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Staatslexikon. Erster Band: Abandon bis Elsaß-Lothringen. (1)

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Bibliographic data

Object: Staatslexikon. Erster Band: Abandon bis Elsaß-Lothringen. (1)

Periodical

Persistent identifier:
gs_schwarzburg_rudolstadt
Title:
Gesetzsammlung für das Fürstenthum Schwarzburg-Rudolstadt.
Place of publication:
Rudolstadt
Document type:
Periodical
Collection:
rudolstadt
Publication year:
1840
1918
DDC Group:
Gesetzgebung
Copyright:
Ewiger Bund
Language:
German

Periodical volume

Persistent identifier:
gs_schwarzburg_rudolstadt_1905
Title:
Gesetzsammlung für das Fürstenthum Schwarzburg-Rudolstadt. Sechsundsechzigster Jahrgang. 1905.
Volume count:
66
Publisher:
Fürstlich priv. Hofbuchdruckerei
Document type:
Periodical volume
Collection:
rudolstadt
Publication year:
1905
DDC Group:
Gesetzgebung
Copyright:
Ewiger Bund
Language:
German

Contents

Table of contents

  • Staatslexikon.
  • Staatslexikon. Erster Band: Abandon bis Elsaß-Lothringen. (1)
  • Title page
  • Imprint
  • Preface
  • Übersicht der Artikel.
  • Abandon - Aval
  • Baader - Bürgerstand
  • Carey - Costa Rica
  • Damaschke - Durchsuchungsrecht
  • Ebenbürdigkeit - Elsaß-Lothringen

Full text

895 
Free Public Libraries, die in Großstädten wie 
Birmingham, Manchester, Liverpool, Leeds auch 
streng wissenschaftlichen Zwecken zu dienen ver- 
mögen. Unterhalten werden die „Freien Offentlichen 
Bibliotheken“ durch die Gemeinden, welche seit der 
berühmten Ewart-Bill von 1850 (ergänzt 1892) 
berechtigt sind, einen besondern Gemeindesteuer- 
zuschlag für diesen Zweck zu erheben. In ganz 
großen Städten gibt es außerdem noch Bildungs- 
bibliotheken, welche, ähnlich den Mercantile Li- 
braries in Amerika, lediglich durch Geldbeiträge 
der Entleiher unterhalten werden (Subscription 
Libraries), wie in Deutschland nur die sog. Leih- 
bibliotheken. — Die Bibliotheken der Nieder- 
lande, Belgiens, der Schweiz haben schon 
gewisse traditionelle Ahnlichkeiten mit denen 
Deutschlands. Auch die Nordischen Staaten 
besitzen gute Büchersammlungen, während Ruß- 
land trotz seiner gewaltigen Landesbibliothek in 
Petersburg verhältnismäßig zurücksteht. 
4. Die Neue Welt. Die Bibliotheken der 
Neuen Welt, im besondern der Vereinigten Staa- 
ten von Amerika, müssen von einem andern Stand- 
punkt beurteilt werden wie die europäischen. Letztere 
sind in ihren vorbildlichen Vertreterinnen Schöp- 
fungen aus dem Geist des Mittelalters, der Re- 
naissance, des Humanismus oder Neuhumanismus 
und können nach ihrer Anlage und Tradition die 
eingeschlagenen Bahnen kaum mehr völlig verlassen. 
Die modernen amerikanischen Bibliotheken sind im 
allgemeinen Produkte weniger Jahrzehnte des 
19. Jahrh., entstanden nicht aus allmählich ent- 
wickelten Keimen, sondern dem plötzlich auftauchen- 
den und mit beispiellosem Eifer befriedigten Bil- 
dungsbedürfnis eines jungen, von Geschäftsgeist 
beseelten Kulturvolks, das nur der Gegenwart 
lebt. Die heutige Blüte der amerikanischen Biblio- 
theken zwingt jeden Europäer zur Bewunderung: 
die Zahl der unbeschränkt öffentlichen Büchersamm- 
lungen von über 1000 Bänden nähert sich in der 
Union zurzeit dem achten Tausend, alle größeren und 
mittleren Städte, ja die Mehrzahl der Kleinstädte 
besitzen ihre Public Libraries, meist in eigenen 
Gebäuden; die Hälfte der 52 Staaten und Terri- 
torien hat die Gründung und Unterhaltung von 
Kommunalbibliotheken gesetzlich geregelt, von den 
349 Stadt= und Landgemeinden des Staates 
Massachusetts z. B. waren im Jahr 1906 nur 
sieben ohne öffentliche Bibliotheken. Treibend bei 
allen diesen Gründungen ist der Gedanke des 
Amerikaners: die freien öffentlichen Bibliotheken 
sind Volksschulen, die für das Vorwärtskommen 
der Erwachsenen ebenso nötig sind wie die Ele- 
mentarschulen für die Kinder, ein Grundsatz, bei 
dessen praktischer Ausführung freilich der Wert 
mündlich gelehrter Kenntnisse oft unterschätzt wird. 
Amerikanischen Geschäftsgeist atmen die Formen, 
in denen sich der Verkehr der Public Libraries 
bewegt: Befriedigung und Bequemlichkeit des 
Publikums ist oberstes Gesetz. Die Verwaltung 
offeriert ihre Bücher wie der Kaufmann seine 
Bibliotheken. 
  
