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Bernhard Fürst von Bülow - Denkwürdigkeiten. Dritter Band. Weltkrieg und Zusammenbruch. (3)

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Bibliografische Daten

fullscreen: Bernhard Fürst von Bülow - Denkwürdigkeiten. Dritter Band. Weltkrieg und Zusammenbruch. (3)

Zeitschrift

Persistenter Identifier:
rgbl
Titel:
Reichs-Gesetzblatt.
Erscheinungsort:
Berlin
Dokumenttyp:
Zeitschrift
Sammlung:
deutschesreich
Erscheinungsjahr:
1871
1918
DDC-Sachgruppe:
Gesetzgebung
Copyright:
Ewiger Bund
Sprache:
Deutsch

Zeitschriftenband

Persistenter Identifier:
rgbl_1897
Titel:
Reichs-Gesetzblatt. 1897.
Bandzählung:
31
Herausgeber:
Reichsdruckerei
Dokumenttyp:
Zeitschriftenband
Sammlung:
deutschesreich
Erscheinungsjahr:
1897
DDC-Sachgruppe:
Gesetzgebung
Copyright:
Ewiger Bund
Sprache:
Deutsch

law_gazette

Titel:
Stück Nr. 38.
Bandzählung:
38
Dokumenttyp:
Zeitschrift
Strukturtyp:
law_gazette

Inhaltsverzeichnis

Inhalt

  • Bernhard Fürst von Bülow - Denkwürdigkeiten.
  • Bernhard Fürst von Bülow - Denkwürdigkeiten. Dritter Band. Weltkrieg und Zusammenbruch. (3)
  • Einband
  • Deckblatt
  • Titelseite
  • Titelseite
  • Inhalt des dritten Bandes
  • Verzeichnis der Beilagen.
  • Von der Demission bis zum Ende des Weltkriegs
  • Erstes Kapitel.
  • Zweites Kapitel.
  • Drittes Kapitel.
  • Viertes Kapitel.
  • Fünftes Kapitel.
  • Sechstes Kapitel.
  • Siebentes Kapitel.
  • Achtes Kapitel.
  • Neuntes Kapitel.
  • Zehntes Kapitel.
  • Elftes Kapitel.
  • Zwölftes Kapitel.
  • Dreizehntes Kapitel.
  • Vierzehntes Kapitel.
  • Fünfzehntes Kapitel.
  • Sechzehntes Kapitel.
  • Siebzehntes Kapitel.
  • Achtzehntes Kapitel.
  • Neunzehntes Kapitel.
  • Zwanzigstes Kapitel.
  • Einundzwanzigstes Kapitel.
  • Zweiundzwanzigstes Kapitel.
  • Dreiundzwanzigstes Kapitel.
  • Vierundzwanzigstes Kapitel.
  • Anhang. Die Kundgebungen zu Bülows Rücktritt.
  • Namen und Sachregister für Band I-III

Volltext

Wilhelm II. 
und Bülow 
Die Regierung 
des Prinzen 
von Baden 
300 SANDBÄNKE UND RIFFE 
Groener jenes, der Legationsrat Grünau ein Drittes. Er darf noch weniger 
versuchen, sich durch die große Gestalt des Generalfeldmarschalls Hinden- 
burg zu decken. Ob er fliehen sollte oder nicht, konnte nur der Kaiser selbst 
entscheiden. Die Verantwortung für die Flucht nach Holland waschen, 
um mit Lady Macbeth zu reden, alle Wohlgerüche Arabiens nicht von 
Wilhelm II. ab. 
Ich habe, wie mancher andere, mit Kaiser Wilhelm II. drei Stadien 
durchgemacht. Ein erstes Stadium lebhaftester Sympathie, ja der Be- 
wunderung. Wenn ich diesen in mehr als einer Richtung reich, glänzend 
begabten, in hohem Grade aufnahmefähigen, von den edelsten Absichten 
erfüllten, vorurteilslosen, dabei immer so natürlichen Kaiser mit anderen 
deutschen und nichtdeutschen Fürsten verglich, und nicht allein mit 
anderen Fürsten, sondern auch mit meinen Ministerkollegen, mit Abgeord- 
neten, mit meinen zahllosen Bekannten, so erschien er mir als ein Fürst, 
der trotz mancher gefährlichen Eigenschaften und Anlagen Großes ver- 
sprach. Aber die bedenklichen Qualitäten traten bei längerem Verkehr und 
näherer Beobachtung immer deutlicher hervor. Es zeigte sich, daß die Viel- 
seitigkeit oft zur Zersplitterung, die Leichtigkeit der Auffassung zur Ober- 
Nlächlichkeit, die Natürlichkeit zu Taktlosigkeit, bisweilen zu Hemmungs- 
losigkeit führten. Immer mehr zeigten sich, wie bei Flut Sandbänke und 
Riffe, die Hauptfehler des Kaisers: seine allzu große Eitelkeit, seine naive 
Selbstsucht, sein Mangel an Augenmaß, sein Mangel an Aufrichtigkeit 
sich selbst und anderen gegenüber. „Der Kaiser macht anderen viel 
vor, aber am meisten belügt er sich selbst‘, sagte mir einmal der Feld- 
marschall Graf Waldersee. Waldersee gehörte wie Tirpitz zu den 
vielen, die nach und nach dem Kaiser gegenüber in eine verbitterte Stim- 
mung gerieten, die ihn schließlich haßten. Ich selbst habe gegenüber 
Wilhelm II., in dem ich stets den Sohn seines Vaters, den Enkel seines 
Großvaters, den Träger der preußischen Krone und der deutschen Kaiser- 
krone sah, Bitterkeit immer bald überwunden. Ich habe ihn nie gehaßt und 
schließlich nur tiefes, aufrichtiges, herzliches Mitleid für ihn empfunden, 
Mitleid für ihn, dessen glanzvoll begonnener Regierung ein jammervolles 
Ende beschieden war. Aber stärker als solches Mitleid ist das Leid, das ich 
trage um das glorreiche Preußen, dessen Vergangenheit, dessen Geist 
Wilhelm II. untreu wurde, um das unter Wilhelm I. von Bismarck errich- 
tete herrliche Reich, das mit Wilhelm II. gescheitert ist. 
Schon vor dem 9. November, dem schwarzen Tag der deutschen Ge- 
schichte, hörte ich, daß die Unzulänglichkeit des Prinzen Max von Baden 
in bedauerlicher Weise hervortrete. Selbst körperlich sei er seiner Aufgabe 
nicht gewachsen. Das Reichsschiff in solchem Sturm zu steuern, war aller- 
dings schwieriger als die Fürsorge für die Internierten, sehr viel schwieriger,
	        

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