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Meyers Großes Konversations-Lexikon. Erster Teil. (1)

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Bibliographic data

fullscreen: Meyers Großes Konversations-Lexikon. Erster Teil. (1)

Periodical

Persistent identifier:
rgbl
Title:
Reichs-Gesetzblatt.
Place of publication:
Berlin
Document type:
Periodical
Collection:
deutschesreich
Publication year:
1871
1918
DDC Group:
Gesetzgebung
Copyright:
Ewiger Bund
Language:
German

Periodical volume

Persistent identifier:
rgbl_1903
Title:
Reichs-Gesetzblatt. 1903.
Shelfmark:
rgbl_1903
Volume count:
37
Publisher:
Reichsdruckerei
Document type:
Periodical volume
Collection:
deutschesreich
Publication year:
1903
DDC Group:
Gesetzgebung
Copyright:
Ewiger Bund
Language:
German

law_gazette

Title:
Stück Nr 2.
Volume count:
2
Document type:
Periodical
Structure type:
law_gazette

law

Title:
(Nr. 2919.) Bekanntmachung, betreffend die dem internationalen Übereinkommen über den Eisenbahnfrachtverkehr beigefügte Liste.
Volume count:
2919
Document type:
Periodical
Structure type:
law

Contents

Table of contents

  • Meyers Großes Konversations-Lexikon.
  • Meyers Großes Konversations-Lexikon. Erster Teil. (1)