896 
Waren, selbst mit der unvermeidlichen Reklame; 
hohe Umsatzziffern sind das Hauptziel, zerlesene 
Bände der Hauptstolz der Bibliothekare. Einzelnen 
dieser freien öffentlichen Bibliotheken ist es mit 
Hilfe der landesüblichen Millionenstiftungen für 
Bildungszwecke gelungen, durch Sammlung auch 
streng wissenschaftlicher Literatur hervorragende 
allgemein wissenschaftliche Bibliotheken zu werden 
(Boston, Chicago, Philadelphia), im übrigen aber 
ist zurzeit noch, von der nur beschränkt öffentlichen 
Library of Congress in Washington abgesehen, 
der Stand der allgemeinen wissenschaftlichen Bi- 
bliotheken Amerikas erheblich tiefer als bei uns; 
namentlich gilt dies wieder von den Büchersamm- 
lungen der (33) Universitäten, entsprechend deren 
niedrigeren Unterrichtszielen: ihre durchschnittliche 
Bändezahl beträgt noch nicht 100 000 gegen 
340 000 in Deutschland, ihr Gesamtetat dürfte 
dem preußischen nachstehen. Als vollwertig ver- 
dienen jedoch besondere Erwähnung die Biblio- 
theken der Harvard= (Cambridge Mass.), Male- 
(New Haven), Columbia= (New Vork), John 
Hopkins-(Baltimore) und Rockefeller University 
(Chicago). ÜUberhaupt wird das ganze Bild ver- 
mutlich schon in kurzer Zeit ein anderes sein, wie 
auch jetzt schon dem Mangel der amerikanischen 
Studienbibliotheken an wertvollen älteren Be- 
ständen durch riesige, für europäüsche Bibliotheken 
unerschwingliche Geldaufwendungen Privater ab- 
geholfen wird. Erwähnt sei auch, daß die in den 
Vereinigten Staaten ungleich mehr als in Deutsch- 
land gepflegten Spezialbibliotheken manche Mängel 
der allgemeinen ausgleichen. 
5. Deutschland imbesondern. a) Besitz- 
stand und Dotation. Die Landes bibliothe- 
ken des Deutschen Reichs mit wenigstens 200 000 
Druckschriften-Bänden (die Bändezahl ist indes 
nicht der einzige Maßstab der Bedeutung!) sind 
in absteigender Linie: Berlin (1 270 000), Mün- 
chen, Dresden, Darmstadt, Hamburg, Stuttgart, 
Wolfenbüttel, Weimar, Schwerin, Karlsruhe. Die 
Provinzialbibliotheken mit über 150 000 Bän- 
den sind: Bamberg (350 000), Kassel, Hannover, 
Augsburg, Posen, Wiesbaden. Die Stadt- 
bibliotheken mit über 100 000 Bänden sind: Frank- 
furt a. M. (323000), Köln, Mainz, Breslau, 
Kassel (Murhardsche Bibliothek), Danzig, Leipzig, 
Straßburg, Aachen, Trier. Die Universitäts- 
bibliotheken, meist auch als Provinzialbibliotheken 
dienend und ausnahmslos im Besitz von weit über 
150 000 Bänden, sind: Straßburg (fast 900 000), 
Leipzig, Göttingen, München, Tübingen, Heidel- 
berg, Würzburg, Breslau, Bonn, Freiburg, Königs- 
berg, Kiel, Jena, Halle, Erlangen, Rostock, Gießen, 
Marburg, Berlin, Greifswald, Münster. Von 
deutschen Behörden= und Korporations- 
bibliotheken besitzen über 100 000 Bände: Das 
Germanische Museum in Nürnberg (über 200.000), 
der Reichstag in Berlin, das Reichsgericht in Leip- 
zig, die Comeniusstiftung in Leipzig, die Kommerz- 
bibliothek in Hamburg, das Patentamt in Berlin, 
die Armeebibliothek in München. 
Deutschland ist das Land, das nicht bloß die 
besten Universitätsbibliotheken besitzt, sondern auch,
	        

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