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Deutsches Wörterbuch. Dritter Band R-Z. (3)

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Bibliographic data

fullscreen: Deutsches Wörterbuch. Dritter Band R-Z. (3)

law_collection

Persistent identifier:
armee_verordnungs_blatt
Title:
Armee-Verordnungs-Blatt
Document type:
law_collection
Collection:
preussen
DDC Group:
Gesetzgebung
Copyright:
Ewiger Bund

law_collection_volume

Persistent identifier:
armee_verordnungs_blatt_1907
Title:
Armee-Verordnungs-Blatt Einundvierzigster Jahrgang
Volume count:
41
Place of publication:
Berlin
Publisher:
E. S. Mittler und Sohn, Königliche Hofbuchhandlung
Document type:
law_collection_volume
Collection:
preussen
Publication year:
1907
DDC Group:
Gesetzgebung
Copyright:
Ewiger Bund
Language:
German

law_gazette

Title:
Armee-Verordnungs-Blatt Nr. 5.
Volume count:
5
Document type:
law_collection
Structure type:
law_gazette

Contents

Table of contents

  • Deutsches Wörterbuch.
  • Deutsches Wörterbuch. Dritter Band R-Z. (3)

Full text

659 Spaltfrucht — Span. 
und spaltet sie doch nicbt 3. Mos. 11, 4; gespaltene 
hufe der Wiederläuer; bei Menschen: ein gespsltnes kinn 
Wieland Idr. 3, 5; unsinnlich: mag der raube geiszel- 
schwung ihm die secle spalten Lenau 10; ich ver- 
mag nicht, so zu trennen, was ich liebe, nicht zu 
spalten Müllner Schuld 1, 3; lehren, die das velk 
in zwei lager gespalten (zespaltet) haben: gespaltene 
meinungen, ansichten; bildlich, sprichwörtlich: hasr 
sbalten, als kleinlichstes Beginnen und Unterscheiden, 
hanrspaltereien machen; du speltest, als ein milwe, ein 
här Minnes. 2, 2118; worte, sinn cines spruchs spalten. 
2) refl., in eigentlicher Bed.: do spielten sich die steine 
Barl. 75, 2; grosze klufte spalten sich aufwärts Goethe 
16, 222; wie sich im prismatischen glase cin weiszer 
lichtstreif in sieben dunklerc stralen spaltet Schiller 
4, 50; übertragen: die menge aber der stad spallet sich 
Ap. Gesch. 14, 4; die welt .. Spaltetc sich sogleich in 
zwei parteien Goethe DuW. 2; (Geschlecht) welches 
gich in folgende linien, zweige, üste und nebenäste 
spaltete Immmermann Münchh. 1, 50; dasz sich Rusz- 
land in zwei zollgebiele spalte Bismarck Red. 3, 76. 
3) inkrans., durch Spalten auseinander fallen: daz im 
cnzwei daz herze spielt Kr Würzburg Silvester 4937; 
spalten, ein spalt gewunnen, agere rimas Maaler; 
dic erde spaltet, /erra sinditur Stieler; (es) spalteten 
selsen Klopstock Mess. 11, 215; das holz spaltet gut, 
schlecbt; übertragen: in der religion spalten, dissen- 
tire in causa fidei Stieler. — In Zusammen- 
sctzungen: Spaltfrucht, k. in neuerer wissenschaftlicher 
Spr. Frucht die in mehrere den Samen umgebende 
Teilfrüchte zersällt. — Spaltkeil, m.,klinge, f., -messer, 
Keil, Klinge, Messer zum Spalten, Handwerksgerät. — 
Spaltpilz, m. in neuerer wissenschastlicher Spr. kleinste 
Pilzgebilde, die sich durch Spalten vermehren. 
Spaltig, sich spalten lassend, mhd. spaltic, auch mit 
Umlaut: fissthts speltig. speldig Dies.; spaltig, leicht 
ze schneiden oder zü spalten, ackilks Maaler; älter 
auch spalticht: spalticht holz, lignum scissike, über- 
tragen spaltichte lehrc. religio disercpans, dissentanca 
Stieler; — einen Spalt oder Spalte zeigend: klappt 
nicht immer sein glas, wie ein spaltiger topf Voß 
Luife 1, 638; bei Schriftsetzern ein buch spaltig sctzen, 
in Spalten (s. d.); — in Zusammensetzungen: zwei-, 
drei-, mehr-, vielspeltig (spältig): (ine vierspaltige 
buche, welche in vier Teile gespalten werden kann, ein 
scchsspaltiger baum Adelung; vgl. auch zwiespültig. 
— Spaltung, k. Handlung des Spaltens, Zustand des 
Gespaltenseins, nach den verschiedenen Bed. des Verbums, 
mhd. spaltunge: spaltung, #sso Maaler; sp. des 
holzcs, der erde, einer alten mauer; gern übertragen: 
lassct nicht spaltung unter ench scin, sondern haltet 
sest an cinander 1. Cor. I, 10; der den feind nicht am 
kern seiner troappen faszt, sondern spaltungen unter 
den gliedern stistet Schiller Kab. 3, 1; spaltung der 
wogenden parkein Leuthold Ged. 195, in der hundes- 
versammlung Preußen i. B. 1, 12, unlösliche prineipielle 
sbaltungen 66, u. a. 
Span, w. I1) durch Abtrennen entstandenes dünnes 
Stück; gemeingerm., nur goth. nicht bezeugtes Wort 
dunkler Herkunft und verschieden schillernder Bed.: alt- 
nord. spänn, sponn Holzstück, Schindel, Holzlöffel, altengl. 
snöon Löfsel, ahd. mbd. spün Holzspan, mud. spon. 
