hafte T’ariserinnen Schiller Kab. 2, 3. — slattern, 
sich unruhig hin und her bewegen, in der Lust wallen, 
mit Flügeln schlagen; in älterer Form fladern (vgl. 
auch unter fader), Uaddern, im Ablaut zu fledern (s. d.), 
vgl. auch Ritter: volitore flitteron, floderen Dies.; 
fladeren, fladderen, latteren ##cknari Schottel, bei 
Henisch Rotteren; gesagt von Feuer und Flamme: 
fiocken oder fladern als das feuer, erepitare Voc. 15. Ih.; 
fäderen, pireme smbotacres Maaler; vom ersten Bart: 
nur auf der oberlippe zeigten sich erst ein paar flaum- 
'feaern Eichendorff Taugen. 70.— flaum-, flaumen- 
weich, weich wie Flaum. — flaumig, flaumartig: der 
flaumig junge bart Platen Gas. 58. 
Flaus, Flausch, m. Woll= oder Haarflocke und daraus 
gesertigtes Zeug; erst im 18. in der Schriftspr., 
vorher niederdeutsch und bis ins Hochdeutsche reichend, 
mud. vlos und vlüseh (Schiller-Lübben 5, 289), ver- 
wandt mit vlies (s. d.); flausch, schurwolle, aueb rauf- 
das feuer fladert zum dach binaus Stieler; gewöhn= wolle, wann sie wie ein fell beisammen ist Fris z 
licher aber von fliegenden Tieren und durch den Wind ein flauseh wolle, haare Adelung (als niedriges Wort); 
bewegten Gegenständen: fladdernde keser Jer. 51, 27; in der Studentenspr. des späteren 18. Ih. flauseb eine 
die fledermeuse fladern hin und her Stieler; wie Art bequemer Uberrock (Kindleben 80), in dieser Bed. 
tauben auseinander flattern Schiller Fiesko 2, 5; bald verbreitct: ich schuttle poch einmal den alten flaus 
sebmetterlinge flattern Uhland 27; lerchen..f##ttern Goethe Faust 1I1 2. — Zusammensetzung: Flaus-, 
in der morgensonne 379; wolken . flatternd und 2er- Flauschrock, m. bequemer Rock von zottigem Zeuge: herr 
rissen Freiligrath 1, 113; ein weiszes tuch flattort. im grünen flauschrock Eichendorff Taugen. 55. 
in den lusten Schiller 4, 310; wenn . die weisse Flause, k. Vorspiegelung, Windbeutelei; oberdeutsches, 
wäsche sanft featterte Keller Werke 1, 32; ein starker im bairischen und fränkischen Sprachgebiete als flause 
wind bewegte die tausende von fahnen, dasz es üherall und flose heimisches Wort, das auf ahd. gillös, susur- 
wallte und flatterte 3, 94; die männer trugen weisze, ralio, fallacia, Hösari,, fossiloquaæ, menda.r zurück- 
flatternde . linnenhosen Rosegger Waldheim. 1, 156; geführt wird und seit 18. Ih. auch in der Schriftspr. 
unsinnlicher, bildlich: wie eine ganze hölle von furien heimisch geworden ist: mache mir keine flausen Ade- 
um das wort flattert Schiller Räub. 4, 2; wenn frau 
Fortuna jetzt vorüber flattert Kotzebne Pagenstr., 12; 
flatterte die gelechrte frau mit Illse in der wohnstube 
Freytag Handschr. 3, 96; durch die dämmrung flat- 
ternd das vertraute geschwätz der mächchen Geibel 
2,62; llatternder sinn, unstäter. — Zusammensetzungen: 
Flattergeist, m. unbeständiger: ich hasse die fladder 
geister Ps. 119, 113 (mit der Randbemerkung: fladder- 
geister heiszen hie die unbestendigen geister, die immer . 
etwas newes finden und fürnemen); wie wenn der herr) 
auch ein flattergeist ware? Lessing Minna 2, 1. — 
Flattersinn, m. unbeständiger Sinn: diesem launischen 
flattersinn Schiller Kab. 2, 1. — slattersinnig, un- 
beständigen Sinn habend. w 
Flan, kraftlos, matt, schal; im 18. Ih. aus niederd. 
Kau, lau, laulicht, schal, kraftlos (brem. Wb. 1, 106, auch 
Kaufmannsausdruck von Waren die wenig Nachsfrage 
haben), niederl. flauw (/(###tus animo, debilis u. s. w. 
Kilian) übernommen, teils als Wort der Kaufmanns- 
sprache: kaffee, spiritus flau; teils als Malerausdruck: 
flaue farben, ein flaues blau, nicht recht leuchtendes; 
auch eine sanste bläuliche Ferne heißt ihnen fau; teils 
endlich allgemein, von lörperlichem Zustand: wir ist 
ganz Hau um lung und leher Tieck Oct. 281; von 
seelischem: flau im betragen, flaue gelühle u. a. — 
slauen, flan werden; besonders Kaufmannswort: er 
ürgerte sich, wenn der kaffe in den zeitungen flaute 
Freytag Soll 1,7. — Flauheit, k. flauer Zustand: 
