Staatsbibliothek des ewigen Bundes Logo
  • Show double pages
  • enterFullscreen
Use the mouse to select the image area you want to share.
Please select which information should be copied to the clipboard by clicking on the link:
  • Link to the viewer page with highlighted frame
  • Link to IIIF image fragment

Deutsches Kolonialblatt. VIII. Jahrgang, 1897. (8)

Access restriction

There is no access restriction for this record.

Copyright

Public Domain Mark 1.0. You can find more information here.

Bibliographic data

Object: Deutsches Kolonialblatt. VIII. Jahrgang, 1897. (8)

Periodical

Persistent identifier:
rgbl
Title:
Reichs-Gesetzblatt.
Place of publication:
Berlin
Document type:
Periodical
Collection:
deutschesreich
Publication year:
1871
1918
DDC Group:
Gesetzgebung
Copyright:
Ewiger Bund
Language:
German

Periodical volume

Persistent identifier:
rgbl_1904
Title:
Reichs-Gesetzblatt. 1904.
Shelfmark:
rgbl_1904
Volume count:
38
Publisher:
Reichsdruckerei
Document type:
Periodical volume
Collection:
deutschesreich
Publication year:
1904
DDC Group:
Gesetzgebung
Copyright:
Ewiger Bund
Language:
German

law_gazette

Title:
Stück Nr 2.
Volume count:
2
Document type:
Periodical
Structure type:
law_gazette

law

Title:
(Nr. 3010.) Bekanntmachung, betreffend den Befähigungsnachweis und die Prüfung der Seeschiffer und Seesteuerleute auf deutschen Kauffahrteischiffen.
Volume count:
3010
Document type:
Periodical
Structure type:
law

Contents

Table of contents

  • Deutsches Kolonialblatt.
  • Deutsches Kolonialblatt. VIII. Jahrgang, 1897. (8)
  • Title page
  • Inhalts-Verzeichniß
  • Verzeichnis der bei den Nachrichten aus den deutschen Schutzgebieten vorkommenden Länder-, Orts- und Volksnamen.
  • Namen-Verzeichniß.
  • Beilage zum Deutschen Kolonialblatt 1897. Deutsches Kolonial-Adressbuch 1897.
  • Stück Nummer 1. (1)
  • Stück Nummer 2. (2)
  • Stück Nummer 3. (3)
  • Amtlicher Theil.
  • Nichtamtlicher Theil.
  • Personal-Nachrichten.
  • Nachrichten aus den deutschen Schutzgebieten.
  • Aus dem Bereiche der Missionen und der Antisklaverei-Bewegung.
  • Aus fremden Kolonien.
  • Verschiedene Mittheilungen.
  • Litteratur.
  • Litteratur-Verzeichniß.
  • Schiffsbewegungen.
  • Verkehrs-Nachrichten.
  • Anzeigen.
  • Stück Nummer 4. (4)
  • Stück Nummer 5. (5)
  • Stück Nummer 6. (6)
  • Stück Nummer 7. (7)
  • Stück Nummer 8. (8)
  • Stück Nummer 9. (9)
  • Stück Nummer 10. (10)
  • Stück Nummer 11. (11)
  • Stück Nummer 12. (12)
  • Stück Nummer 13. (13)
  • Stück Nummer 14. (14)
  • Stück Nummer 15. (15)
  • Stück Nummer 16. (16)
  • Stück Nummer 17. (17)
  • Stück Nummer 18. (18)
  • Stück Nummer 19. (19)
  • Stück Nummer 20. (20)
  • Stück Nummer 21. (21)
  • Stück Nummer 22. (22)
  • Stück Nummer 23. (23)
  • Stück Nummer 24. (24)