Full text

316 
vorbei. Der Messerabstand entspricht der gewünsch- 
ten Halmlänge. 
Zur Verleihung größeren Nährwertes suchte man 
den Häcksel mit Rübenmelasse durch Rührwerke mög- 
lichst innig zu vermischen. Diese auf anderen Ge- 
bieten schon verbreiteten Mischmaschinen, ebenso wie 
auch Mahlgänge zum Verarbeiten des Häcksels zu 
dem leichter verdaulichen Strohmehl, sind erst unter 
der Not des Krieges in weitere Kreise der Landwirt- 
schaft eingedrungen. 
Die schwierigste Lösung lag für den Landwirt in der 
Beschaffung und Erhalbung der Futtermit- 
tel. Bei unserem inländischen Hauptfuttermittel, der 
Kartoffel, beträgt der jährliche Durchschnittsverlust 
infolge von Fäulnis 9—10 Proz. des Ernteertrages, 
also 6ei- einem durchschnittlichen Fahresertrag von 50 
Mill. t ein sehr erheblicher Posten, der sich in ungün- 
stigen Jahren noch steigert. Diesen Verlust hofft man 
durch Trockenverfahren auszuschalten, wobei man zu- 
gleich weitere Vorteile erreicht. Es enthalten: 
Wafser Kohlehydrate 
Rohe Kartofsen. 175 Prozent 21 Prozent 
Trockenkartoffeln . 14 " 78 
Es hat sich also beim Trocknen geradezu eine Umkeh- 
rung in diesem Bestandteilsverhältnis vollzogen. Diese 
Anreicherung der Nährstoffe macht die Trockenkartof- 
feln zu einem hochwertigen Kraftfutter. Da nun zur 
Herstellung von 1 Zentner Trockenkartoffeln ungefähr 
4 Zentner rohe Kartoffeln verbraucht werden, 6 lie- 
gen die weiteren Vorteile bezüglich Lagerung und Be- 
förderung auf der Land. eachtet man ferner, daß 
rohe Kartoffeln vor dem Verfüttern gedämpft werden 
müssen, so leuchtet ein, daß beim Vergleich die Kosten 
der Trocknung nicht einmal voll in Rechnung zu stel- 
len sind. Dest Kosten schwankten im Frieden zwischen 
0,30 und 0,70 Mk. für den Zentner Rohkartoffeln je 
nach Kohlenpreis und Geschick des Heizers und der 
Maschinenbedienung, wobei die größeren, selbstäu- 
digen Werke meist günstiger abschneiden als die kleinen, 
der Gutswirtschaft als Nebenbetrieb angegliederten. 
Unter dem Einfluß der Kriegsteuerung wird man nach 
Angabe der Trochnungsanstalten den Trocknungs- 
preis für den Zentner Rohkartoffeln zu O,9o—1 Mk. 
ansetzen müssen. 
Zwei Verfahren sind zu unterscheiden: die Schnit- 
zeltrocknung und die Erzeugung von Kar- 
toffelflocken, die weiter zu Grieß und Walzmehl 
verarbeitet und dann auch * den menschlichen Ge- 
brauch geeignet werden. Bis zu 20 Proz. davon kann 
man ohne Schaden dem Brotmehl beimengen. Bei der 
Schnitzeltrocknung werden die gewaschenen Kartoffeln 
auf Maschinen mit umlaufenden Messertrommeln oder 
scheiben zu Schnitzeln oder Scheiben zerkleinert; unter 
ständigem Umlagern werden die Schnitzel im Heißluft- 
strom getrocknet. Man verwendet hierzu umlaufende 
Trommeln mit im Innern angebrachten Rieselflächen 
(TafelIV, Fig. 6). Nach dem anderen Verfahren wer- 
den die Kartoffeln zunächst gedämpft und dann zu Brei 
gequeischt. Auf mit Dampf geheizten Walzen trocknet 
er Kartoffelbrei zu einer dünnen, beim Abschaben 
in zartweiße Flocken zerfallenden Schicht. Schon im 
Frieden waren ungefähr 500 Kartoffeltrocknungs- 
III. Technik und Kriegführung 
anlagen im Betrieb, denen sich jetzt mit Unterstützung 
des Staates mindestens 300 hinzugesellt haben. — 
Kurze Erwähnung verdient noch ein drittes Verfahren, 
das eine Herabsetzung der beim Verdampfen des Bas- 
sers entstehenden Kosten durch Entfernen des Wassers 
auf kaltem Wege, durch Pressen, anstrebt. Die erhal- 
tenen Preßkuchen können sogleich oder kurz vor dem 
Verfüttern zerkleinert werden. Ein Teil der Eiweiß- 
toffe entweicht mit dem abgepreßten Wasser, so daß die- 
es aufgefangen und weiter verarbeitet werden muß. 
Es ist selbstverständlich, daß ebenso wie Kartof- 
feln auch Futterrüben und ähnliche Erzeugnisse auf 
Trockenschnitzel verarbeitet werden können. Die Vor- 
teile einer Trocknung des Kornes für seine Bermah- 
lung und Backfähigkeit sind allgemein bekannt. 
Goße Trocknungsanlagen ermöglichen dem Land- 
wirt, die Halmfrüchte auch bei ungünstiger Witterung 
zu trocknen. Der Hordentrockner von Dr. Zimmer- 
mann, Ludwigshafen, besteht aus einzelnen Horden 
mit doppeltem Boden. Auf dem oberen Siebboden 
wird das Trockengut ausgebreitet, worauf ein Ge- 
bläse Luft in den Hohtraum zwischen den Böden ein- 
bläst. Dort erwärmt sie sich an den Abdampfrohren 
der Lokomobile, tritt durch den Siebboden und durch 
das aufgehäufte Gut, um, mit Feuchtigkeit beladen. 
zu entweichen. Gras, Getreide, Kartoffeln, Schnipell. 
kurz alle möglichen Erzeugnisse, können auf diesem 
Trockner behandelt werden. 
Es konnte hier nur ein kurzer Überblick gegeben 
und nur die wichtigsten Maschinengruppen konnten 
in einzelnen Vertretern vorgeführt werden: zum 
Teil sind sie erst im Kriege, vielfach durch diesen ver- 
anlaßt, entstanden oder weiter ausgebildet worden. 
Der deutsche Erfindergeist hat auch im Kriege nicht 
erastet, und viele Landwirte, die jetzt der Not ge- 
gorchend den Nutzen der Maschinenhilfe erfahren, 
werden auch ferner treue Abnehmer der deutschen Ju- 
dustrie bleiben, deren Leistungsfähigkeit hoffentlich 
jetzt auch jene erkannt haben werden, die früher auf 
die Überlegenheit englischer oder amerikanischer Wa- 
schinen geschworen haben. Ein „Verein zur Förde- 
rung des Absatzes landwirtschaftlicher Maschinen und 
Geräte= hat sich durch Zusammentritt zahlreicher her- 
vorragender Landwirte, Wissenschaftler und Fabri. 
kanten gebildet, der natürlich seine Aufgabe darin 
sieht, die deutsche Industrie zu stärken und in diesem 
Sinne aufklärend unter Händlern und Landwirten zu 
wirken. Die eroberten Gebiete, besonders Polen, haben 
sich als aufnahmefähiger Markt erwiesen, und die 
durch Zettel gekennzeichneten Gerätesendungen unter 
Vermittlung der amtlichen Handelsstelle der deutschen 
Handelskammer in Russisch-Polen genießen Bahn. 
frachtvorzug. Aus Ungarn gingen zahlreiche Be- 
stellungen, vor allem auf Motorpflüge, ein, und es 
steht wohl zu hoffen und zu erwarten, daß der Absas 
unserer Maschinen nach den Ländern unserer übrigen 
Verbündeten sart ansteigen wird. Und wenn außer- 
dem die Einschränkung der Einfuhr ausländischer 
landwirtschaftlicher Maschinen auch nach dem Kriege 
freiwillig aufrechterhalten bliebe, so könnten dem deut- 
schen Wirtschaftsleben allein auf diesem Gebiete 19 
bis 20 Millionen Mark im Jahre erhalten bleiben.
	        

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