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Sächsische Volkskunde.

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Bibliographic data

fullscreen: Sächsische Volkskunde.

Periodical

Persistent identifier:
rgbl
Title:
Reichs-Gesetzblatt.
Place of publication:
Berlin
Document type:
Periodical
Collection:
deutschesreich
Publication year:
1871
1918
DDC Group:
Gesetzgebung
Copyright:
Ewiger Bund
Language:
German

Periodical volume

Persistent identifier:
rgbl_1903
Title:
Reichs-Gesetzblatt. 1903.
Shelfmark:
rgbl_1903
Volume count:
37
Publisher:
Reichsdruckerei
Document type:
Periodical volume
Collection:
deutschesreich
Publication year:
1903
DDC Group:
Gesetzgebung
Copyright:
Ewiger Bund
Language:
German

law_gazette

Title:
Stück Nr 10.
Volume count:
10
Document type:
Periodical
Structure type:
law_gazette

law

Title:
(Nr. 2935.) Gesetz zur Abänderung der Seemannsordnung.,
Volume count:
2935
Document type:
Periodical
Structure type:
law

Contents

Table of contents

  • Sächsische Volkskunde.
  • Cover
  • Prepage
  • Title page
  • Imprint
  • Preface
  • Inhaltsverzeichnis.
  • I. Die Grundlagen des Volkslebens.
  • 1. Das sächsische Land.
  • 2. Sachsens Vorgeschichtliche Zeit.
  • 3. Die germanischen Bewohner Sachsens vor der Slawenzeit.
  • 4. Verlauf und Formen der Besiedelung des Landes.
  • 5. Die Anfänge des sächsischen Städtewesens.
  • II. Die Bevölkerung.
  • 6. Stand und Wachstum.
  • 7. Die Bevölkerungsgliederung.
  • 8. Verbrechen und Selbstmord.
  • Aus dem geistigen Leben des Volkes.
  • 9. Volksdichtung in Sachsen.
  • 10. Die obersächsische Hauptmundart.
  • 11. Sitten und Gebräuche im Kreislauf des Jahres.
  • 12. Aberglaube und Volksmythen.
  • 13. Sprache und Volksdichtung der Wenden.
  • 14. Volkssitte, Brauch und Aberglaube bei den Wenden.
  • IV. Das künstlerische Wollen des Volkes.
  • 15. Die Dorfkirche.
  • 16. Haus und Hof.
  • 17. Die bäuerliche Wohnung.
  • 18. Die bäuerliche Kleinkunst.
  • 19. Die wendische, vogtländische und altenburgische Volkstracht im 18. und 19. Jahrhundert.
  • 20. Die Zukunft der Volkstrachten.
  • Sachregister.
  • Advertising
  • Karte - Das Königreich Sachsen.

Full text

Ludwig Schmidt: Die germanischen Bewohner Sachsens vor der Slawenzeit. 57 
Zwischen die Jahre 8 und 3 v. Chr. fällt die erste Erwähnung des Namens 
Hermunduren; damals siedelte L. Domitius Ahenobarbus einen aus seiner 
Heimat aufgebrochenen, unstät umherschweifenden Schwarm dieses Volkes am 
Main, im ehemaligen Markomannenlande, an. Wahrscheinlich war dieser 
Zug, der denselben Weg wie einst die Markomannen genommen haben muß, 
(ogl. vorher), durch innere Zwistigkeiten veranlaßt worden; denn wir hören, 
daß Domitius hierauf bis an und über die Elbe in Germanien d. h. wahr- 
scheinlich im Hermundurenlande vordrang, vermutlich um die Ruhe wieder- 
herzustellen. Auf der großen Expedition, die Tiberius in den Jahren 4 und 
5 n. Chr. zur Bezwingung der inzwischen wieder aufgestandenen Germanen 
unternahm, wurde das Gebiet der Hermunduren nur gestreift; aber das 
Erscheinen der Römer genügte, um jene wie auch die Semnonen rechts der 
Elbe zur Unterwerfung zu bringen. 
Nach dem Abzug der Legionen bildete sich unter der Vorherrschaft der 
Markomannen in Böhmen, deren König der kraftvolle Marbod war, eine 
große Völkervereinigung, die außer den Hermunduren die Langobarden, Sem- 
nonen, Lugier (in Schlesien und in der Oberlausitz) uud einige andere nicht 
mit Sicherheit bestimmbare Völker im Osten Deutschlands umfaßte, und 
gegen die Ausdehnung der Machtgelüste Roms gerichtet war. Dieser Bund 
bestand bis 17 n. Chr., in welchem Jahre die Cherusker unter Armin mit 
Marbod in Kampf gerieten. Die Langobarden und Semnonen traten auf 
des ersteren Seite, während die Hermunduren dem Markomannenkönig treu 
blieben. Die große Schlacht, die vermutlich zwischen Elster und Saale statt- 
fand, blieb zwar unentschieden; doch wurde Marbod genötigt nach Böhmen 
zurückzugehen, wo er bald darauf seiner Herrschaft verlustig ging.') Bei den 
großen Umwälzungen, die sich in den folgenden Jahren im Markomannen- 
reich vollzogen, haben die Hermunduren wiederholt eingegriffen. 
Zum letzten Male werden diese in den alten Sitzen im Jahre 58 n. Chr. 
erwähnt, in welchem sie mit den Chatten an der Werra um den Besitz der 
Salzunger Quellen siegreich kämpften. Zu Lebzeiten des Tacitus (Germania 
Kap. 41) waren sie ein den Römern eng befreundetes Volk, das mit den 
Bewohnern der rätischen Provinz über die Donau lebhaften Handel trieb. 
Ferner heißt es, daß in ihrem Gebiete die Elbe entspringe, ein früher wohl- 
bekannter Strom, den man jetzt nur noch vom Hörensagen kenne. Als ihre 
östlichen Nachbarn werden die Varisten (im Fichtelgebirge) und die Marko- 
mannen (in Böhmen) genannt. Diese Bemerkung über die Lage der Elb- 
quelle hat zu den verschiedenartigsten Erklärungsversuchen den Anlaß gegeben, 
*) Das markomannische Heer muß ungefähr in der Linie, die die heutigen Städte 
Eger, Asch, Adorf, Plauen verbindet, gezogen sein. Das Erzgebirge war völlig unpassier- 
bar und konnte in jener Zeit an keinem Punkte überschritten werden.
	        

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