war im gesehäüft viel flauheit ebd. 2, 362. 
Flaum, m. weiche, zarte Feder; Lehnwort ans lat. 
pluma, mhd. phlüme: Plum# plume, pllume, pflaun, 
laum Dief.; die Form pflaum noch bisweilen im 18.Ih: 
statt meines pfubls von pfllaum Göckingk 2, 53; aber 
flaum hat sich bereits im 16. Ih. ergeben, und ist auch 
zu der weiteren Bed. des Federweichen überhaupt ge- 
langt; gern vom ersien Barthaar, als Collectivum: der 
llaum, gauch, kango Maaler: da sproszt ihm kaum 
der erste llaum ums kinn Schiller Piec. 1, 1; ein 
junger herr, dem erst der faum am kinne spricszt 
Heyse 3, 203; vereinzelnd, im Plur.: den mund um 
lung (noch als niedrig); selten im Sing.: wir haben. 
wol auch manchmal eine flause Goethe Div. 12, 6; 
indes der mann . fortwährend irgend eine flause dazu 
hermurmelte Keller Werke 1, 78; gewöhnlich im Plur.: 
lugen. flirren, flausen produciren Immermann 
Münchh. 3, 143; flausen in den kopf setzen Heyse 
Par. 2, 179; flausen .. die ich unter herrn Iabersaat 
gespielt hatte Keller Werle 2, 30; er bielt diese er- 
zählung für flausen Seldw. 2, 125; flausen machen; 
das sind flausen! n. a. — Zusammensetzung: Flausen- 
macher, m. der Flausen macht. 
Fläz, m. grober, träger Mensch; in Mitteldeutschland 
häufig, mit Häzen, sich flegelhaft hinsetzen oder breiten, 
ohl zu mhd. vletzen, ansbreiten; bei Stieler sich 
binfeetschen. 
Flechse, k. Muskel= und Gelenksaser im Fleische; seit 
17. Ih. gebräuchlich, früher flachsader (s. d.), und wohl 
daraus hervorgebildct: f#cechs, hoarwachs, tendine, 
kendonesn Henisch; flechse, tendo, nervus Stieler; 
wie ihr die flechsen am halse ordentlich aufgeschwollen 
waren Eichendorff Taugen. 29. 
Flechte, k. 1) etwas Geflochtenes, mhd. vlehte; Flecht- 
werk allgemein, aus Weiden, Binsen, Strängen u. ähul.: 
crates, Dleeta, nlectula, trica flechte, fleichte, flchte 
Dief.; flechten, ein hurd Henisch; flechten, decken, 
matzen ebd.; flechten, ein wagenkorb ebd., vgl. wagen- 
flechte; eine flechte von weidenzweoigen Immermann 
Münchh. 1, 54; besonders das geflochtene Haupthaar, 
Zopf: lösct mir die fleehten auf! AGryphius Horrib.! 
ihr haar, in zwei hreite flechten geschlungen Schiller 
1, 317; ihre braunen flechten Freytag Ahnen 4, 291. 
2) Krankheit der Haut: fechte im angesieht Henisch; 
trockene, nasse fiechten; das bein, welches mit einor 
juckenden fleehte behaftet war Keller Werke 3, 75. 
d eine schnell sich ausbreitende Art Mooses. — flechten, 
in einander schlingen; gemeingermanisches, aber gothisch 
nicht bezeugtes, im Altengl. verlorenes Wort, altnord. 
flétta, ahd. üchkan, mbd. vlchten; urverwandt mit lat. 
blecto und griech. plkõ flechte, altind. pracnas Geflecht, 
Korb (letztere einsachere Wurzelform btne t zeigt auch
	        

Downloads

Downloads

The text can be downloaded in various formats.

Full record

ALTO TEI Full text
TOC

This page

ALTO TEI Full text

Image fragment

Link to the viewer page with highlighted frame Link to IIIF image fragment

Formats and links

Formats and links

ausgabe:

The metadata is available in various formats. There are also links to external systems.

Links

OPAC DFG-Viewer Mirador

Cite

Cite

The following citation links are available for the entire work or the page displayed:

Full record

This page

Citation recommendation

Please check the citation before using it.

Image manipulation tools

Tools not available

Share image region

Use the mouse to select the image area you want to share.
Please select which information should be copied to the clipboard by clicking on the link:
  • Link to the viewer page with highlighted frame
  • Link to IIIF image fragment

Contact

Have you found an error? Do you have any suggestions for making our service even better or any other questions about this page? Please write to us and we'll make sure we get back to you.

How much is one plus two?:

I hereby confirm the use of my personal data within the context of the enquiry made.