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Kriegführung und Politik.

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Bibliographic data

fullscreen: Kriegführung und Politik.

Periodical

Persistent identifier:
rgbl
Title:
Reichs-Gesetzblatt.
Place of publication:
Berlin
Document type:
Periodical
Collection:
deutschesreich
Publication year:
1871
1918
DDC Group:
Gesetzgebung
Copyright:
Ewiger Bund
Language:
German

Periodical volume

Persistent identifier:
rgbl_1903
Title:
Reichs-Gesetzblatt. 1903.
Shelfmark:
rgbl_1903
Volume count:
37
Publisher:
Reichsdruckerei
Document type:
Periodical volume
Collection:
deutschesreich
Publication year:
1903
DDC Group:
Gesetzgebung
Copyright:
Ewiger Bund
Language:
German

law_gazette

Title:
Stück Nr 43.
Volume count:
43
Document type:
Periodical
Structure type:
law_gazette

Full text

56 III. Die Vorkriegszeit und der Kriegsbeginn unter der Ersten O. H. L. 
die Wehrhaftmachung des Volkes und die tatsächliche Durchführung 
der allgemeinen Wehrpflicht eintrat. 
Die Regierung verkannte allmählich vollständig die Lehren des 
Bismarckschen Zeitalters und die Zusammenhänge der inneren 
Politik mit der äußeren. Innerpolitischen Rücksichten war es an 
erster Stelle zuzuschreiben, daß die Politik nicht die Kraft zu groß- 
zügigen Heeresvorlagen fand. Sie forderte, was sie im Reichstage 
durchzubringen für möglich hielt, nicht was notwendig war, bis 
endlich 1912 der Generalstab entscheidend drängte. Sie prägte das 
Wort „keine Ausgabe ohne Deckung“. Sie verkroch sich hinter ihm 
und fand in ihrem Unvermögen nicht den Mut, den Kampf mit dem 
Reichstage aufzunehmen, oder neue Deckungesmittel, die in reichstem 
Maße vorhanden waren, zu erschließen, wenn man an dem Wort 
„keine Ausgabe ohne Deckung“ bei der Kurzsichtigkeit des Reichs- 
tages festhalten wollte. 
Nach Bismarck wurde der Reichstag immer mehr Herr der 
Regierung, und damit wuchs für den Ausbau des Heeres und der 
Marine seine Verantwortung und die des Volkes selbst, das hinter 
dem Reichstage stand. 
Die konservative, freikonservative und nationalliberale Partei 
und kleinere Parteigruppen traten, wie zu Bismarcks Zeiten, mit 
warmem Herzen und aus innerer Überzeugung für eine Stärkung 
der Wehrkraft zu Lande, zu Wasser und in den Kolonien ein. Die 
Stellung des Zentrums und der Demokratie in ihren verschiedenen 
Parteibenennungen zu Heeres= und Marinevorlagen war nicht mehr 
grundsätzlich ablehnend, wie zu Bismarcks Zeiten. Das Zentrum 
hatte allerdings durch seine Finanzpolitik vorgesorgt, daß das 
Reich mit dauernden Finanzsorgen zu kämpfen hatte. Die 
Haltung der beiden Parteien änderte sich äußerlich fortschreitend 
zum Besseren. Die Wehrvorlage 1913 wurde schließlich von 
ihnen mit geringen Streichungen angenommen. In der Regel 
ging aber der Annahme ein Feilschen und Handeln voraus. 
Doch ich will mich eines abschließenden Urteils enthalten, bis die 
oben empfohlene Geschichte der Wehrvorlagen in den letzten 
zwanzig Jahren vor Kriegsbeginn erschienen ist. Sie wird be-
	        

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