Span, dünne Holzscheibe (vgl. auch unter rotspohn); 
als abgetrenntes dünnes Holzstück, besonders bei Holz- 
sällern, Zimmerleuten, Wagnern, Tischlern u. a.: astula. 
abstuta, eursnenta, spun, spanc, spanne, epon, spuun, 
zimmerspan u. s. w. Dies.; der zimmermann hichb die 
spanc von den balken Freytag Bild. 1, 277; in der 
Küche, zum Feuern gebraucht: die spchn aber braucht 
#er speisc zu kochen Weish. Sal. 13, 12; prasselnd.4 
fKruer mit huchenen spänen . zum nachtkochen Hebel 
3, 1I1; macht das frünlein, das sonst keinen span an- 
660 
rührt, eigenhündig ein feuer auf den herd Haufs 
5, 37; zum Anzünden: spahn, woran der andre sich 
den tabak angezundet Gellert Fab. 2, 6; in besonderer 
Form und Verwendung bei verschiedenen Gewersen: 
im Bergbau span — Dachschindel; bei Ziegeldeckern 
span, dachspan, dünne längliche Bretichen unter den 
Fugen der Dachsteine; spänc bei Buchbindern, Schuh- 
machern äbnliche Brettchen zur Verwendung im Hand- 
werk, bei Tuchmachern aus Pappe; in den Salzsiedereien 
spüne, sogspünc, Vretler worauf die Salzkörbe gesetzt 
werden; nach der Art der Entstehung zimmer-, hobel- 
drechsel-, raspel-, sügespiine, übertragen auch auf ähn- 
lichen Abfall anderer Stoffe: eisen-, feil-, horn-, metall--, 
Zinn-, papierspüne, u. a.; — sprichwörtlich und in 
bildlichen Redensarten: wo man bolz heut, da fallen 
spüne Stieler; zugleich im Worlspiel mit 2: wo holz 
gehauen wird, fallen spünc, und diese spünc werden 
naturlich von verschiedenen seiten aufgchoben, um 
eben cinen span zu haben Bismarck Red. 7, 38; weil 
sic über sich hauen, fallen inen die spene in die augen 
Nigrinus I. Cent. N45; Bild geringen Wertes: wer- 
den uns solche splitter, spenlin oder strohalmen nicht 
schaden Luther 8, 1682; von Menschen: wie beb ich 
nicht, von splittern der allerdunnste spahn? Arndt 
565; anders: schn wir nicht aus, wie aus einem span7 
Schiller Wallenst. Lager 11; bair. spün haben, Ver- 
mögen besitzen, reich fein Schmeller; — der spar als 
Sinmbild im alten Rechtsleben, bei Ubergabe von Grund 
und Boden aus der Thür oder elnem Pfable des Hauses 
gehauen, als Wahrzeichen einer gerichtlichen Vorladung 
entnommen, u. a. Grimm Rechtsalt. 174; auch in 
neuerer Spr. noch als Wahrzeichen des Gedenkens: 
wer in Welschland jetzo weilt, schickt lorbeern von 
Messina, und einen frisch gehaunen span vom bause 
des Verrina (für das Schiller-Album) Freiligratb 
1, 192; in Baiern auch span — Kerbholz; in land- 
schaftlicher Rede Mitteldeutschlands einem spänc machen, 
Bedenken, Erinnerungen, Einwürfe; in alter Spr. nach 
der Ahnlichkeit mit Hobelspäuen Ringelung der Locken; 
im Forstwesen = Kern, Splint eines Baumes. 2) an- 
deres span, mhd. span. Gen. spannes. — Spannung, 
z. B. der Armbrust, bildlich Streitigleit, Zerwürfnis; 
vom Sprachbewußtsein durch Verlängerung des Stamm- 
vokals mit spnn i zusammengebracht (auch mundartlich 
bairisch spän, spön gesprochen); in älterer Spr. hänfiger: 
von zwietracht und von spenn wegen D. Städtechr. 
5, 29; der span, gespräch, hader. zapk, stosz. qugestio, 
cerkawen, ambiguum, discentatio, lis, controrersi#a 
Maaler; unwussenheit des rechts sehasset oder mschet 
mer spänen und rüchtshündel dann das’ wussen ebd.; 
mit denen sich .. irrige huündel und spänn zutrugen 
Simpl. 4, 251; seltener in neuerer Rede: der hoben 
hüupter spahn und streit Schiller Br. v. Mess. 1777; 
von ihm sei unser span geschlichtet Ubland 419; 
jemand, der scincrsecits nuch nur einen span mit der 
regierung hat Bismarck Ned. 15, 127. — Spau- 
serkel, m. Saugferkel, ahd. spenevarch, mhd. spenrarch, 
zu mhd. spen, Muttermilch, Mutterbrust gehörig; älter: 
Dratferken, oder sponferlin nusz liayern Garg. 95; 
spanferklein, spünferklein Stieler, vgl. auch terkel; 
jetzt: der .. eine spanferkel in Zurich zu markte 
rachte CFMeyer Jenatsch 87. 
Spauge, k. 1) umfassendes, schließendes Metallstück; 
gemeingermanische, im Goth. nicht bezeugte Bildung 
duntler Herkunft, altnerd. spöng, altengl. spangc. ahd. 
spanga, mbd. spange; in älterer Spr. als Beschlag an 
Geräten, Büchern, Helmen, Schilden, mhd. tür-, helm-, 
sch, iltspange; eine kisten beslagen mit fspin spangen 
Ges. Abent. 2, 425; auch übergegangen auf Balken und 
Riegel, spangen im Bergwerk und Mühlenbau, aus- 
gezimmerte Bäume Jacobsson; gewöhnlich aber auf 
Schmuckstücke verschiedener Art bezogen, arm-, hals-, 
Spanferkel — Spange.
	        

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