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Bismarck Die gesammelten Werke. Band 3. (3)

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Bibliografische Daten

Inhaltsverzeichnis: Bismarck Die gesammelten Werke. Band 3. (3)

Mehrbändiges Werk

Persistenter Identifier:
petersdorff_bismarck_werke
Titel:
Bismarck Die gesammelten Werke.
Dokumenttyp:
Mehrbändiges Werk
Sammlung:
deutschesreich
DDC-Sachgruppe:
Politik
Copyright:
Ewiger Bund

Band

Persistenter Identifier:
petersdorff_bismarck_werke_3_1925
Titel:
Bismarck Die gesammelten Werke. Band 3.
Autor:
Petersdorff, Herman
Bandzählung:
3
Erscheinungsort:
Berlin
Herausgeber:
Otto Stollberg & Co.
Dokumenttyp:
Band
Sammlung:
deutschesreich
Erscheinungsjahr:
1925
DDC-Sachgruppe:
Politik
Copyright:
Ewiger Bund
Sprache:
Deutsch

Inhaltsverzeichnis

Inhalt

  • Bismarck Die gesammelten Werke.
  • Bismarck Die gesammelten Werke. Band 3. (3)

Volltext

1# Sendung des Grafen Münster. Natschläge der russischen Verwondten in Deutschland. 
Während dieses Gespräches kamen die dem Kaiser vorgelegten Einläufe aus Zarskoe- 
Selo mrückt. Der Sürst nahm zuerst die telegraphische Meldung über Münsters Sendung, 
in welcher Budberg gesagt hatte, daß er E. E. seine Sweifel über die Opportunität dieser 
Mission nicht verschwiegen babe, und er jeigte mir, daß der Kaiser bei diesem Passus an 
den Nand geschrieben hatte „bien kait“, fügte auch hinzu, daß S. M. mit solchen Marginal- 
Voten siemlich sparsam sei. Mit mehr Befriedigung als vorher kam der Sürst darauf 
nochmals auf seine Stellung und auf seine Rebenbuhler mrück. Fürst Orlow, sagte er, habe 
eine Abneigung gegen alle Geschäfte, und sei, teils aus übertriebener Vorsicht, teils aus 
Apatbie, kaum je dahin zu bringen, daß er eine Meinung über politische Dinge äußere. 
Graf Danin würde gern das Auswärtige übernehmen, sei aber dem Kaiser persönlich un- 
angenehm, bei allen seinen Untergebenen verhaßt und ein prinzipieller Gegner der Emanzi- 
pation, eine Art rufsischer Kreuzzeitungsmann. Graf Messelrode sei mit Traditionen ver- 
flochten, mit welchen der Kaiser nach außen wie nach innen gebrochen habe. Wenn der 
Kaiser einmal nötig finden sollte, den Dosten anderweit zu besetzen, so habe Budberg die 
meiste Aussicht, und er, Sürst G., werde ihn jedenfalls S. M. als seinen Nachfolger emp- 
feblen. Die Schwierigkeit dabei werde sein, daß der Kaiser es nicht für tunlich halte, wieder 
einen „deutschen Mamen“ in diese Stelle zu bringen; es sei aber, nach des Sürsten Ansicht, 
unter den ARufsen kein ebenso geeigneter vorbanden. 
Der Kaif. Minister sagte schließlich, daß er offener gegen mich gewesen sei, als es in 
seinen Gewohnhbeiten liege, und daß er erwarten dürfe, ich würde sein Vertrauen mit un- 
bedingter Diskretion erwidern. Indem ich diese Erwartung des Sürsten auf E. E. über- 
trage, habe ich geglaubt diese Konversation in ihren Details vertraulich vortragen zu gollen, 
da sie gerade in diesen Anhaltspunkte für die Entschließungen über die Münstersche Sen- 
dung bietet, ohne eines Kommentars zu bedürfen. 
An Grf. Adlerberg ist in diesen Tagen der Befehl des Kaisers gegangen, keine Be- 
richte mehr einzuschicken, welche Herr von Budberg nicht vorher gesehen hätte, und Herrn 
von Maltitz, der aus Weimar eine sumpatbisierende Schilderung der nationalen Aufregung 
eingesandt hat, läßt S. Al. durch den morgen abreisenden Herrn von Tutscheff sagen, er möge 
bedenken, daß er nicht mehr Heidelberger Student, sondern russischer Diplomat Jei. Vach 
Weimar und Stuttgart hat der Kaiser, wie er selbst sagt, sehr ernsthaft und deutlich ge- 
schrieben. S. M. ist empfindlich über die vielen Natschläge in betreff der rufsischen Politik, 
welche von den hohen Verwandten in Deutschland eingehn, und über den Ton, in welchem 
sie vorgetragen werden. Es hbeißt da stets, Rußland müsse tun, der Kaiser müsse 
einsehen, und wenn nicht, so folgten beleidigende Alternativen. Am allerunpassendsten aber 
seien die Briefe, welche an Mitglieder der Kaiserlichen Samilie, beispielsweise an die Groß. 
fürstin Helene von deren Herrn Brüdern, und an die Prinzessin von Oldenburg aus Vassau, 
eingingen und mit der Post befördert würden, damit sie gelesen werden sollten, während sie 
doch die größten „Sottisen“ für den Kaiser entbielten. Die Srau Großfürstin Helene jagt 
mir, daß die Sprache ihrer Herren Brüder in deren Briefen allerdings eine sehr starke sei. 
U. Kais. H. die Frau Herzogin Georg von Mecklenburg ist auf ausdrücklichen Befehl 
des Kaisers nach Paris gegangen, während dem Herzog freigestellt wurde, ob er seine Ge- 
mahlin dahin begleiten wolle. Die Frau Großfürstin Marie vertritt seit ihrer Rückkehr 
im Schoße der Kaiserlichen Familie mit Lebbaftigkeit die Beziehungen zu Frankreich. 
Eine befonders bittere Verurteilung erfährt in den böchsten Kreisen das österreichische 
Sustem der „Ausnutzung“ des piemontesischen Landes, von welchem man annimmt, daß es 
jur Hungersnot und zu Infurrektion und Räubereien führen müsse.
	        

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