Full text

— 75 — 
Oeffnen der Schoten vermieden werde. Drei Wochen 
genügen, um die Vanille auf diese Weise zu präpa- 
riren. Die erhaltenen Schoten sind schwarz und 
settig und haben einen reichen Gehalt an balsamischem 
Oel; ihr Geruch ist stärker als derjenige der auf 
Bourbon künstlich präparirten Vanille 
Eine ebenso einfache Art der Vanillezubereitung ist 
das Trocknen in der Sonne. Dieser Prozeß bedarf 
etwa zwei Monate. Die Schoten werden auf wollenen 
Decken, die auf eingerahmten Flechtwerken liegen, 
ausgebreitet und mehrere Tage der Sonne ausgesetzt; 
die Anzahl der Tage ist von der Intensität der 
Sonnenstrahlen abhängig. Länger als fünf bis sieben 
Tage dauert die Trockenzeit aber aucht. Hierauf 
werden die Schoten in Kisten, die innen mit Wolle 
ausgelegt sind, verpackt. In dieser Verpackung 
schwitzen die Schoten und erhalten allmählich eine 
schöne dunkele Farbe. Schließlich werden die Schoten 
dann nochmals für kurze Zeit der Sonne ausgesetzt 
und die Präparation ist beendet. 
Trot der Einfachheit dieser natürlichen Methoden, 
verdient doch die künstliche, wie welterhin gezeigt 
werden wird, den Vorzug, insbesondere schon weil zur 
Jeit der Ernte Wetter und Temperatur in Ostafrika 
ziemlichen Schwankungen unterliegen. 
Die künstliche Präparation der Vanille ist heute 
überall da eingeführt, wo die Vanille in regelrechter 
Kultur ist. Auch hier giebt es wieder mehrere Me- 
thoden; man könnte fast sogen, daß jeder Präparateur 
sein eigenes System hat. Es genügt jedoch, folgende 
Methoden zu unterscheiden: » 
1. Das Präpariren mittels Trockenofens. 
2. - mit kochendem Wasser. 
Die Methode des Präparirens der Vanille mit 
Benutzung des Trockenofens wurde zuerst in Mexiko 
angewendet und ist jetzt mit gutem Erfolge auch in 
ourbon und Manritius eingeführt. 
Die frisch geernteten Schoten werden zunächst der 
Größe nach sortirt. Hierauf werden sie in Packete 
von 1 bis 2 kg gepackt und mit Flanell oder wollenen 
Decken umwickelt. Danach werden die Packete in 
Bananenblätzer eingerollt und endlich in nasse Säcke 
eingenäht. 
Nachdem der Trockenofen geheizt worden ist, ent- 
fernt man alle Kohlen= und Aschreste und läßt ihn 
bis auf 70 bis 80 Grad Celsius abkühlen. Für 
Vanille, die auf trockenem Boden gezogen ist, empfiehlt 
sich eine Temperatur von unter 75 Grad; für Schoten, 
die aus feuchteren Lagen stammen, eine solche von 
über 75 Grad Celsius. —- 
Die in nassen Säcken eingenähten Packete von 
Vanilleschoten werden nun auf umrahmten Flechtwerken 
in den Trockenofen gestellt und verbleiben darin 24 
bis 36 Stunden. Die kleineren Schoten läßt man 
24 Stunden, die größeren dagegen 36 Stunden der 
Temperatur des Trockenofens ausgesetzt. Durch dieses 
Trocknen erhalten die vorher grünen Vanilleschoten 
eine schöne gleichmäßige schwarzbraune Farbe. Mit 
Flanell werden sie nun sorgfältig abgetrocknet und 
  
