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Meyers Fach-Lexika; Lexikon der deutschen Geschichte.

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Bibliographic data

Full text: Meyers Fach-Lexika; Lexikon der deutschen Geschichte.

Periodical

Persistent identifier:
rgbl
Title:
Reichs-Gesetzblatt.
Place of publication:
Berlin
Document type:
Periodical
Collection:
deutschesreich
Publication year:
1871
1918
DDC Group:
Gesetzgebung
Copyright:
Ewiger Bund
Language:
German

Periodical volume

Persistent identifier:
rgbl_1887
Title:
Reichs-Gesetzblatt. 1887.
Shelfmark:
rgbl_1887
Volume count:
21
Publisher:
Reichsdruckerei
Document type:
Periodical volume
Collection:
deutschesreich
Publication year:
1887
DDC Group:
Gesetzgebung
Copyright:
Ewiger Bund
Language:
German

law_gazette

Title:
Stück No 17.
Volume count:
17
Document type:
Periodical
Structure type:
law_gazette

law

Title:
(Nr. 1718.) Gesetz, betreffend die Feststellung eines Nachtrags zum Reichshaushalts-Etat für das Etatsjahr 1887/88.
Volume count:
1718
Document type:
Periodical
Structure type:
law

Full text

Katten — Kaunitz. 
Katten, german. Volksstamm, welcher 
den Herminonen gehörte, jedoch den 
bergang zu den Istävonen bildete, be- 
wohnte das Land zwischen Rhein, Taunus, 
Werra und Diemel. Sie unterstützten an- 
fangs den ältern Drusus, Stiefsohn des 
Kaisers Augustus, beteiligten sich dann aber 
an dem Befreiungskampf des Arminius 
(9 n. Chr.) und standen den Cheruskern 
gegen Germanicus bei (15). Nachdem 
sie bluige Kämofe mit den Hermunduren 
an der Werra ausgefochten, nahmen sie 
an dem Aufstand der Bataver unter Clau- 
dius Civilis (69) und Fiter am Marko- 
mannenkrieg (169—180) teil. Zur Zeit 
des Kaisers Caracalla (211—217)erschei- 
nen sie noch einmal im Kampf mit den 
Römern. Dann verschwinden sie allmäh- 
lich und gehen in den Franken auf. Doch 
stehen die spätern Hessen mit ihnen in 
verwandtschaftlichem Zusammenhang. 
Katzbach, Nebenfluß der Oder auf ihrer 
linken Seite, in der preuß. Provinz Schle- 
sien, berühmt durch den Sieg der schlesi- 
schen Armee unter Blücher über die Fran- 
zosen unter Macdonald 26. Aug. 1813. 
Die schlesische Armee, welche aus dem 1. 
preußischen Armeekorps unter York und 
den beiden russischen Korps der Generale 
Langeron und Sacken bestand, war vorder 
französischen Üübermacht, die Napoleon J. 
selbst Mitte August gegen sie heranführte, 
vom Bober bis hinter die K. zurückge- 
wichen, aber auf die Kunde von Napo- 
leons Rückkehr nach Dresden wieder vor- 
gegangen, als Macdonald mitetwa 80,000 
Mann sorglos geradedie K. zu überschreiten 
sich anschickte. Nach Bchers Plan sollte 
derrechte Flügel unter Sacken den Feind bei 
Liegnitz beschäftigen, York sollte im Zen- 
trum, Langeronam tinken Uferder Wüten- 
den Neiße bis zur K. vordringen. Alsnun 
die Vortruppen auf dem linken Ufer der 
K. und der Neiße von den Franzosen auf die 
Hochebene rechts der Neiße zurückgedrängt 
wurden, änderte Blücher seinen Plan und 
befahl den Generalen York und Sacken, 
den Feind heraufkommen zu lassen und 
ihn dann den von Defileen und Bergbächen 
durchschnittenen Abhang hinab in das tiefe 
Neißethal zu werfen. Da der strömende 
Regen das Schießen sehr erschwerte, so sollte 
Deutsche Geschichte. 
241 
man nur vom Bajonett und Kolben Ge- 
brauch machen. Um 3 Uhr nachmittags 
begann Yorks linker Flügel den Angriff 
und warf mehrere französische Bataillone 
trotz ihres mannhaften Widerstands über 
den Haufen. Ein verunglückter Versuch, 
den Oberst Jürgaß mit altpreußischen 
Schwadronen machte drohte die Linie Dorks 
zu zerreißenz indessen ein allgemeines Vor- 
gehen der russischen und preußischen Ka- 
vallerie unter Blücher selbst, derInfanterie 
unter York brachte den Feind zum Weichen. 
Neuherankommende Truppen wurden nur 
in die Flucht mit fortgerissen. Manche 
fanden in den Hohlwegen, die meisten aber 
in der hoch angeschwollenen Neiße ihren 
Tod. Die Artillerie der Verbündeten rückte 
bis an den Thalrand vor und vollendete 
die Niederlage des Feindes durch Kartät- 
schen und Granaten, die sie in den ver- 
worrenen Knäuel der Fliehenden schleu- 
derte. Nur der Einbruch der Nacht hin- 
derte eine weitreichende Verfolgung. Der 
linke Flügel der Verbündeten unter Lan- 
geran hatte bei Hennersdorf eine gute 
tellung inne, nahm aber am Kampf 
nur geringen und wenig erfolgreichen An- 
teil. Durch die Schlacht ward Schlesien 
von den Mranzofen befreit. Diese hatten 
30,000 Mann verloren, darunter 18,000 
Gefangene, ferner 103 Kanonen; der Ver- 
lust der Verbündeten an Toten und Ver- 
wundeten betrug nur 3400 Mann. Die 
Soldaten benannten die Schlacht zunächst 
nach der Wütenden Neiße, Blücher gab ihr 
erst den Namen -Schlacht an der K.= aus 
Rückficht auf Sacken, der hier gekämpft 
hatte. Er selbst erhielt übrigens 1814 nach 
diesem Sieg den Titel eines Fürsten 
Blücher von Wahlstadt nach dem ästlich 
von der Neißemündung gelegenen gleich- 
namigen Dorf. 
Kannitz, Wenzel Anton, Fürstvon 
K.Rietberg, geb. 2. Febr. 1711 zu Wien, 
ward ursprünglich für den geistlichen 
Stand bestimmt, widmete sich aber, nach- 
dem er in Wien, Leipzig, Regensburg und 
Leiden studiert, der politischen Laufbahn. 
Karl VI. ernannte ihn 1737 zum Reichs- 
hofrat, und Maria Theresia verwandte ihn 
während desösterreichischen Erbfolgekriegs 
zu diplomatischen Sendungen in Italien. 
16
	        

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