zwischen zwei Flanellen täglich während der helßesten 
Tagesstunden, also etwa von 9 Uhr vormittags bis 
3 Uhr nachmittags, auf umrahmten Flechtwerken der 
Sonne ausgesetzt. Hierdurch wird die Vanille zum 
Schwitzen gebracht und erhält gleichzeitig eine große 
Elastizität. Es ist dies der wichtigste Moment der 
Präparation. Eine gut präparirte Vanilleschote muß 
so elastisch sein, daß sie, um den Finger gerollt, von 
selbst in ihre natürliche Lage zurückkehrt. 
Nun wird die Vanille in den Trockenraum ge- 
bracht. Es muß dies ein gut geschlossener, mit 
Fenstern versehener Raum sein, welche während der 
heißen Stunden des Tages geöffnet werden. Rings 
an den Wänden sind Gestelle mit Fächern aus Draht- 
oder Flechtwerk zum Ausbreiten der Schoten in ge- 
nügenden Abständen angebracht, so daß die Luft gut 
cirkulwen kann. 
Auf dieses Draht= oder Flechtwerk wird nun die 
Vanllle ausgebreitet und bleibt eiwa 30 bis 40 Tage 
im Trockenraum. Die Schoten dürfen nicht zu sehr 
austrocknen, aber auch nicht feucht bleiben, denn im 
ersten Falle würden sie spröde werden und leicht 
brechen; im letten dagegen leicht weiß, von einem 
Fungus befallen werden. Bei beendeter Präparation 
muß die Vanille eine glänzend schwarze Farbe und 
eine glatte Oberfläche haben. Nun werden die Schoten 
in Seidenpapier gewickelt und in Blechkisten verpackt. 
Die Zubereitung der Vanille mit kochendem Wasser 
war früher in Mexiko bekannt, ist jedoch erst in 
Java, Mauritius und Bourbon zu größerer Voll- 
kommenheit entwickelt worden. Sie erfordert noch 
mehr Sorgfalt und auch größere Geschicklichkeit als 
das trockene Verfahren; indeß entschädigt das Produkt 
auch für die aufgewendete Mühe. 
Die Schoten werden in Körben in Wasser, das 
auf eine Temperatur von 85 bis 90 Grad Celsius 
erhitzt ist, eingetaucht und 15 bis 20 Sekunden unter 
Wasser gehalten. Einige Präparateure ziehen ein 
wiederholtes Eintauchen von jedesmal drei bis vier 
Sekunden vor. 
Das Wasser läßt man dann von den Schoten 
wieder abtropfen und bringt sie hierauf in einen auf 
35 bis 40 Grad Celsius geheizten Raum. Es genügt 
in der Regel, die Vanille eine Viertelstunde dieser 
Temperatur auszusetzen. Im Uebrigen ist dieses 
Verfahren genau so wie das vorige; im Allgemeinen 
geht die Präparation mit kochendem Wasser schneller 
als das trockene Verfahren, zehn Tage Aussetzung 
an der Sonne genügt. · « 
Einige Präparateure haben natürlich versucht, all 
diese verschiedenen Methoden dahin zu vereinfachen, 
daß sie nur die natürliche Präparation in der Sonne 
zur Anwendung brachten. Es gelang ihnen denn 
auch, innerhalb acht bis zehn Tagen präparirte Vanille 
fertig zum Versand zu erhalten. Man hat indeß 
zur Zeit der Vanillenernte selten zehn ganz gleich 
geeignete Tage; es würde also doch dem Zufall über- 
lassen bleiben, und die Vanille kann ebenso leicht 
mißrathen.
	        
No full text available for this image

Downloads

Downloads

The text can be downloaded in various formats.

Full record

ALTO TEI Full text
TOC

This page

ALTO TEI Full text

Image fragment

Link to the viewer page with highlighted frame Link to IIIF image fragment

Formats and links

Formats and links

ausgabe:

The metadata is available in various formats. There are also links to external systems.

Links

OPAC DFG-Viewer Mirador

Cite

Cite

The following citation links are available for the entire work or the page displayed:

Full record

This page

Citation recommendation

Please check the citation before using it.

Image manipulation tools

Tools not available

Share image region

Use the mouse to select the image area you want to share.
Please select which information should be copied to the clipboard by clicking on the link:
  • Link to the viewer page with highlighted frame
  • Link to IIIF image fragment

Contact

Have you found an error? Do you have any suggestions for making our service even better or any other questions about this page? Please write to us and we'll make sure we get back to you.

How many grams is a kilogram?:

I hereby confirm the use of my personal data within the context of the enquiry made.